Hintergrund 23: Das Markusevangelium (1)

 

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Der Anfang des Markusevangeliums im „Book of Durrow“ (Buch von Durrow, lat. Codex Durmachensis),der ältesten irisch-sächsischen Abschrift der biblischen Evangelien. * Foto: By Anonymous (Unknown) [Public domain], via Wikimedia Commons

Zum historischen Hintergrund des Markusevangeliums

Wie in allen anderen Evangelien, so finden wir auch im Markusevangelium keine namentliche Kennzeichnung durch den Evangelisten. Für die Autorenschaft des Markus gibt es jedoch schon in der frühen Christenheit zahlreiche Zeugnisse und Hinweise. Den  ältesten dieser  Hinweise  finden wir in der Kirchengeschichte des Eusebius von Cäsarea um ca. 326. Dort zitiert Eusebius aus der “Auslegung der Worte des Herrn“, einer Schrift des  Papias von Hierapolis, dessen Tod auf das Jahr 140 n. Chr. datiert wird. Das Werk des Papias ist in seiner Gesamtheit leider verloren gegangen, in Teilen ist es jedoch durch die Schriften anderer, so genannter  “Kirchenväter“ überliefert worden. Nach Eusebius zitierte Papias “den Ältesten“, eine Bezeichnung, mit der sich der Apostel Johannes in seinen Briefen charakterisiert (vgl. 2. Johannes 1, 1; 3. Johannes 1, 1). Von diesem wusste Papias zu berichten, dass Markus dieses Evangelium verfasst hatte. Der Evangelist, der ein enger Begleiter und Schüler des Petrus war (vgl. 1. Petrus 5, 13), nutzte demnach die Berichte des Apostels und anderer Augenzeugen, um sein Evangelium zu verfassen. Die Augenzeugenschaft des Petrus wird an verschiedenen Stellen in seinem Evangelium deutlich (vgl. Markus 1, 29 + 35 – 36; Markus 3, 16; Markus 11, 21; und Markus 16, 7). Nach dem Zeugnis “des Ältesten“, den Papias zitiert, handelt es sich bei dem Evangelium des Markus, obwohl es nicht chronologisch aufgebaut wurde, um einen vollständigen und glaubhaften Bericht. Eine weitere, die Autorenschaft des Markus unterstützende Quelle, ist der so genannte “Anti-Marcionitische-Prolog“, dessen Entstehung in die Zeit zwischen 160 – 180 n. Chr. datiert wird. In diesem wird ebenfalls gesagt, dass Markus seine Informationen von dem Augenzeugen Petrus erhielt und dass er das Evangelium nach dessen Tod verfasst habe. Letzteres wird auch von Irenaeus von Lyon (ca. 135 – 202 n. Chr.) bestätigt. Unterstützt wird die Autorenschaft des Markus u.a. durch die Schriften von Justin dem Märtyrer (ca. 100 -165 n. Chr.), Clemens von Alexandria (ca. 150 – 215 n. Chr.), Tertullian (ca. 150 – 220 n. Chr.), dem Kanon Muratori (im Original datiert auf ca. 200 n. Chr.) und Origenes (ca. 185 – 254 n. Chr.). Diese Aussagen sind in ihrer Gesamtheit ein starker Beleg für Markus als Verfasser dieses Evangeliums, denn sie stammen nicht nur aus der frühchristlichen Zeit gegen Ende des 2. Jahrhunderts, sondern sie spiegeln, da sie aus den verschiedensten Regionen stammen (Rom in Italien, Alexandria in Ägypten und der Provinz Kleinasien, der heutigen Türkei), die Überzeugungen eines großen Teils der damaligen Christenheit wider.
Die Entstehung des Markusevangeliums wird auf die Zeit zwischen 63 – 70 n. Chr. datiert. Einige Quellen sprechen davon, dass Markus sein Evangelium nach dem Tod des Petrus verfasst habe, andere dagegen sagen, dass das Evangelium gegen Ende des Lebens des Petrus entstanden sei. Geht man davon aus, dass Petrus um 64 n. Chr. den Märtyrertod erlitt, dann kann das Evangelium kurz vor oder nach diesem Zeitpunkt entstanden sein. Andererseits finden wir im Markusevangelium (wie in den anderen drei Evangelien) keinen Hinweis auf die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. Daraus schließen viele Kommentatoren, dass das Markusevangelium (und die drei anderen Evangelien) vor diesem Ereignis verfasst wurden. Da die Zerstörung des jüdischen Tempels die Erfüllung einer Prophetie Jesu darstellt (vgl. Matthäus 24, 1 – 3; Markus 13, 1 – 2; Lukas 21, 5 – 9), wäre dieses Ereignis mit Sicherheit von allen Evangelisten erwähnt worden. 

Zur Person und zum Dienst des Markus

Viele Kommentatoren gehen davon aus, dass es sich bei dem Evangelisten Markus um jenen Johannes Markus handelt, der uns in verschiedenen Stellen des Neuen Testaments begegnet (siehe dazu Apostelgeschichte 12, 12 + 25; Apostelgeschichte 13, 5 + 13; Apostelgeschichte 15, 36 – 39; Kolosserbrief 4, 10; Philemon 24; 2. Timotheus 4, 11 und – wie bereits erwähnt – 1. Petrus 5, 13).
Über sein Leben ist nur  wenig bekannt: Aus Apostelgeschichte 12, 12 erfahren wir, dass Johannes Markus der Sohn einer Frau mit Namen Maria war. Diese besaß ein Haus in Jerusalem, das ganz offensichtlich schon früh als Treffpunkt der Gläubigen genutzt wurde. Denn nach seiner Befreiung aus dem Gefängnis suchte Petrus genau dieses Haus auf. So ist es auch nachvollziehbar, dass Johannes Markus den Apostel Petrus schon sehr früh kennen gelernt haben kann. In 1. Petrus 5, 13 bezeichnet Petrus ihn als “seinen Sohn“. Es kann sein, dass Petrus damit sein enges Verhältnis zu Johannes Markus zum Ausdruck bringen wollte. Es ist aber auch möglich, dass Johannes Markus durch den Dienst des Apostels zum Glauben gekommen war und Petrus dies hier – ähnlich wie Paulus in 1. Timotheus 1, 2 + 18 bzgl. Timotheus – durch das Wort “Sohn“ andeutet.
Als Neffe des Apostels Barnabas begleitete Johannes Markus diesen und Paulus auf ihrer ersten Missionsreise. Allerdings verließ er die Apostel bereits in Perge wieder. Aus diesem Grund lehnte Paulus seine Mitnahme bei weiteren Reisen später ab (vgl. Apostelgeschichte 15, 37 – 41). Während der Gefangenschaft des Paulus in Rom veränderte sich jedoch das Verhältnis zwischen ihm und Johannes Markus. In 2. Timotheus 4, 11 kann der Apostel ihn nun als einen nützlichen Mitarbeiter bezeichnen. Wir können also feststellen, dass Johannes Markus – zumindest später – nicht nur eine vertraute Beziehung zu Petrus, sondern auch zu Paulus hatte. Dass Petrus ebenfalls zusammen mit Markus in Rom gewesen sei, ist nicht bestätigt. Einige Kommentatoren sehen in 2. Petrus 1, 15 – 16 einen Hinweis darauf, dass Petrus, Johannes Markus mit der Abfassung dieses Evangeliums beauftragte und ihn deshalb gründlich über die Dinge, die er während dessen irdischen Dienstes Jesu als dessen Jünger erlebte, unterrichtete. Dort heißt es:

Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit auch nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behalten könnt. Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“

(2. Petrus 1, 15 – 16; LUTH’84)

Zur Zielgruppe des Markusevangeliums

Die Zielgruppe des Markusevangeliums waren römische Leser. Dies wird u.a. daran deutlich, dass Markus die jüdischen Sitten, die er erwähnt, auch erklärt (vgl.  Markus 7, 3 – 4; 14, 12; 15, 42). Im Gegensatz zum Matthäusevangelium, das viele alttestamentarische Prophetien enthält und damit ganz offensichtlich auf eine jüdische Leserschaft abzielt, erwähnt Markus nur wenige alttestamentarische Prophezeiungen. Daraus können wir schließen, dass  diese seinem Leserkreis weder bekannt waren, noch für denselben eine größere Bedeutung hatten. Außerdem übersetzte der Evangelist die aramäischen Begriffe des Judentums für seine  Leser (vgl. Markus 3, 17; 5, 41; 7, 11; 7, 34; 10, 46; 14, 36; 15, 22; 15, 34) und benutzt an anderen Stellen lateinische Worte (so z.B. “modius” für “Scheffel” [Markus 4, 21], “census” für “Steuer” [Markus 12, 14], “speculator” für “Henker” [Markus 6, 27], “centurio” für “Hauptmann” [Markus 15, 39; 15, 44 – 45] und andere. Für die meisten dieser Begriffe gab es griechische Entsprechungen/Übersetzungen. Doch scheint Markus die lateinische Form zu benutzen, weil sie seinen Lesern gebräuchlicher bzw. vertrauter war. Für eine römische Leserschaft spricht auch, dass der Evangelist die römische Zeiteinteilung (vgl. Markus 6, 48 und Markus 13, 35) benutzt.
Aus Markus 8, 34 – 38 und Markus 13, 9 – 13 haben Kommentatoren den Schluss gezogen, dass Markus, indem er diese Aussagen erwähnt, besonders die Christen stärken und ermutigen wollte, die Verfolgungen und Martyrium um ihres Glaubens willen erleiden mussten. Davon waren besonders Christen in Rom und etlichen anderen Regionen des römischen Reiches betroffen.
Im Gegensatz zu den Griechen befassten sich die Römer weniger mit Philosophie, sie waren auch nicht an Theologie interessiert, wie die Juden, sondern mehr an Fakten. Diesem Interesse kam Markus mit seinem Evangelium entgegen. Es ist das kürzeste bzw. komprimierteste Evangelium und lässt alle Dinge, die für einen römischen Leser uninteressant sein könnten (z.B. die für einen jüdischen Leser wichtigen Geschlechtsregister) aus.

Aufteilung und Inhaltsübersicht des Markusevangeliums

Das Evangelium des Markus umfasst nur 16 sehr komprimierte Kapitel, die sich in acht größere Blöcke aufteilen lassen:

Der erste Block  (Markus 1, 1 – 13) stellt die Einleitung des Evangeliums dar. Wir können diesen Block in zwei Abschnitte unterteilen: Abschnitt 1 (Markus 1, 1) gibt dem gesamten Buch seinen Titel. In Abschnitt 2, der Markus 1, 2 – 13 umfasst, werden uns drei wichtige Ereignisse im Leben Jesu berichtet, die eine Vorbereitung auf seinen Dienst darstellen: a) der Dienst Johannes des Täufers (Markus 1, 2 – 8), b) die Taufe Jesu (Markus 1, 9 – 11) und c) die Versuchung Jesu (Markus 1, 12 – 13).

Block II, den man von Markus 1, 14 bis Markus 3, 6, fassen kann und der uns von dem frühen Dienst Jesu  in Galiläa berichtet, enthält vier größerer Abschnitte:
Abschnitt 1 (Markus 1, 14 – 20) befasst sich mit den Anfängen des Dienstes Jesu. Er gibt uns dabei auch Einblick in die Botschaft, die der Herr verkündigte (Markus 1, 14 – 15) und in die Umstände der Berufung der 12 Jünger des Herrn (Markus 1, 16 – 20). In Abschnitt 2 (Markus 1, 21 – 34) wird uns die Autorität Jesu vor Augen gestellt. Markus berichtet hier von der vollmächtigen Verkündigung Jesu in der Synagoge in Kapernaum (Markus 1, 21 – 28), von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus (Markus 1, 29 – 31) und von vielen anderen Heilungen, die der Herr dort vollbrachte (Markus 1, 32 -34). Im dritten Abschnitt dieses Blocks (Markus 1, 35 – 45), liegt der Schwerpunkt auf dem frühen Dienst Jesu in Galiläa. Erwähnt werden die ersten Predigten des Herrn in diesem Gebiet (Markus 1, 35 – 39) und die Heilung des Leprakranken (Markus 40 – 45). Der vierte und letzte Abschnitt dieses Blocks (Markus 2, 1 – Markus 3, 6) befasst sich mit den Konflikten zwischen dem Herrn und den jüdischen religiösen Autoritäten. Als erstes wird uns in Markus 2, 1 – 12 von der Heilung des Gelähmten berichtet, In deren Folge es zu Spannungen mit den Pharisäern und Schriftgelehrten kam. Danach lesen wir von der Berufung des Levi und dem Fest, das dieser Zöllner ausrichtete (vgl. Markus 2, 13 – 17). Die Teilnahme Jesu bei diesem, von einem von den Schriftgelehrten und Pharisäern als  Sünder verachteten Menschen, löst erneut Spannungen aus. In Markus 2, 18 – 22 stellen die Pharisäer Jesus dann wegen des Fastens zur Rede. Abschließend kommt es in Markus 2, 23 – Markus 3, 6 zu der bekannten Auseinandersetzung über die Sabbatfrage.

Block III (Markus 3, 7 – Markus 6, 6) beschreibt den späteren Dienst Jesu in Galiläa und kann in drei Abschnitte aufgeteilt werden. Abschnitt 1 (Markus 3, 7 – 19) berichtet uns davon, wie sich der Dienst Jesu ausweitete.  Dies wird von dem Evangelisten insbesondere durch Berichte über eine Vielzahl von Heilungen und Befreiungen zum Ausdruck gebracht (vgl. Markus 3, 7 – 12). Danach lesen wir  (erneut) von der Auswahl und Berufung der 12 Jünger des Herrn (Markus 3, 13 – 19). In dem zweiten Abschnitt dieses Blocks (Markus 3, 20 – Markus 4, 34) erkennen wir, wie die Ablehnung Jesu zunimmt und welche Folgen sie hat. Zuerst wird uns die wachsende Zurückweisung Jesu geschildert (Markus 3, 20 – 35). Als Reaktion darauf lehrt der Herr nunmehr in Gleichnissen, die die Ihn Ablehnenden nicht verstehen können (vgl. Markus 4, 1 – 34). Im dritten Abschnitt geht es erneut um die Demonstration der Vollmacht Jesu und wie diese – insbesondere durch die Nazarener – abgelehnt wird (Markus 4, 35 – Markus 6, 6). In Markus 4, 25 – Markus 5, 43 finden sich verschiedene Beispiele der Vollmacht Jesu über die Natur, über böse Geister und über Krankheit. Markus 6, 1 – 6  schildert dann die Ablehnung Jesu durch die Bewohner von Nazareth.

Block IV, den wir von Markus 6, 6 – Markus 8, 30 fassen können, zeigt uns den Umgang Jesu mit Seinen Jüngern und wie Er sich diesen immer mehr offenbart. Wir können diesen Block in drei Abschnitte unterteilen. Abschnitt 1 befasst sich mit dem Auftrag der 12 Jünger des Herrn (Markus 6, 6 – 30). Zuerst schildert uns Markus die  Aussendung und Beauftragung der Zwölf (Markus 6, 6 – 13). Dann berichtet er von der Hinrichtung Johannes des Täufers (Markus 6, 14 – 29), woran er einen Bericht über die Rückkehr der Jünger anschließt (Markus 6, 30). Im zweiten Abschnitt dieses Blocks (Markus 6, 31 — Markus 7, 37) geht es dann um die Offenbarung Jesu gegenüber Seinen Jüngern. Zuerst erwähnt der Evangelist die Speisung der 5.000 (Markus 6, 31 – 44), dann das Wandeln Jesu auf dem See und Seine Rückkehr nach Galiläa (Markus 6, 45 – 56), sowie die Auseinandersetzung Jesu mit dem Pharisäern und Schriftgelehrten bzgl. der Frage der kultischen Unreinheit (Markus 7, 1 – 23), die Heilung der  Frau aus Syrophönizien durch den Herrn (Markus 7, 24 – 30) und die Heilung des Taubstummen (Markus 7, 31 – 36). Abschnitt 3 geht ein weiteres Mal auf die Selbstoffenbarung des Herrn gegenüber Seinen Jüngern ein (Markus 8, 1 – 30). Zuerst wird uns die Speisung der 4.000 geschildert (Markus 8, 1-9), dann die Rückkehr Jesu und der Jünger nach Galiläa (Markus 8, 10). Daran schließt sich ein Bericht über den Konflikt mit den Pharisäern an, in den der Herr angesichts der Zeichen, die Er vollbrachte, geriet (Markus 8, 11 – 13). Anschließend lesen wir von der  Lehre Jesu über den Sauerteig der Pharisäer und des Herodes (Markus 8, 14 – 21), der Heilung des Blinden in der Nähe von Bethsaida (Markus 8, 22 – 26) und dem Bekenntnis des Petrus (Markus 8, 27 – 30).

Block V (Markus 8, 31 – Markus 10, 52) berichtet uns dann von dem Weg, den der Herr nach Jerusalem und damit zu Seiner göttlichen Bestimmung als Erlöser der Menschheit, einschlägt. Diesen Block können wir in drei größere Abschnitte einteilen. Das Hauptthema des 1. Abschnitt ist die erste Ankündigung des Leidens Jesu und die daraus folgende Lehre für die Jünger  (Markus  8, 31 – Markus 9, 29). Dabei werden zuerst die prophetische Leidensankündigung Jesu (Markus 8, 31 – 33) und im Anschluss daran die Bedingungen für die Nachfolge Jesu betrachtet (Markus 8, 34 – Markus 9, 1). Es folgen der Bericht über die Verklärung Jesu auf dem Berg (Markus 9, 2 – 8), die Rede über das Kommen Elias (Markus 9, 9 – 13) und die Befreiung des epileptischen Knaben (Markus 9, 14 – 29). Im zweiten Abschnitt dieses Blocks geht es um die zweite Leidensankündigung und die damit verbundene Lehre für die Jünger (Markus 9, 30 – Markus 10, 31). Zuerst lesen wir von der prophetischen Leidensankündigung Jesu (Markus 9, 30 – 32), an die sich die Warnung vor den Fallstricken, vor denen sich die Jünger vorsehen sollen (Markus 9, 33 – 50) und eine Belehrung über die Opfer der Nachfolge  (Markus 10, 1 – 31) anschließt.  Abschnitt 3 enthält die dritte Leidensankündigung Jesu und die  Lehre, die die Jünger daraus ziehen sollen (Markus 10, 32 – 52). Auch hier spricht Markus zuerst von der prophetischen Ankündigung des Leidens Jesu (Markus 10, 32 – 34), danach von der  Lehre Jesu über das Dienen (Markus 10, 35 – 45). Es folgt ein Bericht über die Heilung eines Bilden nahe Jerichos (Markus 10, 46 – 52).

In Block VI geht es dann um den Dienst Jesu in Jerusalem (Markus 11, 1 – Markus 13, 37). Diesen Block können wir in zwei große Abschnitte aufteilen. Abschnitt 1 umfasst Markus 11, 1 – 26 und berichtet uns davon, wie der Erlöser dem Volk vorgestellt wird: Sein triumphaler Einzug in Jerusalem (Markus 11, 1 – 11) und das Urteil Jesu über die ungläubigen Israeliten (Markus 11, 12 – 26). Im zweiten Abschnitt wird uns die Lehre Jesu im Tempel (Markus 11, 27 – Markus 12, 44), die Kontroverse über Seine Vollmacht (Markus 11, 27 – Markus 12, 12), die Kontroverse über Seine Lehre (Markus 12, 13 – 37) und die Verurteilung der Heuchelei durch den Herrn (Markus 12, 38 – 44) geschildert. Daran schließt sich als dritter Abschnitt (Markus 13, 1 ff.) die Ölbergrede Jesu an. Der Evangelist berichtet zuerst, wie es zu dieser Rede kam (Markus 13, 1 – 4) und schildert dann die sechs Abschnitte dieser Rede: 1) Die Warnung vor Verfürhung (Markus 13, 5 – 8), die Warnungen vor persönlichen Bedrängnissen während dieser Verführungen (Markus 13, 9 – 13), die Ankündigung der kommenden Krise (Markus 13, 14 – 23), die Ankündigung der Wiederkunft des Menschensohnes (Markus 13, 24 – 27), die Beschreibung der Zeit, in der der Herr wiederkommen wird (Markus 13, 28 – 32) und die abschließenden Ermahnungen Jesu (Markus 13, 33 – 37).

Block VII (Markus 14, 11 – Markus 15, 47) ist ganz dem Leiden Jesu gewidmet und kann in zwei Abschnitte unterteilt werden. Im ersten Abschnitt (Markus 14, 1 – 52) geht es um die zu erwartenden Leiden Jesu. Dabei stehen zwei Arten des Leidens im Fokus: Jesu Leiden aufgrund von Verrat (Markus  14, 1 – 11) und aufgrund von Verlassenheit durch Seine Jünger (Markus 14, 12 – 52). Der zweite Abschnitt betrachtet dann das Ausharren Jesu in Seinen Leiden (Markus 14, 53 – Markus 15, 47). Der Evangelist berichtet uns dabei zuerst von der Verhandlung Jesu vor dem jüdischen Hohenpriester, also dem religiösen Gericht (Markus 14, 53 – Markus 15, 1) und dann von der Verhandlung Jesu vor dem römischen Statthalter, dem weltlichen Gericht (Markus 15, 2 – 20). Abschließend berichtet uns Markus von der Kreuzigung, dem Tod und der Grablegung Jesu (Markus 15, 21 – 47).

Der achte und letzten Block (Markus 16, 1 ff.) enthält den Bericht über die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi. Er teilt sich in zwei kurze Abschnitte. In Abschnitt 1 (Markus 16, 1 – 8) wird uns die Ankündigung Jesu bzgl. Seiner Auferstehung geschildert. Der zweite Abschnitt berichtet von den Erscheinungen des Auferstandenen (Markus 16, 9 – 18) und Seiner Himmelfahrt (Markus 16, 19 – 20).

Fortsetzung folgt

 

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