Von Daniel und seinen Freunden lernen (1)

Daniellion

Daniel in der Löwengrube (Daniel’s Answer to the King), Briton Rivière 1890; Foto: After Briton Rivière [Public domain], via Wikimedia Commons

Von Daniel und seinen Freunden lernen (1):
Unsere christliche Identität kennen und leben

Die vier Phasen der Wegführung¹ der Israeliten nach Babylon gingen einher mit einer Art “Brain-Drain“: Zuerst wurden die Edlen und Intellektuellen deportiert (Daniel und seine Freunde). Später die Mittelschicht und anschließend sogar die Armen.

Die Edlen und Intellektuellen mussten körperlich gesund sein und sollten eine dreijährige Ausbildung am babylonischen Königshof absolvieren (Daniel 1, 3 – 4). Bemerkenswert ist, dass gleich zu Beginn dieser Ausbildung die Namen der hebräischen “Azubi’s“ in babylonische Namen geändert wurden (vgl. Daniel 1, 6 – 7). Das Ziel, das mit dieser Verordnung verfolgt wurde, war, dass die Israeliten ihre Wurzeln und damit auch ihre Identität verlieren sollten. Menschen ohne starke Wurzeln, Menschen, die sich ihrer Identität nicht bewusst sind, sind leichter zu manipulieren. Außerdem wollte man die Israeliten auf diese Weise der babylonischen Gesellschaft angleichen, damit sie von dieser gar nicht mehr unterschieden werden konnten:

Daniel (hebr. “Gott ist mein Richter“ oder “Gott verschafft mir Recht“) wurde in “Beltsazar“ umbenannt, was “Bel (Baal) schütze den König“ bedeutet. “Baal“ war der Name eines Fruchtbarkeitsgottes.

Aus Hananja (hebr. “Gott ist gnädig“) wurde “Sadrach“, was “Ich fürchte mich vor Aku“ bedeutet. Aku war der babylonische Mondgott.

Misael (hebr. “Wer ist wie Gott?“) hieß nun “Mesach“. Das bedeutet “Wer ist wie Aku [der Mondgott]?“

Und aus Asarja (hebr. “der HERR hilft“) wurde “Abednego“, der “Diener von Nebu/Nabu“. Nebu/Nabu war ebenfalls ein babylonischer Götze.

Auch für uns als Christen ist es wichtig, dass wir unsere geistlichen Wurzeln und unsere Identität in Christus kennen und dementsprechend im Alltags auch leben. Diese Welt möchte uns zu gern in ihre Schablone presse, uns ihrem Denken und Handeln anpassen, damit wir kein Zeugnis mehr für Gott und seine Wahrheit sind (vgl. Römer 12, 1 – 2). Damit wir diesem Anpassungsdruck widerstehen und ein Zeugnis für unseren Gott und das Evangelium sein können, müssen wir wissen, wie Gott uns sieht.

Was ist unsere Identität als Gläubige bzw. wie sieht/bezeichnet uns Gott? Nachfolgend ein kleiner, nicht vollständiger, Überblick aus Gottes Wort, der dazu anregen soll uns eingehend mit unserer Identität zu beschäftigen und entsprechend zu leben:

Berufene Jesu Christi: Römer 1, 6

Briefe Christi: 2. Korinther 3, 3

Brüder Christi: Lukas 8, 21; Johannes 20, 17

Brüder: Matthäus 23, 8; Apostelgeschichte 12, 17

Christen: Apostelgeschichte 11, 26; Apostelgeschichte 26, 28

Erben der Gnade des Lebens: 1. Petrus 3, 7

Erben der Verheißung: Hebräer 6, 17; Galater 3, 29

Erben des Heils: Hebräer 1, 14

Erben des Reiches: Jakobus 2, 5

Erben Gottes und Miterben Jesu Christi: Römer 8, 17; Galater 4, 7

Auserwählte Gottes, Heilige, Geliebte: Kolosser 3, 12; Titus 1, 1

Erwähltes Geschlecht: 1. Petrus 2, 9

Freigelassene des Herrn, Sklaven Christi: 1. Korinther 7, 22

Freunde Christi: Johannes 15, 15

Gefäße der Begnadigung: Römer 9, 23

Gefäße zur Ehre: 2. Timotheus 2, 21

Gehorsame Kinder: 1. Petrus 1, 14

Geliebte Brüder: 1. Korinther 15, 58

Geliebte Gottes, berufene Heilige: Römer 1, 7

Heilige und Geheiligte: 1. Korinther 1, 2

Geliebte Kinder: Epheser 5, 1

Gläubige: Apostelgeschichte 5, 14; 1. Timotheus 4, 12

Glieder Christi: 1. Korinther 6, 15; Epheser 5, 30

Gottselige: 2. Petrus 2, 9

Heilige Brüder: 1. Thessalonicher 5, 27; Hebräer 3, 1

Heilige Nation: 1. Petrus 2, 9

Heiliges Priestertum, ein geistliches Haus, lebendige Steine: 1. Petrus 2, 5

Jünger Christi: Johannes 8, 31; Johannes 15, 8

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) Abrahams: Galater 3, 7

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) Gottes, Söhne (a. Ü.: “Kinder“) der Auferstehung: Lukas 20, 36

Kinder der Freien: Galater 4, 31

Kinder der Verheißung: Römer 9, 8; Galater 4, 28

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) des Höchsten: Lukas 6, 35

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) des lebendigen Gottes: Römer 9, 26

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) des Lichts: Lukas 16, 8; Epheser 5, 8; 1. Thessalonicher 5, 5

Kinder des Tages: 1. Thessalonicher 5, 5

Söhne (a. Ü.: “Kinder“) des Vaters: Matthäus 5, 45

Kinder Gottes: Johannes 11, 52; 1. Johannes 3, 10

Knechte Christi: 1. Korinther 7, 22; Epheser 6, 6

Sklaven (a. Ü.: “Knechte“) der Gerechtigkeit: Römer 6, 18

Königtum von Priestern für Gott: Offenbarung 1, 6

Königliches Priestertum: 1. Petrus 2, 9

Lämmer der Herde Christi: Johannes 21, 15

Lebendige Steine: 1. Petrus 2, 5

Lichter der Welt: Matthäus 5, 14

Mensch Gottes: 1. Timotheus 6, 11; 2. Timotheus 3, 17

Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen: Epheser 2, 19

Miterben, Miteinverleibte, Mitteilhaber der Verheißung: Epheser 3, 6

Mitknechte: Offenbarung 6, 11

Salz der Erde: Matthäus 5, 13

Säulen im Tempel Gottes: Offenbarung 3, 12

Schafe Christi: Johannes 10, 1 – 16; Johannes 21, 16

Kinder Gottes: Johannes 1, 12; Philipper 2, 15; 1. Johannes 3, 1 – 2

Heilige und treue Brüder in Christus: Kolosser 1, 2

Volk Gottes: Hebräer 4, 9; 1. Petrus 2, 10

Eigentumsvolk, ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum: Titus 2, 14; 1. Petrus 2, 9

Fußnoten:

¹= 606/605 v. Chr.:  Einnahme Jerusalem und 1. Wegführung nach Babylon (Daniel 1, 1); 597 v. Chr.: 2. Wegführung nach Babylon (Hesekiel 1, 1 ff.); 586 v. Chr.: 3. Wegführung nach Babylon / Zerstörung der Stadt, des Tempels und der Stadtmauern (2. Chronika 36, 1 – 6); 582 v. Chr.: Die letzte, so genannte “kleine Wegführung“, die nur in Jeremia 52, 29 – 30 erwähnt wird;

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