Biblische Begriffe (3): Errettung

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Die drei Arten der Errettung im Neuen Testament

Im  5. Kapitel des Römerbriefes heißt es in Vers 10:

Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.“


Jesus Christus starb an unserer statt. Dadurch können wir mit Gott versöhnt, d.h. errettet/erlöst werden. Wenn Paulus in nun in Römer 5, 10 davon spricht, dass wir durch das Leben Jesu Christi “errettet“ werden, dann ist hier nicht die Errettung der Seele gemeint. Denn das Neue Testament kennt drei Arten der Errettung, die wir gründlich von einander unterscheiden müssen:

Da ist zuerst einmal die Errettung unserer Seele zu nennen, die allein von Gott kommt. Sie wurde wirksam, als wir das Erlösungswerk Jesu Christi im Glauben annahmen (Epheser 2, 8; 2. Timotheus 1, 9; Lukas 19, 10; Apostelgeschichte 16, 30 f.). Diese Errettung, die in der Vergangenheit liegt, ist schon jetzt der Besitz eines jeden Erlösten (1. Johannes 5, 10 – 13).

Aber das Neue Testament spricht auch von der Errettung, die wir immer wieder, ja jeden Tag neu benötigen. Es ist die Errettung aus den Bedrängnissen/Nöten/Gefahren, denen wir in unserem irdischen Leben ausgesetzt sind. Diese Bedrängnisse/Nöte/Gefahren können natürlicher oder geistlicher Art sein. Oft sind wir uns ihrer bewusst, manchmal aber auch nicht (vgl. z.B. 2. Korinther 2, 11). Jesus Christus übt gegenwärtig Seinen Dienst als unser Sachwalter und Fürsprecher aus (Römer 8, 34; Hebräer 7, 25; 1. Johannes 2, 1). Nur dadurch ist es möglich, dass wir immer wieder aus den Gefahren, Anfechtungen und Verführungen errettet werden. Diese Errettung ist die gegenwärtige Erfahrung, die jeder Gläubige macht. Es ist diese Art der Errettung, von der Römer 5, 10 spricht: Durch den “immerdar lebenden und für den Gläubigen eintretenden“ Herrn Jesus Christus (Hebräer 7, 25) wird der Gläubige durch die Bedrängnisse der Gegenwart hindurch gerettet.

Dann aber spricht das Neue Testament auch von der zukünftigen Errettung, die der Gläubige erleben wird, wenn der Herr Jesus Christus wiederkommt, um uns zu sich zu nehmen (1. Thessalonicher 4, 17; 1. Thessalonicher 1, 10; 1. Thessalonicher 5, 9). Wenn unser Herr wiederkommt, dann wird unsere Errettung in dem Sinn vollendet, dass auch unser Körper von den Folgen der Sünde erlöst wird (vgl. Philipper 3, 20 – 21; 2. Korinther 5, 1 – 10). Dann wird unser sterblicher Leib (vgl. Psalm 103, 14) in einen Herrlichkeitsleib umgestaltet (1. Korinther 15, 51 – 53) und nie mehr der Vergänglichkeit unterworfen sein. Diese Art der Errettung liegt gegenwärtig noch in der Zukunft.

 

Weiterführende Artikel zu diesem Thema:

* “Glaube an den Namen Christi“ – Apostelgeschichte 3, 16

* “Die Fundamente“ (4) Teil 2

* “Die Gebete im Buch der Offenbarun g (5)“

* “Zum Heil bestimmt“ – Anmerkungen zu 1. Thessalonicher 5, 1  – 11

* “Christliche Hoffnung in Bedrängnis und Verfolgung“ – Anmerkungen zu 1. Petrus 4, 12 – 19

* “Das gute Werk“ – Anmerkungen zu Philipper 1, 3 – 8

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