Die Bedeutung biblischer Prophetie (8)

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Herbstwald * Foto: Erika Strackenbrock / pixelio.de

7. Zielgerichtetes Leben und Handeln

Ein gesundes Studium des prophetischen Wortes, das uns zur Erwartung unseres wiederkommenden Herrn und zur persönlichen Heiligung motiviert, wird uns auch anleiten, zielgerichtet zu leben und zu handeln. Die Heilige Schrift macht uns an zahlreichen Stellen deutlich, dass der Herr Jesus Christus jederzeit zur Entrückung (1. Thessalonicher 4, 13 – 17) Seiner Versammlung (= Gemeinde / Kirche) wiederkommen kann:

“(…) so dass ihr an keiner Gnadengabe Mangel habt, indem ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, (…)“

(1. Korinther 1, 7 ELBEDHÜ)

“(…)  Maranatha! (…)“

(1. Korinther 16, 22b ELBEDHÜ)

“Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.“

(Philipper 3, 20 – 21 ELBEDHÜ)

“Lasst eure Milde kundwerden allen Menschen; der Herr ist nahe.

(Philipper 4, 5 ELBEDHÜ)

“Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat – Jesus, der uns errettet von dem kommenden Zorn.“

(1. Thessalonicher 1, 9 – 10 ELBEDHÜ)

“Denn dieses sagen wir euch im Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit bei dem Herrn sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.

(1. Thessalonicher 4, 15 – 18 ELBEDHÜ)

“Ihr aber, Brüder, ihr seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. Also lasst uns nun nicht schlafen wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein.

(1. Thessalonicher 5, 4 – 6 ELBEDHÜ)

“(…) dass du das Gebot unbefleckt, unsträflich bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus, (…)“

(1. Timotheus 6, 14 ELBEDHÜ)

“Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufte und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken.“

(Titus 2, 11 – 14 ELBEDHÜ)

“(…) so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Mal denen, die ihn erwarten, ohne Sünde erscheinen zur Errettung.

(Hebräer 9, 28 ELBEDHÜ)

“Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, der Ackerbauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfängt. Habt auch ihr Geduld, befestigt eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen. Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.

(Jakobus 5, 7 – 9  ELBEDHÜ)

“Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird bei der Offenbarung Jesu Christi; (…)“

(1. Petrus 1, 13 ELBEDHÜ)

Die Zeit, in der alles zu seinem Ziel kommt, steht nahe bevor. Seid daher wachsam und besonnen und lasst euch durch nichts vom Beten abhalten.“

(1. Petrus 4, 7 NGÜ)

“(…) erhaltet euch selbst in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben.

(Judas 1, 21 ELBEDHÜ)

Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme!“

(Offenbarung 3, 11 ELBEDHÜ)

“Und siehe, ich komme bald. Glückselig, der die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!

(Offenbarung 22, 7 ELBEDHÜ)

Siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“

(Offenbarung 22, 12 ELBEDHÜ)

Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.“

(Offenbarung 22, 17 ELBEDHÜ)

“Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen; komm, Herr Jesus!

(Offenbarung 22, 20 ELBEDHÜ)

In keinem dieser Verse werden uns irgendwelche Voraussetzungen genannt, die sich noch erfüllen müssten, ehe der Herr Jesus Christus Seine Versammlung (= Gemeinde / Kirche)  entrücken könnte. (Ganz anders sieht es aus, wenn wir Sein Kommen zum Gericht über diese Welt betrachten, vgl. dazu “Unterscheidung: Die zwei Phasen des zweiten Kommens Christi“: Klick!) Ich möchte kurz die Auswirkungen dieser Tatsache aufzeigen:

  • Nach den Aussagen der Heiligen Schrift müssen wir also jederzeit mit dem Kommen des Herrn zur Entrückung der Gläubigen rechnen. Es kann sein, dass noch viele Dinge geschehen, ehe der Herr zur Entrückung kommt, doch es muss nichts mehr geschehen, ehe der Herr kommen könnte.
  • Da dieses Ereignis jederzeit eintreffen kann, ist es unmöglich seinen Zeitpunkt zu bestimmen oder zu berechnen. Allen spekulativen Berechnungen oder “Sonderoffenbarungen“ ist damit ein Riegel vorgeschoben.
  • Da dieses Ereignis jederzeit eintreffen kann und nicht von vorhergehenden Dingen abhängig ist, werden unsere Herzen darauf gelenkt, nach der Person unseres Erlöser Ausschau zu halten und nicht nach irgendwelchen Zeichen, die Sein Kommen ankündigen. Die Lehre von dem unmittelbar bevorstehenden Kommen Christi für die Gläubigen ist also eine auf Christus zentrierte Lehre – im Gegensatz zu allen Lehren, die behaupten, dass erst noch die große Trübsal, der Antichrist oder irgendetwas anderes eintreten müsste, ehe der Herr die Seinen entrücken könnte.
  • Während das Ereignis als solches uns sicher verheißen und verbürgt ist (Johannes 14, 1 – 3), wir also gewiss sein dürfen, dass es auf jeden Fall eintreffen wird, bleibt der Zeitpunkt desselben ungewiss, so dass wir es jederzeit erwarten, vorbereitet und wachsam sein sollten (1. Thessalonicher 5, 4 – 11).
  • Die Tatsache, dass unser Herr jederzeit zur Entrückung Seiner Versammlung (= Gemeinde / Kirche) kommen kann, zeigt auch, dass die Versammlung (= Kirche / Gemeinde) zuvor nicht durch die große Trübsal gehen wird. Denn wenn dem so wäre, dann wäre die große Trübsal ja ein Ereignis, dass der Entrückung vorausgehen müsste (vgl. “Zum Heil bestimmt – Anmerkungen zu 1. Thessalonicher 5, 1 – 11“: Klick!)

Der Glaube an das unmittelbar bevorstehende Kommen des Herrn für die Gläubigen ist der historische Glaube der Christenheit. Dies wird insbesondere an dem Gruß der ersten Christen deutlich, der uns durch den Apostel Paulus in 1. Korinther 16, 22 überliefert wird:

“(…) Maranatha (…)“

Dieser aus dem Aramäischen stammende Gruß bedeutet: “Unser Herr kommt!“ und kann auch als Bitte verstanden werden: “Unser Herr, komm!“ (vgl. Offenbarung 22, 20). Beide Stellen vermitteln uns einen tiefen Einblick in die Erwartungshaltung der ersten Christen.

Ein Christ, der sich bewusst ist, dass der Herr Jesus Christus an jedem Tag wiederkommen und ihn zu sich nehmen kann, wird seine Zeit nicht mehr mit unnützen Dingen vergeuden. Er wird im Gegenteil seine Zeit so planen und nutzen, dass aus seinem Handeln Frucht für den Herrn Jesus Christus entstehen kann. Welche Anliegen meines persönlichen geistlichen Wachstums sollte ich mit meinem Herrn im Gebet besprechen? Welchen biblischen Text/welches biblische Buch kann ich heute studieren, um meinen Gott und Erlöser noch besser kennenzulernen bzw. um Seinen Heilsplan mit dieser Welt noch besser zu verstehen? Welche biblischen Dinge verstehe ich noch nicht und mit wem könnte ich sie besprechen, damit ich im Verständnis des Wortes Gottes wachse? Für welche Menschen, die den Herrn Jesus Christus noch nicht kennen, könnte ich heute beten? Welchen Menschen, die noch nichts vom Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes gehört haben, könnte ich heute etwas davon weitersagen? Welchen Gläubigen oder Noch-nicht-Gläubigen könnte ich heute auf praktische Weise eine Hilfe/ein Zeugnis sein? Beten wir dafür, dass Gott uns die Werke zeigt, die Er für uns im Voraus bereitet hat, damit wir darin wandeln (Epheser 2, 10)? Verlieren wir uns in einem “christlichen Aktionismus“ oder hören wir noch, wenn unser Herr zu uns spricht: “Kommt ihr selbst her an einen öden Ort für euch allein und ruht ein wenig aus. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie fanden nicht einmal Zeit, um zu essen.“ (Markus 6, 31 ELBEDHÜ)? Beten wir täglich um Gottes Führung und Leitung durch den jeweiligen Tag (Psalm 86, 11)? Und noch wichtiger: Achten wir dann auch auf Seine Leitung oder verleben wir diesen Tag einfach so? Nehmen wir uns regelmäßig Zeit, um unser geistliches Wachstum vor Gott zu prüfen? Wenn wir unser Leben in der täglichen Erwartung unseres Herrn aufmerksam gegenüber Gott und wachsam gegenüber allen anderen Dingen führen, wenn wir Seiner Führung folgen und in den Werken wandeln, die Er für uns zuvor bereitet hat, dann bereiten wir uns in der richtigen Weise auf Sein Kommen vor:

“Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet.

(Offenbarung 19, 7 ELBEDHÜ)

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