Antworten auf alle Fragen (3)

… von “christenfindenruhe.com“🙂

Nach Ruth (Klick!) und René, der den (zwischenzeitlich eingestellten) Blog “aufdurchreise.com“ betrieben hat, hat mich “christenfindenruhe.com“ im Rahmen der Blogchallenge “Liebster Award“ nominiert. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich! Aus Zeitgründen kann ich mich gegenwärtig nicht an diesem “Blogstöckchen-Wurf“ beteiligen, aber ich möchte heute schnell die mir gestellten Fragen beantworten. Dabei bitte ich um Verständnis, dass sich einige Antworten (Nr. 1; 2; 6) wiederholen, da einzelne Fragen bereits früher gestellten Fragen gleichen bzw. ähneln. Diese und auch die vorausgegangenen Antworten auf Fragen zum Blog können im Übrigen hier nachgelesen werden: Klick!

 

Blog (1)

Blog * By Cortega9 (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

1) Warum bloggst du?

Für das Bloggen gab es zwei Auslöser:

Bei Anruf: Link!

Ungefähr ab dem Jahr 2003 und dann noch einmal intensiver ab 2006/2007 wurden mir immer wieder ähnliche Fragen gestellt: “Was? Die Versammlung (= Gemeinde/Kirche) ist nicht das ‚geistliche’/’neue‘ Israel?“ – “Wie? Es gibt einen Unterschied zwischen Gesetz und Gnade?“ – “Gott hat Israel nicht für immer verworfen? Glaub‘ ich nicht!“ – “Was heißt hier, es gibt einen Unterschied zwischen der Versammlung (= Gemeinde/Kirche) und dem Reich Gottes? Das musst Du mir beweisen!“ – “Der Zehnte ist kein neutestamentarisches Gebot? Das glaubst Du doch selber nicht!“ u.a.m.
Dabei kam es vor, dass Gesprächspartner, denen ich eine solche Frage – meist telefonisch – beantwortet hatte, nur kurze Zeit später dieselbe Frage noch einmal stellten, manchmal bis zu vier- oder fünfmal hintereinander. Offensichtlich war ein Gespräch/Telefonat für manche Menschen nicht der richtige Weg, um solche Fragen zu klären. Sie brauchten eine schriftliche Darlegung, die sie in Ruhe lesen und für sich selbst nachvollziehen konnten. Ich verfügte aber weder über die Zeit, um ständig ausführliche Briefe/Mails zu diesen Fragen zu schreiben, noch wollte ich immer wieder dieselben Grundfragen erläutern. Selbstverständlich sind Fragen wie diese wichtig und berechtigt. Aber das Wort Gottes ist so tief und reich, es gibt darin so vieles zu entdecken und zu erforschen, dass ich meine sehr begrenzte freie Zeit auf Dauer nicht nur solchen Fragen widmen wollte. Darum suchte ich nach einer Möglichkeit, die es mir erlaubte, o. g. und andere Fragen einmalig zu beantworten und diese Antworten gleichzeitig ohne großen Aufwand jedem, der daran Interesse hatte – im Rahmen eines Infopools, eines Artikelarchivs o.ä. – einfach per Link zur Verfügung zu stellen. Mein Ziel/Wunsch war, wenn man so will, die Umsetzung von Epheser 4, 16 – nur auf digitalem Weg.

Ab 2007 informierte ich mich intensiv über entsprechende Möglichkeiten und Angebote im Netz. Meine Entscheidung fiel gegen eine Webseite und für einen Blog aus, da Webseiten auf mich zu statisch bzw. formell wirkten und mir der kommunikative Charakter eines Blogs mehr entgegen kam. Nun musste ich mich nur noch für eine Blogplattform entscheiden und nach reiflicher Überlegung fiel meine Wahl auf WordPress. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut. Während ich auf der Suche nach einer passenden Blogplattform war, lernte ich Problogger kennen. Dessen Gründer Darren Rowse, Australiens erfolgreichster Vollzeitblogger (mit einem großen Herzen für Anfänger in der Blogosphäre), startete damals gerade ein kostenloses Mail-Seminar mit dem Titel “31 Days to Build a Better Blog“, zu dem ich mich spontan anmeldete und von dem ich sehr profitiert habe. Am 26. Januar 2008 richtete ich dann den Blog ein, der nach einiger weiterer Vorarbeit – damals noch mit einem ganz anderen, etwas biederem – Theme (Ocean Mist: Klick!) am 30. März 2008 online ging. In der Folgezeit veröffentlichte ich eine Reihe von Artikeln, in denen ich auf die o.g. Fragen einging und einige andere Artikel zu Themen, über die ich mit anderen Christen damals im Gespräch war. Bei dieser kleinen Sammlung wäre es sicherlich geblieben und der Blog wäre wahrscheinlich so vor sich hingeplätschert oder in den Tiefen des Netzes verschwunden, hätte es im Jahr 2010/11 nicht einen weiteren “Auslöser“ gegeben.

„Born to be alive!“ oder: „Mach ‚was!“

Im Verlauf des Jahres 2010 erschienen auf “Mt. 18:20 Today“ einige ausführlichere Artikel zu biblischen Texten, auf die T. – von da an bis zu ihrem viel zu frühen Tod im Februar 2014 eine regelmäßige Leserin – reagierte. Sie forderte mich auf, insbesondere mit dem Schreiben solcher Artikel fortzufahren, da diese in ihrem Freundeskreis mit regem Interesse gelesen würden. Außerdem stellte sie vermehrt Fragen und verlangte vor allem nach “Hintergrundinfos“ zu biblischen Büchern. Nach einer Zeit des betenden Überlegens und Abwägens entschied ich mich, dieser Bitte zu entsprechen. Damit war auch die Entscheidung gefallen, diesen Blog dauerhaft zu betreiben und (möglichst) regelmäßig zu bloggen. Nachdem ich am 27. April 2011 den Artikel “Alles hat seine Zeit“ (Klick!) veröffentlicht hatte, überarbeitete ich am 29./30. April 2011 die Struktur und das äußere Erscheinungsbild des Blogs. Als ich den Blog am 1. Mai 2011 in der jetzigen Form wieder frei schaltete, gab es unerwartet viele Zugriffe auf den am 27. April veröffentlichten Artikel. Ab diesem Zeitpunkt erreichten mich auch von anderen Lesern immer wieder neue Anfragen und Ermutigungen, mit dem Bloggen nicht aufzuhören.

2) Was willst Du deinen Lesern mit auf den Weg geben?

Ein zentraler Schwerpunkt dieses Blogs liegt auf der Unterscheidung zwischen Israel und der Versammlung (= Gemeinde/Kirche), insbesondere auf den unterschiedlichen Aussagen der Heiligen Schrift, die der jeweiligen Gruppe gelten. In den vergangenen zwanzig Jahren habe ich immer wieder feststellen müssen, dass eine Vermischung der an Israel gerichteten Schriftstellen mit denen, die uns als Christen gelten, bei vielen Gläubigen zu Verwirrung, Gesetzlichkeit und Freudlosigkeit geführt haben. Mit der Serie “Unterscheidung: Israel und die Versammlung (= Gemeinde/Kirche)” und damit zusammenhängenden Artikeln, möchte ich helfen, dieses Durcheinander zu entwirren.
Außerdem ist es mein Wunsch, auf diesem Blog Informationen über den christlichen Glauben bereit zu stellen, insbesondere durch Hintergrundinformationen zu den 66 Büchern der Bibel (siehe dazu die Reihe ”Hintergrund”) und die Auslegung biblischer Texte. Ich verfolge mit diesem Blog nicht die Absicht, für irgendeine Konfession/Denomination zu sprechen und schon gar nicht für eine solche zu werben. Es ist mein Wunsch, dass dieses Blog allen Menschen unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit offen steht und den konstruktiven Austausch über das Wort Gottes ermöglicht.

 

 

Hoffnung - Foto: daniel stricker / pixelio.de

Hoffnung- Foto: daniel stricker / pixelio.de

3) Möchtest du einen deiner Beiträge hier besonders empfehlen?

Das ist schwierig, denn es gibt verschiedene Artikel bzw. Artikelserien, die mir am Herzen liegen.
Aber wenn ich mich für einen Artikel entscheiden müsste, dann wäre es: “Gott der Hoffnung“: Klick!

 

 

Arbeitsbibel - Foto: MiSa / pixelio.de

Arbeitsbibel – Foto: MiSa / pixelio.de

4) Du veröffentlichst christliche Inhalte. Welche Bedeutung hat die Bibel für dich?

Als Antwort auf diese Frage möchte ich den Gründer und ersten Rektor der Freien evangelisch-theologischen Akademie Basel (heute: Staatsunabhängige theologische Hochschule Basel), Prof. Dr. Samuel R. Külling (* 09.01.1924 –  † 05.12.2003), zitieren:

“Die Bibel Alten und Neuen Testaments ist in allen ihren Aussagen vom Heiligen Geist inspirierte göttliche Offenbarung und daher die einzige maßgebliche Quelle von Wahrheit und Glauben und die uneingeschränkte Autorität in jeder Hinsicht, namentliche für Lehre und Leben. Sie ist das auf allen Gebieten völlig zuverlässige, sachlich richtige, wahre, widerspruchslose Wort Gottes. Ihre Voraussagen (Prophezeiungen) sind echt und haben sich erfüllt oder werden sich noch erfüllen.“¹

In diesen prägnanten Worten kommt eine Überzeugung bzgl. der Heiligen Schrift zum Ausdruck, die ich ganz und gar teile.

5) Gibt es etwas, was dir beim Bloggen besonders Freude bereitet?

Besondere Freude bereitet mir die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, die die Grundlage der meisten Artikel dieses Blogs ist. Darüber hinaus freue ich mich über Rückmeldungen jeder Art, seien es Kommentare, Artikelvotes oder Mails, die ich von Lesern des Blogs erhalte.

6) Ist es dir schon einmal schwergefallen, einen Beitrag zusammenzubekommen?

Da das Studium des Wortes Gottes für mich immer mit Freude und innerem Gewinn verbunden ist, habe ich weder mit Entmutigung noch mit Blockaden zu kämpfen. Natürlich gibt es biblische Texte, zu denen man nicht “auf Kommando“ etwas schreiben kann, da sie eine intensivere Beschäftigung/Untersuchung voraussetzen. Manchmal muss man auch ein Thema ruhen lassen, ehe man es wieder aufnehmen und weiter verfolgen kann. Aber das ist in meinen Augen ein ganz normaler Prozess, in dem sich Dinge klären und darum würde ich ihn nicht als Schreibblockade bezeichnen. Ich habe eher mit meiner sehr eingeschränkten freien Zeit und häufig auch mit meinem Gesundheitszustand zu kämpfen. Diese beiden Faktoren führen immer wieder zu Unterbrechungen im “Blogbetrieb“. Im Jahr 2014 kam noch ein komplizierter Umzug hinzu, so dass ich über mehrere Monate kaum oder nur sporadisch bloggen konnte. Aus diesen Gründen schätze ich es sehr, wenn Leser mir schreiben, dass sie für die Fortführung dieser Arbeit beten.

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So many books, but so little time … * Foto: JNj.

7) Welche Hobbies hast du?

  1. Ich lese sehr gern und viel und zwar zu den unterschiedlichsten Themen. Leider habe ich  einfach viel zu wenig Zeit, um all die guten Bücher zu lesen😉 .
  2. Außerdem fotografiere ich gern, allerdings mehr schlecht als recht. Aber es geht mir auch nicht um professionelle Bilder, sondern in erster Linie möchte ich Eindrücke und Erlebnisse/Situationen festhalten, mit denen ich etwas Positives verbinde.
  3. Wandern, insbesondere in deutschen Mittelgebirgen, hat mir ebenfalls immer viel Freude bereitet. Leider ist das seit einigen Jahren krankheitsbedingt nicht mehr in dem Umfang möglich ist wie früher.
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8 Jahre bloggen mit wordpress.com

8) Wie lange bloggst du schon?

Angemeldet habe ich mich auf wordpress.com am 26.01.2008, also vor 8 Jahren und 2 Tagen :)  Am 30. März 2008 habe ich damit begonnen, die ersten Artikel zu schreiben. Freigeschaltet habe ich den Blog jedoch erst im Mai 2008. Intensiv auseinandergesetzt mit vielen Fragen des Bloggens habe ich mich aber bereits seit Frühjahr/Sommer 2007.

9) Was war dein schönstes Erlebnis beim Bloggen?

Eigentlich gibt es “das“ schönste Erlebnis nicht, eher sehr viele schöne Erlebnisse. Das unter II. 15) hier beschriebene Erlebnis gehört ganz sicher dazu. Dann aber stellen viele Mails bzw. Nachrichten, die ich über das Kontaktformular des Blogs erhalte und in denen mir Leser von ihren Erfahrungen mit Texten meines Blogs berichten, immer wieder ein schönes Erlebnis dar. Hinzu kommt, dass ich durch die Arbeit an diesem Blog, der ja die intensive Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift voraussetzt, immer wieder “Aha“-Erlebnisse beim Studium derselben habe – auch das ist immer wieder ein ganz besonders schönes Erlebnis.

10) Was ist dein größter Traum?

Ich bin kein Mensch, der Träumereien nachhängt. Dingen nachzujagen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nie Realität werden, halte ich für ineffektiv. Ich konzentriere mich lieber auf die Verheißungen, die Gott uns für unser Leben gibt und von denen ich immer wieder erleben darf, dass sie sich auch in meinem Leben erfüllen.

11) Welche Frage möchtest du hier gerne sonst noch beantworten?

Ich bin gern bereit jede weitere Frage meiner Leser zu beantworten. Fragen Sie einfach! Es kostet nichts🙂

Fußnoten:

¹= siehe Impressum der Zeitschrift Fundamentum, z. B. Heft 3/1989, Immanuel-Verlag Riehen/Schweiz

 
I'm part of Post A Day 2016

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Eine Antwort zu Antworten auf alle Fragen (3)

  1. christenfindenruhe schreibt:

    Interessant, einmal mehr über die Hintergründe dieses Blogs zu erfahren. Sie hatten also schon einen Interessentenkreis, als sie anfingen zu bloggen. Damit war die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch lange Artikel gelesen werden.

    Ehrlich gesagt, stöhne ich manchmal ein bisschen, wen ich im Netz auf einen langen Beitrag stoße. Wenn ich mir bei Ihren Artikeln die Zeit nehme, habe ich einen Gewinn davon.

    Danke für die ehrliche und ausführliche Beantwortung meiner Fragen!

    Ich wünsche Ihnen weiterhin Gottes Segen für Ihre Arbeit und auch die gesundheitlichen Erfordernisse dazu!

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