Weisheit erlangen – Anmerkungen zu Psalm 90, 1 – 17

books-1906534_1920

Weisheit * Foto: Richi Choraria via Pixabay

Für die Wortverkündigung am Mittwoch dieser Woche wurde ein Vers aus dem 90. Psalm gewählt. Zum besseren Verständnis betrachten wir diesen Vers im Zusammenhang des Abschnitts, in dem er vorkommt:

“Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes.Herr, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe geboren waren die Berge und du die Erde und den Erdkreis erschaffen hattest – ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.
Du lässt zum Staub zurückkehren den Menschen und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!
Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.
Du schwemmst sie weg, sie sind wie ein Schlaf; am Morgen wie Gras, das aufsprosst: Am Morgen blüht es und sprosst auf, am Abend wird es abgemäht und verdorrt.
Denn wir vergehen durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden wir weggeschreckt. Du hast unsere Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unser verborgenes Tun vor das Licht deines Angesichts. Denn alle unsere Tage schwinden durch deinen Grimm, wir bringen unsere Jahre zu wie einen Gedanken.
Die Tage unserer Jahre – es sind siebzig Jahre, und wenn in Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin. Wer erkennt die Stärke deines Zorns und, deiner Furcht gemäß, deinen Grimm?
So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!
Kehre wieder, HERR! – Bis wann? – Und lass es dich über deine Knechte gereuen! Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen. Erfreue uns nach den Tagen, da du uns gebeugt hast, nach den Jahren, da wir Böses gesehen haben! Lass deinen Knechten dein Tun erscheinen und deine Majestät über ihren Söhnen! Und die Huld des Herrn, unseres Gottes, sei über uns! Und befestige über uns das Werk unserer Hände; ja, das Werk unserer Hände, befestige es!“

(Psalm 90, 1 – 17 ÜELBEDHÜ, z. Vgl. Luther’84)

 

Zum Hintergrund: Das 4. Buch des Psalters

Wie ich bereits in den Anmerkungen zu anderen Psalmen geschrieben habe, ist es auch an dieser Stelle nicht möglich, den Hintergrund des großen und umfangreichen biblischen Buches der Psalmen in seinen Einzelheiten zu betrachten. Deshalb folgen auch hier nur einige grundlegende Informationen zum Buch der Psalmen, insbesondere zum 4. Buch des Psalters, in dem der heute zu betrachtende Psalm steht:
Das Buch der Psalmen (תְּהִלִּים bzw. תהילים, “Tehillim“ = die Preisungen/Lobpreisungen) ist das erste Buch der “Ketuvim“, d.h. der “Schriften“, also des dritten und letzten Abschnitts der jüdischen Heiligen Schrift. Der Begriff “Preisungen“ bzw. “Lobpreisungen“ ist sehr treffend gewählt für dieses biblische Buch, da jeder der 150 Psalmen, mit Ausnahme von Psalm 88, Lobpreisungen Gottes enthält.
Unser deutsches Wort “Psalm“ ist die eingedeutschte Form des griechischen Wortes “ψαλμός“ (“psalmos“) bzw. der “ψαλμοί“ (“psalmoi“), womit “Worte bzw. Lieder mit instrumentaler Begleitung“ bezeichnet wurden (vgl. Lukas 20, 42; Apostelgeschichte 1, 20).  Das gesamten Buches der Psalmen wurde in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der Septuaginta (LXX), als “ψαλτήριον“ (“psalterion“) bezeichnet. Darauf zurückgehend entwickelte sich unser Begriff “Psalter“, mit dem auch heute noch das ganze Buch bzw. die Gesamtheit der 150 Psalmen bezeichnet wird.

Traditionell wird das Buch der Psalmen in fünf große Abschnitte bzw. Bücher unterteilt:

Buch I (Psalm 1Psalm 41)

Buch II (Psalm 42Psalm 72)

Buch III (Psalm 73Psalm 89)

Buch IV (Psalm 90Psalm 106)

Buch V (Psalm 107 Psalm 150)

Auf wen diese Unterteilung zurückzuführen ist, ist genauso unbekannt, wie die Kriterien, nach denen die einzelnen Psalmen dem jeweiligen Buch zugeordnet wurden. Manche Kommentatoren sehen in dieser Aufteilung eine Parallele zu den fünf Büchern Mose, d.h. der Torah.
Das 4. Buch des Psalters, in dem wir den heute zu betrachtenden  Psalm finden, wird auch als “Buch des Königs“ bezeichnet, denn Gott wird in diesem Buch als König Israels angesprochen. Dieses Buch enthält insgesamt 17 Psalmen (Psalm 90Psalm 106). Von diesen 17 Psalmen stammt ein Psalm von Moses (Psalm 90), zwei weitere wurden von König David verfasst (Psalm 101; Psalm 103). Die restlichen 14 Psalmen stammen von Liederdichtern, die uns namentlich nicht bekannt sind. Dieses Psalmbuch beginnt mit einem Psalm von Mose (Psalm 90) und es endet mit einem Psalm, in dem es vorrangig um Mose geht (Psalm 106). Weitere Themen dieses Psalmbuches sind die Kürze des menschlichen Lebens, die zukünftige Herrschaft Gottes über diese Erde und wie der Mensch, dem diese Hoffnung verkündet wurde, darauf reagieren soll. Auch Gottes schöpferische und alles erhaltende  Kraft ist ein wichtiges Thema in diesen Psalmen
In Psalm 90 bittet Mose Gott das Volk Israel zu segnen und zwar insbesondere angesichts der Kürze und Fragilität des menschlichen Lebens. Der Eingangsvers erinnert an den Segen, den Mose den Stämmen Israels erteilt (5. Mose 33, 1). Kommentatoren gehen aufgrund seines Inhalts davon aus, dass dieser Psalm  während der Wüstenwanderung geschrieben wurde, eventuell  in Pisga (5. Mose 34, 1 f.).
Im Verlauf der Kirchengeschichte wurde dieser Psalm, neben 1. Korinther 15, zu einem festen Bestandteil von Beerdigungsliturgien und fand – in paraphrasierter Form – auch Eingang in das christliche Liedgut, so insbesondere in das bekannte Lied ‚‚O God, our help in ages past“ von Isaac Watts. (Dieses Lied wurde u.a. auch während des Trauergottesdienstes am 14.09.2001 für die Opfer der Terroranschläge des 11. September 2001 in der National Cathedral in Washington gesungen.)

Anmerkungen zu Psalm 90, 1 – 17

* “Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes. Herr, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht. Ehe geboren waren die Berge und du die Erde und den Erdkreis erschaffen hattest – ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott. Du lässt zum Staub zurückkehren den Menschen und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht. Du schwemmst sie weg, sie sind wie ein Schlaf; am Morgen wie Gras, das aufsprosst: Am Morgen blüht es und sprosst auf, am Abend wird es abgemäht und verdorrt.“Psalm 90, 1 – 6 –  Ein wichtiges Thema dieses Psalms ist, wie eingangs gesagt, die Kürze und Fragilität des menschlichen Lebens. Doch bevor Mose dieses Thema anspricht, widmet er die ersten Verse seines Psalms dem ewigen Gott. Alle Generationen zuvor haben in Ihm “Wohnung“, d.h. Schutz und Heimat, gefunden. Der ewige Gott ist “von Ewigkeit zu Ewigkeit“, d.h. Er überdauert die Schöpfung und damit auch das Leben eines jeden Menschen.
Aus Gottes ewiger Perspektive sind selbst 1.000 Jahre nur wie ein Tag (vgl. 2. Petrus 3, 8). Gott steht über der Zeit und wird von ihr – im Gegensatz zu uns geschaffenen Menschen – nicht eingeschränkt. Im Vergleich zur Ewigkeit Gottes sind die 70, 80 oder vielleicht 90 Jahre, die ein Mensch lebt, verschwindend kurz. Davon sprechen auch die Begriffe der Nachtwache, die nur vier Stunden betrug, der Wasserflut, die vorbei rauscht, des Schlafes, der Vergangenheit ist, sobald ein Mensch erwacht, des Grases, das schnell aufsprosst und bei Hitze oder wenn es gemäht wird, in Kürze verdorrt.

* “Denn wir vergehen durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden wir weggeschreckt. Du hast unsere Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unser verborgenes Tun vor das Licht deines Angesichts. Denn alle unsere Tage schwinden durch deinen Grimm, wir bringen unsere Jahre zu wie einen Gedanken. Die Tage unserer Jahre – es sind siebzig Jahre, und wenn in Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin. Wer erkennt die Stärke deines Zorns und, deiner Furcht gemäß, deinen Grimm? So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“90, 7 – 12  – Zuerst kommt Moses auf den Grund zurück, warum das menschliche Leben so kurz ist: Es ist die Sünde, die den Menschen vom ewigen Leben trennt (vgl. Römer 6, 23). Denn durch die Sünde hat sich der Menschen von Gott – und damit von der Quelle des Lebens  (Psalm 36, 9) – getrennt. Erst durch den Sündenfall, die willentliche Loslösung des Menschen von Gott, kam der Tod in die Welt und dadurch die Begrenzung des menschlichen Lebens.
Gottes Gericht über die Menschen, hier als “dein Zorn“ bezeichnet, hat nichts mit der menschlichen Emotion des Zorns gemeinsam. Gott zürnt und richtet nicht, weil Ihm danach ist oder Er es möchte. Sein Gericht entspricht Seiner Gerechtigkeit, Seinem gerechten Charakter. Auch das Gericht über den in Sünde gefallenen Menschen (1. Mose 3, 1 f.) war “nur“ die konsequente Folge des Gebotes Gottes (vgl. 1. Mose 2, 15 – 17) und damit gerecht.
Während Menschen sich mit der Illusion betrügen, es sei schon nicht so schlimm, was sie tun und Gott würde „Fünfe grade sein lassen“ (vgl. Psalm 10, 11; Psalm 94, 6 – 7), sind dem ewigen Gott selbst die Sünden, die wir vor anderen Menschen erfolgreich verbergen können, nicht unbekannt.
Da die Tage eines menschlichen Lebens begrenzt sind und kein Mensch weiß, wann er an das Ende seiner Tage gelangten wird, fordert Mose dazu auf, von Gott zu lernen und unsere “Tage zu zählen“ (Vers 12).  Das bedeutet, dass wir zuerst einmal erkennen, wie kurz unsere Lebensspanne im Vergleich zur Ewigkeit ist. Das Nachdenken über die Kürze, Fragilität und vielfältige Begrenztheit unseres Lebens soll uns dann zu der Erkenntnis führen, wie wichtig es ist, dass wir unsere Lebenszeit weise nutzen (vgl. Prediger 12, 1 – 7).
Die Weisheit, die hier angesprochen wird, hat nichts zu tun mit der “Weisheit“ der griechischen Philosophie, vor der wir an verschiedenen Stellen des Neuen Testaments eindrücklich gewarnt werden (Kolosser 2, 8 + 23; 1. Korinther 1, 17 – 24 + 30). Die Weisheit, nach der Gläubige streben sollen, ist die Weisheit, die allein Gott schenken kann (Daniel 2, 20 – 21; Jakobus 1, 5). Der Empfang dieser Weisheit ist nicht abhängig von der Erziehung oder Bildung, die ein Mensch genossen hat. Auch sozialer Status oder besondere finanzielle Mittel sind keine Bedingungen, um in den Genuss der Weisheit Gottes zu kommen. Die Heilige Schrift nennt uns zwei Voraussetzungen, die wir erfüllen müssen, um göttliche Weisheit zu empfangen:

  1. Gott in Demut und Ehrfurcht begegnen (Sprüche 1, 7; Sprüche 9, 10; Sprüche 11, 2; Sprüche 15, 33; Hiob 28, 28).
  2. Wir müssen mit einem so starken inneren Verlangen (hebr. “בָּקַשׁ“), mit solcher Leidenschaft und Ausdauer nach göttlicher Weisheit streben, als würden wir einen vergrabenen Schatz suchen (Sprüche 2, 1 – 5), wobei die Weisheit Gottes mit keinen irdischen Schatz zu vergleichen ist. Dieses Streben (das willentliche Anstrengung voraussetzt) nach göttlicher Weisheit soll sich gemäß Sprüche 2, 1 – 9 primär im Hören auf das Wort Gottes und im anhaltenden Gebet um göttliche Weisheit äußern. Denn die Weisheit, vor der die Heilige Schrift spricht, ist die Weisheit, die Gott uns in der Person Seines Sohnes (1. Korinther 1, 30; Kolosser 2, 1 – 3) und durch Sein Wort (Sprüche 2, 6; 1. Korinther 2, 13) geoffenbart hat bzw. offenbaren will. Der englische Ausleger William Kelly weist im Zusammenhang mit Sprüche 2, 1 f. darauf hin¹, dass wir in Lukas 10, 38 f. ein gutes Beispiel für das Streben nach göttlicher Weisheit finden. Der Evangelist Lukas berichtet uns in diesen Versen davon, wie der Herr Jesus Christus und Seine Jünger im Haus der Geschwister Martha, Maria und Lazarus in Bethanien aufgenommen werden. Während Maria sich in vielen Aktivitäten für die angekommenen Gäste ergeht, wählt Martha den Platz zu den Füßen des Herrn, um Seinen Worten zuzuhören. Als sich Maria über die “Untätigkeit“ ihrer Schwester Martha beschwert, wird sie von dem Herrn zurechtgewiesen. Nicht die selbst erwählte Aktivität Marias, sondern das Sprüche 2, 2 (“so dass du dein Ohr aufmerksam auf Weisheit hören lässt, dein Herz neigst zum Verständnis“) entsprechende Verhalten Marthas wird von Ihm als “das gute Teil“ bezeichnet, das es zu erwählen gilt. Heute steht der Aktionismus in vielen christlichen Kreisen hoch im Kurs. Man meint, durch spezielle “Events“ Menschen für den christlichen Glauben gewinnen zu können. Die “Ergebnisse“ sprechen eine beredte Sprache. Wieviel besser würden wir unseren Mitgläubigen und unseren Mitmenschen dienen können, wenn wir auf unseren selbst erwählten, dem Willen Gottes oftmals widersprechenden, Aktionismus verzichten und das “gute Teil“ erwählen würden?!

Während sich die “Weisheit“ der Philosophen in Spekulationen ergeht und maßgeblich eine Angelegenheit des Denkens ist, leitet die Weisheit Gottes den Gläubigen dazu an, die ewigen Dinge und Wege Gottes von vergänglichen Dingen und Wegen der Menschen zu unterscheiden und aus dieser Unterscheidung ganz konkrete, praktische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Die uns in der so genannten biblischen “Weisheitsliteratur“ vorgestellte göttliche Weisheit ist immer eine Weisheit, die sich im Leben unter Beweis stellt (vgl. Jakobus 3, 13 – 18!). Das hebräische Wort für Weisheit, “חָכמָה“ (“chokmah“) meint nicht nur eine “Liebe zur Weisheit“ (so das griechische Wort “φιλοσοφία“ (“philosophia“), sondern konkrete Weisheit im alltäglichen Leben. So wird “חָכמָה“ (“chokmah“) u.a. als Geschicklichkeit in der Kriegsführung, der Verwaltung bzw. der Regierung, als sittliches oder geistliches Verständnis,  als Klugheit und als Umsicht übersetzt.

* “Kehre wieder, HERR! – Bis wann? – Und lass es dich über deine Knechte gereuen! Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen. Erfreue uns nach den Tagen, da du uns gebeugt hast, nach den Jahren, da wir Böses gesehen haben!“ Psalm 90, 13 – 15 – Mose beendet seinen Psalm mit zwei Bitten. In den Versen 13 – 15 finden wir zuerst die Bitte um Gottes Güte und Barmherzigkeit für Sein Volk. Mose bittet, Gott möge mit Güte und Barmherzigkeit zu Seinem Volk zurückkehren. Das Entspricht seinem Wissen über den Charakter Gottes.  Für das Volk, das sich aufgrund seiner Sünde vor Gott beugen und “Böses“, d.h. die Folgen seiner Sünde, sehen musste (Psalm 31, 10; Psalm 39, 11), erbittet er nun Gottes Güte und Freude. Beides – Gottes Güte und Freude in Gott – sind auch Teil derer, die nach der Weisheit Gottes streben (Prediger 2, 26).

* “Lass deinen Knechten dein Tun erscheinen und deine Majestät über ihren Söhnen! Und die Huld des Herrn, unseres Gottes, sei über uns! Und befestige über uns das Werk unserer Hände; ja, das Werk unserer Hände, befestige es!“Psalm 90, 16 – 17 – Die zweite Bitte, die Mose an Gott heran trägt, ist die Bitte um Gottes Gegenwart unter und die Bitte um Gottes Segen über Seinem Volk. Nur auf diese Weise würde das kurze menschliche Leben von Freude erfüllt sein können. Nur durch die Gegenwart und den segen Gottes würde das Werk “ihrer Hände“ Bestand haben und nicht sinnlos vergehen.

Die neutestamentarische Anwendung

In 1. Korinther 10, 6 erklärt uns der Apostel Paulus:

“Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, (…)“

Welche Hinweise können wir aus Psalm 90, 1 – 17 für unser Leben als Christen entnehmen?

Gott hat die Schuld unserer Sünde/n weggenommen, als Sein Sohn am Kreuz für uns starb und dieses Handeln Gottes wurde in unserem Leben wirksam, als wir begannen, Jesus Christus als unserem Erlöser zu vertrauen. Doch auch wenn der Christ Erlösung erfahren hat und die ewigen Konsequenzen der Sünde von ihm genommen wurden, so ist er trotzdem noch immer den irdischen Folgen der Sünde – und damit dem Tod seines Leibes – unterworfen. Auch für einen Christen kann das – irdische Leben – kurz sein. Selbst die hingegebensten Gläubigen müssen sterben. Auch Christen tun daher gut daran, die in Psalm 90, 12 überlieferte Ermahnung zu befolgen, indem sie “ihre Tage zählen“ und mit leidenschaftlicher Ausdauer danach streben, Gottes Weisheit für jeden Tag dieses kurzen, fragilen Lebens zu durch die Gemeinschaft mit Gott im Gebet und durch das Hören auf Sein Wort empfangen. Indem wir in dieser Weisheit Seinen Weg für unser Leben gehen, werden wir nicht nur selbst Freude und Zuversicht empfangen, sondern auch in der Lage sein, einen ganz praktischen, nützlichen Beitrag  für unsere Umwelt zu leisten. 

Fußnoten:
¹= William Kelly: “Major Works“, Anmerkungen zu Proverbs 2, 1 f.; zitiert nach dem gleichnamigen Modul der “The Word“ Software,  V. 1.0

I'm part of Post A Day 2017

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Glimpses/Impulse, Predigt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hier ist Platz für Ihre Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s