Zwei Wege, zwei Lehren, zwei Bäume, zwei Häuser – Anmerkungen zu Matthäus 7, 13 – 27

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Maiwanderung am Steinernen Kreuz * Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Wortverkündigung am Mittwoch dieser Woche sollen Verse aus dem 7. Kapitel des Matthäusevangeliums (zum Hintergrund des Matthäusevangeliums: Klick!) zu Grunde liegen, die wir in ihrem Kontext betrachten:

Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.
Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr!“, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen erklären: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter! Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus an; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß. „

(Matthäus 7, 13 – 27 ELBEDHÜ; z. Vgl. LUTH’84)


Zum Hintergrund von Matthäus 7, 13 – 27

Wie wir aus vorausgegangenen biblischen Betrachtungen wissen, richtete Matthäus sich mit seinem Evangelium insbesondere an jüdische Leser (zur Zielgruppe des Matthäusevangeliums siehe: Klick!) Der heute von uns zu betrachtende Abschnitt aus dem Matthäusevangelium gehört zur so genannten Bergpredigt (Matthäus 5, 1Matthäus 7, 29). In Matthäus 5, 1 heißt es:

“Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: (…)“

Beachten wir: Als der Herr Jesus Christus die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Dort traten Seine Jünger zu Ihm und diese (nicht die Volksmenge) wurden von ihm belehrt. Auch wenn andere diesen Reden mit Sicherheit zuhörten (Matthäus 7, 28 – 29), richtete sich die Belehrung des Herrn doch vorrangig an Seine Jünger. In Matthäus 5, 1 – 12 spricht der Herr über die uns sehr bekannten Seligpreisungen. In ihnen geht es um den Charakter und den Lohn der Menschen, die im Reich Gottes (Klick!) leben werden. Im Anschluss daran belehrt der Herr Jesus Christus die Jünger über ihre Aufgabe, Licht und Salz in dieser Welt zu sein (Matthäus 5, 13 – 16).
Es folgt in Matthäus 5, 17 – 20 eine Erläuterung der Stellung unseres Herrn zum alttestamentarischen Gesetz als Wort Gottes (siehe auch: Klick!). Im Anschluss daran spricht der Herr fünf Themen an (das Töten, das Ehebrechen, das Schwören, das Vergelten und die Feindesliebe), die im alttestamentarischen Gesetz geregelt wurden, nun aber von Ihm neu interpretiert werden (Matthäus 5, 21 – 48). Diese Abfolge ist nicht willkürlich gewählt. Bei genauer Betrachtung stellt man nämlich fest, dass alle ab Matthäus 5, 21 folgenden Aussagen (bis Matthäus 7, 12) in Bezug zu der in Matthäus 5, 17 – 20 dargelegten Gerechtigkeit Gottes stehen. Es geht hier darum, in allen Lebensbereichen ganz praktisch in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu leben.
Im sechsten Kapitel des Matthäusevangeliums werden die in Matthäus 5, 1 begonnenen Reden fortgeführt. Nachdem in  Matthäus 5, 21 – 48 das Leben gemäß dem Willen Gottes in wichtigen säkularen Situationen aufgezeigt wird, belehrt der Herr Jesus Christus Seine Jünger nun darüber, wie sie ihr geistliches Leben gemäß dem Willen Gottes gestalten sollen. Er spricht zuerst über das Almosengeben (Matthäus 6, 1 – 4) und daran anschließend über das Gebet (Matthäus 6, 5 – 15) sowie über das Fasten (Matthäus 6, 16 – 18).  Während es also in Matthäus 5, 21 – 48 vorrangig um die Beziehung der Jünger zur Welt geht, beginnt mit Matthäus 6, 1 ein größerer Abschnitt, der die Beziehung der Jünger zu Gott, ihrem Vater, behandelt.  Obwohl der Fokus in Matthäus 6, 19 – 34 auf dem Thema “Reichtum und Sorgen“ liegt, wird dieses Thema auch unter dem Vorzeichen der Beziehung des Jüngers zu Gott, dem Vater, betrachtet. Denn die Kernaussage dieser Verse ist: “Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon,“ (Matthäus 6, 24). Will ein Jünger in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, also gerecht, leben, so muss er seine Beziehung zum Reichtum dieser Welt seiner Beziehung zu Gott unterordnen. Das gilt auch für die Beziehung eines Jüngers zu seinen Mitgläubigen (Matthäus 7, 1 – 5) und Feinden (Matthäus 7, 6). Auch hier gilt es, nicht nach eigenem Gutdünken, Sympathien oder Antipathien, sondern nach dem geoffenbarten Willen Gottes zu handeln.
Im Anschluss an diese Themen folgt noch eine Belehrung über die Beziehung des Jüngers Gott, dem Vater (Matthäus 7, 7 – 12). Damit schließt sich der in Matthäus 6, 1 begonnene Kreis. Ich glaube, dass diese erneute Belehrung über die Beziehung des Jüngers zu Gott kein Zufall ist. Der Herr Jesus Christus erinnert Seine Jünger (und uns) auf diese Weise daran, dass ein Leben gemäß der Gerechtigkeit Gottes, d.h. ein Leben in Übereinstimmung mit dem geoffenbarten Willen Gottes nur aus der engen Beziehung zu Gott und niemals unabhängig davon gelebt werden kann (Klick!). Die Kraft, die zu einem solchen Leben notwendig ist, kann nie aus uns kommen. Sie muss uns geschenkt werden. Genau das möchte Gott! Er will uns alles geben, was wir zum Leben für uns und zum Dienst an anderen brauchen.
Im letzten großen Abschnitt der so genannten “Bergpredigt“ (Matthäus 7, 13 – 27), stellt der Herr Jesus Christus Seinen Zuhörern nun die Bedeutung der Entscheidung vor Augen. Sie hatten im Verlauf dieser langen Belehrung von vielen Segnungen und Verheißungen gehört. Doch diese Segnungen und Verheißungen – das macht der Herr in diesem letzten Abschnitt deutlich – würden nicht wie ein warmer Sommerregen plötzlich auf sie herabregnen. Es bedurfte (und bedarf noch immer!) einer Entscheidung. Anhand von vier Gleichnissen (zwei Wege, zwei Lehren, zwei Bäume und zwei Häuser) zeigt der Herr auf, dass es zu dem Weg des göttlichen Segens auch negative Alternativen gibt und dass jeder Zuhörer gefordert ist, eine klare Entscheidung zu treffen.

Anmerkungen zu Matthäus 7, 13 – 27

* “Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“Matthäus 7, 13 – 14  – Bereits im Alten Testament wird das Leben des Menschen als Weg gesehen (Psalm 1, 1 f.; Jeremia 21, 8; 5. Mose 30, 15). Dem Menschen stehen verschiedene Möglichkeiten offen, so dass er in die Entscheidung gestellt wird, sich für den einen oder anderen Weg zu entscheiden (Josua 24, 15; 1. Könige 18, 21; Johannes 14, 6 – 7):
Der schmale Weg führt zum Leben, d.h. zum Leben im Reich Gottes (vgl. Matthäus 7, 21 – 22).
Der breite Weg führt zum Verderben, d.h. zum Tod und ewiger Gottesferne (Johannes 17, 12; Römer 9:, 22: Philipper 1, 28; Philipper 3, 19; 1. Timotheus 6, 9; Hebräer 10, 39; 2. Petrus 2, 1 + 3; 2. Petrus 3, 16; Offenbarung 17, 8 + 11).
Der Herr Jesus Christus sagt ausdrücklich, dass nur wenige den schmalen Weg wählen werden. (Damit macht dieser Vers  – neben vielen anderen Belegstellen des Neuen Testaments  – deutlich, dass der Herr jeden Gedanken der Allversöhnung ablehnte. Diese Lehre, die heute wieder weit verbreitet ist und behauptet, dass am Ende jeder Mensch “in den Himmel kommt“,  findet also keinen Rückhalt in der Heiligen Schrift.)
Warum wählen so wenige Mensch den “schmalen Weg“? Das griechische Wort, das in unseren deutschen Bibeln mit “schmal“ (Vers 14) übersetzt wird, ist “τεθλιμμενη“  (“tethlimmene“) und hat dieselbe Wurzel wie das Wort “Drangsal“ (= “θλιβεσθαι“ / “thlibesthai“) in 1. Thessalonicher 3, 4. Der schmale Weg ist kein einfacher Weg. Es ist ein Weg, der mit Beschwernissen, Trübsalen, einhergeht und der auch Verfolgung mit sich bringen kann (vgl. Matthäus  5, 10 – 12 + 44; Matthäus 10, 16 – 39; Matthäus 11, 11 – 12; Matthäus 24, 4 – 13; Apostelgeschichte 14, 22). Das macht diesen Weg für viele Menschen unattraktiv.
Mit dem Wort “Pforte“ bezeichnet der Herr den Beginn auf dem Weg der Nachfolge Christi. Dieser Weg beginnt mit der neuen Geburt (Johannes 3, 1 – 6) und setzt Buße und Umkehr voraus (Apostelgeschichte 2, 38). Um ihn zu beschreiten, sind Demut und Reue nötig. Zu einer solchen Lebenshaltung ist nicht jeder Mensch bereit.

* “Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“Matthäus 7, 15 – 20  – Auch mit dieser Warnung schließt der Herr an Aussagen an, die wir so ebenfalls bereits im Alten Testament finden (vgl. 5. Mose 13, 1 f.; 5. Mose 18, 9 – 14; Jeremia  6, 13 – 15; Jeremia 8, 8 – 12; Hesekiel 13; Hesekiel 22, 27; Zephania 3, 4). Es wird uns hier nicht gesagt, was diese falschen Propheten genau lehren oder verkündigen würden und das ist, denke ich, auch beabsichtigt. Denn dadurch bleibt Raum für allerlei falsche Lehren, wie sie in der Kirchengeschichte aufgetreten sind und noch immer auftreten. Die Betonung der Warnung liegt außerdem auf dem Charakter dieser Menschen: sie erscheinen wie Schafe (= wahre Gläubige), doch in Wahrheit sind es reißende Wölfe. Die Absicht eines Wolfes ist klar: Er raubt und zerstreut die Schafe (vgl. Johannes 10, 10 + 12). Der “Wolf“ kennt nur sich selbst, alles, was er tut, tut er für sich. Das Schicksal seiner Opfer (Zerstörung und Tod) ist ihm dabei vollkommen egal.  Auf diese Weise charakterisiert der Herr Jesus Christus falsche Propheten. Es sind böse, selbstsüchtige Menschen, denen es nur um den eigenen Profit geht und die dafür auch die Zerstörung ihrer Opfer in Kauf nehmen. Der Herr wird hier sicherlich auch die Pharisäer und Sadduzäer im Blick gehabt haben. Denn auch sie verkündeten eine “enge Pforte“ und einen “schmalen Weg“, doch diese “enge Pforte“ und dieser “enge Weg“ waren  von Menschen gemacht. Wer ihren Weg zum Heil betreten wollte, musste ihr “geistliches Monopol“ anerkennen. Ihr “schmaler Pfad“ war nur zu beschreiten, wenn man ihre zahlreichen “Gebötlein und Verbötlein“ hielt. Buße und Bekehrung, Reue und Demut, waren hingegen nicht notwendig. Es war eine Werksreligion –  anstrengend zwar, aber dafür konnte man hinterher auch damit brüsten, was “man“ schon alles “für den Herrn“ getan hatte.
Aus Matthäus 7, 15 – 20 haben viele den Gedanken abgeleitet, dass man falsche Propheten an ihren Werken (= Früchten) prüfen könne und dazu müsse man erst einmal abwarten, denn ”Früchte bräuchten ja Zeit, ehe sie reif seien” und erst dann könne man sie beurteilen. Ein verhängnisvoller, verführerischer Gedanke! Denn wenn wir diesen Text in Verbindung mit der Lehre des Herrn Jesus Christus in Matthäus 12, 33 – 37 untersuchen, dann wird deutlich, dass es auch in Matthäus 7, 15 – 20 um das Prüfen der Lehre bzw. Verkündigung geht. Das ist auch nur logisch, denn jeder Mensch – ob gläubig oder nicht – ist in der Lage, nach menschlichem Maßstab ”gute Werke” zu vollbringen. Doch davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Bedenken wir, äußerlich wirkten die falschen Propheten, vor denen der Herr Jesus Christus in Matthäus 7, 15 – 20 warnt, ”wie Schafe”, denn sie waren ja ”Wölfe in Schafskleidern”. D.h., dass sie äußerlich nicht zu unterscheiden waren. Erst ”als sie den Mund öffneten” wurde deutlich, wer sich da unter dem Schafspelz verbarg. Es geht also um das Bekenntnis, den Inhalt ihrer Verkündigung und Lehre. Dieser muss immer an dem geprüft werden, an dem, was Gott geoffenbart hat. Zur Zeit Jesu war dieser Prüfstein das Alte Testament. Heute haben wir mit dem Neuen Testament die vollkommene und abschließende Offenbarung Gottes vorliegen (Kolosser 1, 25), an der wir alle Lehren und Ansprüche prüfen können, die an uns herangetragen werden.

* “Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr!“, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen erklären: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“Matthäus 7, 21 – 23 – Nicht Begeisterung für den Herrn Jesus Christus (vgl. Matthäus 25, 11 – 12), sondern Gehorsam gegenüber Gott, dem Vater,  ist die Voraussetzung, um in das Reich Gottes eingehen zu können. Dabei geht es aber nicht um irgendeinen allgemeinen Gehorsam gegenüber Gott, sondern um den Gehorsam gegenüber dem, was der Herr Jesus Christus uns bzgl. Gott geoffenbart hat. Kommentatoren weisen darauf hin, dass der Herr in diesem Zusammenhang zum ersten Mal im Matthäusevangelium von “seinem Vater“ spricht und damit deutlich macht, dass Er der von Gott gesandte Offenbarer des Willens Gottes ist. Worin dieser Wille Gottes besteht hat der Herr bereits deutlich gemacht:

“Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe (…)“

(Johannes 6, 40a)

“Jener Tag“ (Vers 22) bezeichnet den Tag, an dem der Herr die genannten falschen Propheten und Bekenner richten wird. Im Alten Testament steht dieser Ausdruck in engem Zusammenhang mit dem beginnenden Reich Gottes (vgl. Jesaja 2, 11 + 17; Jesaja 4, 2; Jesaja 10, 20; Jeremia 49, 22; Sacharja 14, 6).
„In deinem Namen“ (Vers 22): Falsche Propheten wie auch falsche Bekenner meinen, es reiche bereits aus, wenn sie “im Namen des Herrn“ auftreten würden, um auch in Seiner Autorität aufzutreten. Sie machen sich selbst zu Repräsentanten des Herrn und meinen, dies würde genügen, um auch die entsprechende Autorität für sich in Anspruch nehmen und ausüben zu können. Doch dabei handelt es sich um eine vollkommen illegitime Anmaßung göttlicher Rechte.
Ganz offensichtlich ist es möglich, dass falsche Propheten auch falsche Wunder vollbringen (Weissagung, das Austreiben von Dämonen etc). Auf den ersten Blick mögen solche Wunder wie “gute Frucht“ aussehen. Sie werden sich jedoch später als die Ähren eines Scheinweizens entpuppen (vgl. Matthäus 13, 24 – 43).

* “Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus an; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.“ – Matthäus 7, 24 – 27 – Während der Herr in den Versen 21 – 23 jene anspricht, die das eine sagen, dann aber etwas völlig anderes tun, geht es in den Versen 24 – 27 um Menschen, die das Wort Gottes hören, jedoch nicht danach handeln (vgl. Jakobus 1, 22 – 25; Jakobus 2, 14 – 20).
Wir können im Verlauf dieser Gleichnisse eine Entwicklung sehen: Die zwei Wege markieren den Beginn des Glaubenslebens, die beiden Bäume zeigen das Wachstum während Glaubensleben und die beiden Häuser deuten auf das Ende des Glaubenslebens hin, wenn das Gericht Gottes den wahrhaftigen Zustand ans Licht bringt. Spätestens hier wird eindeutig klar, auf welches Fundament gebaut wurde. Dementsprechend sind alle Gleichnisse auch ein Aufruf des Herrn, die richtige Entscheidung zu treffen.

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