Hingabe & Erneuerung als Voraussetzung, den Willen Gottes zu erkennen – Anmerkungen zu Römer 12, 1 – 2

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nachdenklich * Foto: Andreas Zöllick / pixelio.de


Der Bibelvers, der der Wortverkündigung am Sonntag dieser Woche zugrunde liegen soll, ist dem 12. Kapitel des Römerbriefes (zum Hintergrund des Römerbriefes siehe: Klick!) entnommen und wird nachfolgend in seinem Kontext betrachtet:

“Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, was euer vernünftiger Dienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

(Römer 12, 1 – 2 ELBEDHÜ; z. Vgl. LUTH’84)

 

Zum Hintergrund von Römer 12, 1 – 2

Nach der einleitenden Begrüßung (Kapitel 1, 1 – 15) und einer grundsätzlichen Bemerkung über den Inhalt des Evangeliums (Kapitel 1, 16 – 17) belehrt der Apostel die Versammlung (= Gemeinde/Kirche) über die Notwendigkeit der Erlösung, d.h. der Rechtfertigung, für alle Menschen (Kapitel 1, 18 – Kapitel 3, 20).

In den Kapiteln 3, 215, 11 erläutert Paulus wie der Mensch Erlösung empfängt (“allein aus Gnade, mittels des Glaubens“) und welche Folgen die Erlösung für den Menschen hat (“Frieden mit Gott“).

In Kapitel 5, 127, 13 wird dann die Stellung beschrieben, in die der Gläubige durch die Erlösung/Rechtfertigung versetzt wurde: Früher war er “in Adam“, jetzt ist er “in Christus“, früher war er “unter dem Gesetz“, jetzt aber ist er “begnadigt in Christus“, früher war er ein “Sklave der Sünde“, heute ist er ein “Sklave Gottes“.

Römer 7: Das Leben des Begnadigten unter dem Gesetz: Kapitel 7, 14 – 25 beschreibt das Leben eines Gläubigen, der zwar die Gnade Gottes an sich erfahren hat, aber immer noch der Meinung ist, die Grundlage seiner Beziehung zu Gott sei das Gesetz. Dieser Mensch lebt nach dem Grundsatz: “Wenn ich Gott in der rechten Weise diene, wird Er mir gnädig sein.“ Er erkennt zwar das Erlösungswerk in Christus an und ist dankbar dafür, bezieht sie aber nur auf seine Vergangenheit. Er kennt keinen wirklichen Frieden mit Gott in der Gegenwart und ist sich seines Heils nicht sicher. Er glaubt sich solange bei Gott angenommen, wie er entsprechend den Geboten Gottes handelt. Aber er ist sich nicht gewiss, dass er das Ziel des Glaubens auch wirklich erreicht. Kern seines Problems ist, dass er immer noch aus eigener Kraft erreichen will, was Gott schon für ihn getan hat.

Römer 8: Keine Verdammnis mehr! Diesem Denken tritt der Apostel Paulus im Römer 8 mit dem Evangelium entgegen. Von Vers 1 – 30 erklärt Paulus dem unter dem Gesetz verharrenden Gläubigen noch einmal ausführlich seine neue Stellung “in Christus“. Wer das Erlösungswerk angenommen hat, ist gerechtfertigt, ist nicht mehr “unter dem Gesetz“, muss keine Furcht vor dem Gericht mehr haben, sondern ist “begnadigt in Ihm“, ist “in Christus“ und hat deswegen “keine Verdammnis“ mehr zu erwarten (Römer 8, 1). Er darf sich am Frieden mit Gott und an der ewigen Sicherheit seines Heils erfreuen, denn seine Sicherheit ist nicht in seinen eigenen Werken begründet, sondern in dem Gott, der sich dem Sünder zuwendet (“Gott für uns“, Vers 31). Wie der verlorene Sohn aus Lukas 15, 11 – 24, der seinen falschen Weg bereut, zu seinem Vater umkehrt und von diesem mit “offenen Armen“ wieder aufgenommen wird, so darf jeder, der seine Sünde bereut und die Erlösung in Christus angenommen hat, sich seiner ewigen Annahme bei Gott gewiss sein.

Auch dem Erlösten ist es noch möglich zu sündigen und Sünde ist auch für ihn ist Sünde kein “Kavaliersdelikt“, denn sie verunehrt Gott und trübt das Verhältnis des Gläubigen zu Seinem himmlischen Vater. Diese getrübte Gemeinschaft muss durch Sündenbekenntnis und Vergebung wiederhergestellt werden. Aber die Sünde bewirkt keinen Verlust des Kindschaftsverhältnisses. Denn auch für diese Sünden hat Gott Sorge getragen (1. Johannes 2, 1 – 2)

Wenn der Gläubige strauchelt (Jakobus 3, 1 – 2), von einem Fehltritt übereilt wird (Galater 6, 1) oder in Sünde fällt (1. Johannes 2, 1), dann kann er wiederhergestellt werden. Diese Gnade Gottes wird der wahrhaft Gläubige nicht mit einem “Freifahrtschein für Sünde“ verwechseln, sondern sie dankbar und demütig annehmen. Denn er weiß, dass ein dauerhaftes Verharren in der Sünde ihn von einem Leben der Freude und des Friedens in Christus trennt. Der Gläubige wird bestrebt sein, dem Heiligen Geist immer mehr Raum in seinem Leben zu geben und er wird sich immer mehr mit dem verherrlichten Herrn Jesus Christus beschäftigen, damit er so verwandelt wird in Sein Ebenbild (Römer 8, 29; 2. Timotheus 2, 19b). Das alles ist dem Gläubigen, der meint, immer noch auf der Grundlage des Gesetzes zu stehen, fremd. Darum erläutert der Apostel Paulus diese Dinge hier so ausführlich. Und um keinen Zweifel an der Liebe und Gnade Gottes aufkommen zu lassen fügt er die wunderbaren Verse aus Römer 8, 31 – 39 an, in denen uns eine siebenfache Zusicherung der Liebe Gottes gegeben wird.

Die Kapitel Römer 9, 10 und 11 befassen sich dann mit dem Handeln Gottes an Israel: In Römer 9 erläutert der Apostel die Segnungen, die Gott Israel geschenkt hat (Römer 9, 1 – 5), die göttliche Erwählung Israels (Römer 9, 6 – 18), Gottes Barmherzigkeit gegenüber Israel (Römer 9, 19 – 29) und gegenüber den anderen (Luther: heidnischen) Nationen (Römer 9, 30 – 33).
Römer 10 behandelt die zeitlich begrenzte Beiseitesetzung Israels: der Grund, warum Gott Israel für eine Zeit beiseite gesetzt hat (Römer 10, 1- 7), das Mittel, um die Beiseitesetzung rückgängig zu machen (Römer 10, 8 – 15), der gegenwärtige Unglaube Israels (Römer 10, 16 – 21).
In Römer 11 geht es dann um die zukünftige Wiederherstellung Israels: Israel ist nicht ganz verworfen (Römer 11, 1 – 10), Israel ist nicht für immer verworfen (Römer 11, 11 – 24), Israels zukünftige Wiederherstellung ist sicher (Römer 11, 25 – 32). Das Kapitel schließt mit einem Lobpreis der Weisheit Gottes (Römer 11, 33 – 36).

Nach den mehr lehrmäßigen Kapiteln 1  – 11 des Römerbriefes, gehen die Kapitel 12, 13 und 14 stärker auf die Praxis des Glaubenslebens ein. Sie belehren den Gläubigen über seinen Umgang und zwar a) mit Gott (Römer 12, 1 – 2), b) mit anderen Gläubigen und “allen Menschen“  (Römer 12, 3 – 21), c) gegenüber der Regierung (Römer 13, 1 – 7), gegenüber Nichtchristen (Römer 13, 8 – 10). Wir können also zusammenfassend sagen, dass uns in den ersten elf Kapiteln dieses Buches das Handeln Gottes mit dem Menschen und in den Kapiteln 12 – 14 die Reaktion, die Gott von dem Menschen erwartet, vorgestellt werden. Diese Aufteilung ist sehr bemerkenswert:  Gott gibt die Weisungen für den neuen Lebenswandel erst, nachdem er dem Gläubigen zuvor alle Kräfte und Hilfsmittel vorgestellt hat, die Er ihm zur Erfüllung dieser  Weisungen gibt.

Anmerkungen zu Römer 12, 1 – 2

* “Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, was euer vernünftiger Dienst ist.“Römer 12, 1 – Gottes Weisungen für das neue Leben beginnen mit der wichtigsten Beziehung, in der der Christ steht: der Beziehung zu Gott. Diese Beziehung ist die Grundlage für alle anderen Beziehungen des Gläubigen. Von dieser Beziehung sollen sich alle anderen Beziehungen des Christen bestimmen bzw. an ihr ausrichten lassen. Der Abschnitt wird mit der Aufforderung eingeleitet, dass der Gläubige eine vollkommene Hingabe an Gott vollziehen soll.
In unseren Bibeln wird die Aufforderung des Apostels Paulus mit “Ermahnung“ bezeichnet. Doch dieses Wort gibt nur sehr wenig von dem wieder, was Paulus hier in der griechischen Sprache zum Ausdruck bringt. Bei “Ermahnung“ denken wir sehr schnell an eine Rüge wegen eines Fehlverhaltens¹. Doch Paulus benutzt hier das griechische Wort “παρακαλέω“ (“parakaleo“), das auch mit “ermutigen“, “dringlich bitten oder raten“übersetzt werden kann. Dass Paulus dieses Wort benutzt, um die Gläubigen zu einer vollkommenen Hingabe an Gott zu ermutigen, ist sehr nachvollziehbar: Wahre Hingabe kann nicht befohlen werden. Sie ist kein Akt, der gesetzlich angeordnet werden kann. Wahre Hingabe ist eine natürliche Folge von herzlicher Liebe. Aus diesem Grund erinnert der Apostel die Christen dann auch an den guten Grund, den sie für diese vollkommene Hingabe an Gott haben: die Erbarmungen Gottes.
Paulus leitet diesen Abschnitt mit dem Wort “Darum (…)“ ein. Damit verweist er auf alles, was er bisher gesagt hat. In den Kapiteln 1 – 11 hat er den Gläubigen das große Werk Gottes zu ihrer Erlösung und Rechtfertigung vorgestellt. Sollte das nicht Grund genug für sie sein, ihr Leben nun ganz in die Hand Gottes zu geben? Indem der Apostel dann die Erbarmungen Gottes anspricht, lenkt er den Blick der Gläubigen aber auch ganz besonders auf die Hingabe des Sohnes Gottes. Er, Gott, gab Seinen Sohn und der Sohn Gottes gab sich selbst für die Gläubigen:

“(…) wie viel mehr wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen!

(Hebräer 9, 14 ELBEDHÜ)

“(…) und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

(Galater 2, 20 ELBEDHÜ)

“Seid nun Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder, und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.

(Epheser 5, 1 – 2 ELBEDHÜ)

Was für ein bemerkenswerter Unterschied! Stellen wir uns nur einen Moment vor, wie diese Ausführungen auf einen Gläubigen zur Zeit des Paulus gewirkt haben müssen! In welcher Religion gab oder gibt es einen Gott, der ein Opfer bringt, damit Menschen mit Ihm in Beziehung treten können? So etwas war in der ganzen damaligen Welt völlig unbekannt und ist es bei vielen Menschen auch heute noch! Der “normale Weg“ war und ist doch, dass Menschen den “Göttern“opfern mussten bzw müssen, um irgendwie in den Genuss eines Segens zu gelangen. Nicht so bei dem wahren und lebendigen Gott! Mit dem Apostel Johannes dürfen Christen bekennen:

“Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“

(1. Johannes 4, 19 ELBEDHÜ)

Weil der Sohn Gottes Sein Leben für sie gab, sollen wahre Nachfolger Christi nun auch ihr Leben als ein “lebendiges Schlachtopfer“ Gott hingeben. Wenn Paulus hier von den “Leibern“, also Körpern, spricht, die die Gläubigen Gott als Opfer darstellen sollen, dann ist damit das ganze Leben des Gläubigen gemeint, denn im hebräischen Denken ist der Körper repräsentativ für die ganze Person. Während der Sohn Gottes starb und so Seine Hingabe an Gott und Seinen Willen vollendete, erwartet Gott von uns, dass wir nun unser ganzes Leben in Hingabe an Ihn leben. Im Hintergrund dieser Aussagen schwingt der Gedanke an das Brandopfer in 3. Mose 1 mit.  Es ist hier (leider) nicht Zeit und Raum genug, um die symbolische Bedeutung der Opfer, ihre Erfüllung in Christus und die Lehren für den Christen, die sie beinhalten, ausführlich zu betrachten². Hier soll nur soviel gesagt werden: Dieses Opfer war ein freiwilliges Opfer. Es war auch ein Opfer, dass, weil es verbrannt wurde, vollkommen Gott gehörte und in keiner Weise zurückgefordert werden konnte. Das sind die Kennzeichen, die auch die Hingabe des Gläubigen an Gott charakterisieren sollen.
Der Vers endet mit dem Hinweis, dass diese vollkommene Hingabe der Gläubigen an Gott unser “vernünftiger Dienst“ (Luther: “vernünftiger Gottesdienst“) sein soll. Eine solche Hingabe an Gott ist einfach logisch, folgerichtig (vgl. 1. Petrus 2, 2). Gottesdienstliche Zusammenkünfte werden damit natürlich nicht für unnötig erklärt. Aber diese Hingabe der Gläubigen an Gott soll die Grundlage für alles andere in ihrem Leben bilden.

* “Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“Römer 12, 2 – Nachdem Paulus in Vers 1  zur vollkommenen Hingabe an Gott aufgerufen hat, erläutert er nun in Vers 2, wie ein solches leben in vollkommener Hingabe an Gott gelingen kann. Christen haben durch die neue Geburt aus Wasser und Geist (Johannes 3, 1 – 6) neues, ewiges Leben empfangen. Sie sind dadurch bereits heute Teil der neuen Welt, die Gott schaffen wird (Offenbarung 21, 1; Matthäus 19, 28). Gott hat sie aus dieser Welt – im geistlichen Sinn – herausgenommen (Galater 1, 4; Kolosser 1, 13; Apostelgeschichte 2, 40), sie sind zwar noch “in“ der Welt, aber nicht mehr “von“ der Welt (Johannes 17, 9 – 16). Diese geistliche Tatsache soll nun auch im Leben der Gläubigen zum Ausdruck kommen. Es gibt jedoch eine Kraft, die das zu verhindern sucht. Wie alle Menschen sind auch die Gläubigen durch das Denken dieser Welt geprägt worden. Und hinter diesem Denken steht nach Paulus der “Geist dieser Welt“ (Epheser 2, 2 ), dessen Ziel es ist, die Gläubigen mit allen möglichen Dingen etc. so sehr in Beschlag zu legen, dass Gott nur noch ein nettes religiöses Anhängsel ihres Lebens ist. Montag bis Samstag: Welt, Sonntag: Gott. Ein so geteiltes Christenleben ist eine Farce, es ist ein Widerspruch in sich selbst – jedenfalls wenn man das Neue Testament dem Leben des Gläubigen zugrunde legt. Aber genau das ist die Absicht des “Geistes dieser Welt“: Gläubige sollen klein, abhängig, kraftlos bleiben und ihr Leben soll möglichst keinerlei Auswirkung auf ihre Umwelt haben. Das Beste – aus Sicht des Geistes dieser Welt – wäre es, wenn die Gläubigen sich ganz dem Denken und Verhalten dieser Welt anpassen würden. Der geist dieser Welt liebt Christen, die dieser vergänglichen Welt gleichförmig geworden sind. Solche Menschen stellen keine Gefahr für ihn dar, denn sie sind von dieser vergänglichen Welt nicht mehr zu unterscheiden. Solche Gläubigen strahlen keine Hoffnung aus, sie sind kein Hinweis darauf, dass Gott unser ganzes Leben zum Guten zu verändern mag. Sie sind kein durch ihr tägliches Leben überzeugender Gegenentwurf zu dieser immer trostloser werdenden Welt. Sie sind keine Zeugen des lebendigen Gottes, keine Zeugen der Kraft Seiner Gnade, Barmherzigkeit und Liebe. Doch Christen sind nicht dazu berufen in das Ebenbild dieser Welt verwandelt zu werden, sondern in das Ebenbild ihres Erlösers Jesus Christus, der personifizierten Hoffnung für diese Welt. Darum ist eine kontinuierliche Veränderung bzw. Erneuerung des Denkens für den Gläubigen von so großer Bedeutung. Eine kontinuierliche Veränderung bzw. Erneuerung unseres Denkens ist eine Voraussetzung dafür, dass wir dem Ebenbild des Sohn Gottes  gleich gestaltet werden (Römer 8, 29). Diese Veränderung/Erneuerung unseres Denkens ist ein beständiger Prozess, in den wir bewusst einwilligen und den wir bewusst leben müssen. Das Lesen bzw. das Studium des Wortes Gottes und das Gebet sind die grundlegenden Faktoren, durch die der Heilige Geist diesen Prozess in uns entfaltet (2. Korinther 3, 17 – 18; Kolosser 3, 9 – 10). Indem wir Gottes Wort lesen, studieren, hören und das Erkannte im Gebet reflektieren, geben wir dem Heiligen Geist Raum, unser Denken zu verändern und werden in der Folge davon auch erleben, wie wir durch die Kraft der Gnade Gottes das aus Gottes Wort Erkannte in unserem Alltag praktisch umsetzen können.
Eine weitere Folge dieses Prozesses steht mit dem Willen Gottes in Verbindung mit dem Willen Gottes. Unsere vollkommene Hingabe an Gott und unser bewußtes Erleben des Veränderungsprozesses, den der Heilige Geist in uns entfaltet, führen zu geistlicher Unterscheidungsfähigkeit. Im Verlauf dieses Prozesses lernen wir zu prüfen, ob die Dinge, die uns begegnen, Angebote der Welt sind, oder ob sie dem Willen Gottes für unser Leben entsprechen (Epheser 5, 8 – 10; Epheser 5, 17).
Das Erfahren des Willens Gottes hat nichts mit “geistlichem Rätselraten“ zu tun, wir müssen auch nicht auf irgendwelche Eingebungen oder angebliche “Fingerzeige Gottes“ warten. Wenn es darum geht, den guten Willen Gottes zu erfahren, so wird uns in Micha 6, 8 gesagt:

Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist (…)“

Gott hat uns kundgetan, was gut ist und zwar in Seinem Wort. Dort finden wir Seinen grundsätzlichen, guten Willen. Um diesen grundsätzlichen, guten Willen kennenzulernen, ist es notwendig, dass wir das Wort Gottes gut kennen. Wenn wir den grundsätzlichen, guten Willen Gottes kennen und entsprechend leben, werden wir auch in der Lage sein, den wohlgefälligen und vollkommenen Willen Gottes für unser Leben zu erkennen. 

 

Fußnoten:

¹ = vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Ermahnung

²= Für jeden, der sich mit diesem Thema intensiver beschäftigen möchte, empfehle ich das wertvolle Buch von H. L. Heijkoop: “Die Opfer“: Klick!

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