NOAH – und warum seine Geschichte so aktuell wie nie ist

Die amerikanische Filmfirma “Paramount Pictures“ hat angekündigt, dass am 3. April dieses Jahres eine Verfilmung der Geschichte des biblischen Patriarchen Noah  in die Kinos kommen soll:

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Zwischenzeitlich wurde der Film bereits mehreren Zuschauergruppen vorgeführt (einer jüdischen, einer christlichen und einer säkularen Gruppe). Nach verschiedenen Medienberichten soll keine der bisherigen Zuschauergruppen mit dem Film zufrieden gewesen sein.
Bereits in einem früheren Artikel (Klick!) hatte ich darauf hingewiesen, dass es in der Vergangenheit zahlreiche Filme zu biblischen Themen gab, die die jeweiligen alttestamentarischen oder neutestamentarischen Berichte leider nur verzerrt wiedergaben. Aus diesem Grund verwundert es mich nicht, dass auch der Film “NOAH“ von Darren Aronofsky sich nicht an die biblische Vorlage hält. So wurde zwischenzeitlich bekannt, dass Aronofsky in seinem Film “sechsarmige Engel“, so genannte “Wächter“, als Helfer für Noah auftreten lässt. Dabei verwechselt Aronofsky die so genannten “Nephilim“ mit den Engeln Gottes. In der Heiligen Schrift finden wir so etwas nicht. Der einzige Helfer, den der biblische Noah hatte, war der allmächtige Gott. Für den Film wurden auch andere Veränderungen am Text des biblischen Berichts vorgenommen. So hat der Film-Noah z. B. eine Adoptivtochter namens Ila. Auch zu einer solchen Adoptivtochter finden wir keinen Hinweis in der Heiligen Schrift.
Da der biblische Analphabetismus in Europa weit fortgeschritten ist, werden viele Zuschauer diese Abweichungen vom biblischen Original sicher gar bemerken. Für die meisten Kinobesucher wird dieser Film nichts anderes als ein weiterer “Fantasystreifen“ sein. Aus diesem Grund hatte ich in meinem vorausgehenden Artikel zu diesem Film (Klick!) dazu aufgerufen, dafür zu beten, dass Menschen, die diesen (weltweit in die Kinos kommenden) Film sehen, in ihren Herzen von Gott angerührt werden, dass sie  motiviert werden, sich mit dem echten Noah und seiner Geschichte zu befassen, wie sie uns in der Bibel (1. Mose 5 – 10) überliefert wird. Das ist umso wichtiger, wenn wir uns vor Augen führen, wie aktuell die Geschichte des biblischen Noahs ist und welche Relevanz sie gerade für uns heute hat.

Noahs Zeit – unsere Zeit

Zwei Evangelien berichten uns davon, dass der Herr Jesus Christus, als Er von den letzten Tagen dieser Erde sprach, diese Zeit mit der Zeit Noahs verglichen hat:

“Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging;und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.“

(Matthäus 24, 37 – 39; SCHL’2000)

“Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle.

(Lukas 17, 26 – 27; SCHL’2000)

Die Menschen zur Zeit Noah werden uns als Personen geschildert, die ihrer täglichen Routine nachgingen – sie aßen, sie tranken …. Es waren Menschen mit einer gewissen “Zukunftsperspektive“, sie gründeten Familien und sorgten so für den Fortbestand ihrer Gesellschaft – sie heirateten und ließen sich heiraten … Alles ging seinen Gang – wie immer. Dabei beachteten diese Menschen jedoch nicht, dass sie in ihrem Denken und Handeln völlig von Gott und Seinem Willen abgefallen waren. Die Heilige Schrift berichtet uns:

“Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.“

(1. Mose 6, 5 – 7; SCHL’2000)

Gott erwählte Noah, nicht nur um die bekannte Arche zu bauen, sondern auch, um die Menschen mittels der Predigt zur Umkehr zu Gott zu bewegen (2. Petrus 2, 5). Jeder, der sich von seinem gottlosen Wandel abwandte, sollte gerettet werden. Doch wie wir wissen, gab es nur wenige, 8 Menschen, die dieses Angebot annahmen (1. Petrus 3, 20).
Auch heute gehen die meisten Menschen in ihrer täglichen Routine auf und sind damit zufrieden. Sie haben sogar eine gewisse Zukunftsperspektive –  sie heiraten, bekommen Kinder. Es scheint, als würde das Leben immer so weiter gehen. Dabei ist vielen gar nicht bewusst, wie weit diese Welt von Gott und Seinem guten Willen abgewichen ist. Die vielfältigen Probleme unserer Gegenwart haben ihre Wurzel darin, dass das “Geschöpf ohne den Schöpfer bald erschöpft ist“, wie ein Sprichwort sagt.  Eine Schöpfung, die sich von ihrem Schöpfer loslöst, kann keinen dauerhaften Bestand haben. Sie gerät aus dem Gleichgewicht und wird am Ende im Chaos versinken. Wie in den Tagen Noahs so ruft Gott auch heute jeden Menschen zur Umkehr. Durch die Predigt des Evangeliums lädt Er seit fast 2000 Jahren jeden Menschen dazu ein, Seine Rettung, die Erlösung in Jesus Christus (Johannes 3, 16) anzunehmen. Er, der Sohn Gottes, der Erlöser der Welt, ist die “Arche“ der Gegenwart. Wer an Ihn glaubt, ist gerettet für Zeit und Ewigkeit (Johannes 10, 10) und wird nie mehr verloren gehen. Gott wird neue Himmel und eine neue Erde schaffen (2. Petrus 3, 13; Jesaja 65, 17; Offenbarung 21, 1). Doch dazu wird diese gegenwärtige Schöpfung vergehen müssen. Die Heilige Schrift kündigt an, dass die Gnadenzeit, in der wir gegenwärtig leben, ein Ende finden wird. So, wie es einen Tag gab, “an dem Noah in die Arche ging“ und “Gott hinter ihm zuschloss“ (1. Mose 7, 16), so wird auch der Tag kommen, an dem der Herr Jesus Christus zurückkehren und diese Welt richten wird (Matthäus 24, 27 – 30). Das Reich Gottes wird sich nicht langsam unter den Menschen irgendwie etablieren. Die Menschen werden auch nicht eines Morgens aufwachen und voller Überraschung feststellen, dass sie nun im Reich Gottes sind. Jeder Lebende wird erleben, wie diese Reich aufgerichtet wird, nämlich durch den wiedergekommenen König dieses Reiches – Jesus Christus.
Als der Herr Jesus Christus davon sprach, dass es in den “Tagen des Menschensohnes“ (Lukas 17, 26 – 27) auf der Erde so zugehen wird, wie in den Tagen Noahs, da bezog Er sich auf die Zeit, die kurz vor dem Beginn der Herrschaft des Menschensohnes, also Seiner Herrschaft, auf Erden sein würde. Wie zur Zeit Noahs, so werden die Menschen auch in der Zeit kurz vor der Wiederkunft Christi das Gnadenangebot Gottes ablehnen (vgl.  Matthäus 24, 37 – 39; 2. Petrus 2, 5). Zur Zeit Noahs war die Bosheit der Menschen groß “und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse“ (1. Mose 6, 5). “
Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat“ (1. Mose 6, 11). Dieselben Zustände werden diese Erde vor dem Kommen des Sohnes Gottes beherrschen. Trotzdem werden Menschen ihrer Alltagsroutine nachgehen und denken, dass es immer so weiter gehen wird. Sie werden essen und trinken, heiraten und sich heiraten lassen. Die Wiederkunft Jesu Christi wird diese Alltagsroutine jedoch abrupt beenden und dem Gericht Gottes werden diese Menschen genauso unvorbereitet gegenüberstehen, wie die Menschen  zur Zeit Noahs der Flut (vgl. Matthäus 25, 31 – 46; 2. Petrus 3, 1 – 7).
Deshalb ist es so wichtig, dass wir heute in der Zeit der Gnade, Gottes Wort verkündigen und jeden Menschen zur Umkehr zu Gott einladen. Dazu kann auch der Film “NOAH“ dienen und mag er noch so viele Fehler und Verdrehungen enthalten. Vielleicht gibt gerade ein Gespräch über die Differenzen, die dieser Film zum biblischen Bericht aufweist, einem anderen Menschen (einem Kollegen, Mitschüler, Nachbarn, Freund), den entscheidenden Anstoß, sein Leben im Licht Gottes zu überdenken.
Darum noch einmal: Beten wir dafür, dass Menschen durch die Lebensgeschichte des Noah sich Gott zuwenden und zum Glauben finden. Beten wir dafür, dass Menschen auf diese Weise den Ernst der Lage erkennen, in der sich unsere Welt heute befindet (vgl. 2. Petrus 3, 1 – 7) und durch ein Leben mit Gott neue  Hoffnung schöpfen. Beten wir dafür, dass viele Christen diesen Film zum Anlass nehmen, um mit ihren Mitmenschen über den Glauben an Gott, das Evangelium und die Erlösung in Jesus Christus – der die einzige, wahre “Arche“ der Gegenwart ist – ins Gespräch kommen, damit noch viele Menschen erleben, was Noah erlebte:

“Noah aber fand Gnade vor dem Herrn.“

(1. Mose 6, 8)

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Eine Antwort zu NOAH – und warum seine Geschichte so aktuell wie nie ist

  1. Gast schreibt:

    Der Film passt 100%ig in unsere jetzige Zeit.
    Traurig, aber wahr.

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