Biblische Begriffe (2): Versöhnung mit Gott

Gutenberg Bible

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Versöhnung mit Gott

Im 5. Kapitel des Römerbriefes lesen wir:

“Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.“

Römer 5, 10 ELBEDHÜ

Das Neue Testament bezeugt uns die wunderbare Tatsache, dass der allmächtige Gott Seinen Sohn für uns dahin gab, als wir uns noch in einem völlig gottlosen, d.h. von Gott gelösten, Zustand befanden. Deutlicher als mit dem Begriff “Feind“ kann man die Rebellion des Menschen gegenüber Gott wohl kaum beschreiben. Wir standen Gott nicht neutral gegenüber, sondern in aktiver Feindschaft. Trotzdem tat Er zu diesem Zeitpunkt bereits alles, damit wir einmal in den Genuß der Erlösung und damit auch in den Genuß der ewigen Gemeinschaft mit Ihm kommen könnten.
Durch den Tod Jesu Christi am Kreuz von Golgatha wurden wir mit Gott versöhnt (2. Korinther 5, 18 – 20; Kolosser 1, 21 – 22; Römer 5, 10 – 11; Römer 11, 15).
Was bedeutet es, mit Gott versöhnt zu werden? Versöhnung ist die Wiederherstellung einer Beziehung bzw. der  Friedensschluss zwischen verfeindeten Parteien. Es ist zu beachten, dass die Heilige Schrift immer davon spricht, dass der Mensch mit Gott versöhnt werden musste. Niemals ist die Rede davon, dass Gott mit dem Menschen versöhnt werden musste. Das ist auch gut nachvollziehbar, denn Gott war nie der Feind des Menschen, den er geschaffen hatte und den Er immer liebte. Doch der Mensch war seit dem Sündenfall der Feind Gottes und betrachtete Gott als seinen Feind.
Versöhnung setzt die Sühnung, d.h. die Wiedergutmachung eines entstandenen Schadens voraus. Ein solcher Schaden war durch den Sündenfall des Menschen eingetreten. Die ganze Schöpfung war und ist durch den Abfall des Menschen von Gott in Mitleidenschaft gezogen worden (Römer 8, 22). Doch der gottlose, sündige Mensch wäre nie in der Lage gewesen, dafür Sühne zu erwirken. Allein durch den Opfertod Jesu Christi am Kreuz konnte den gerechten Forderungen Gottes vollkommen entsprochen werden (Hebräer 2, 17; 1. Johannes 2, 2; 1. Johannes 4, 10).
Diese Sühne und die dadurch mögliche Versöhnung, die Christus am Kreuz bewirkt hat, gilt allen Menschen (2. Korinther 5, 19). Durch das Erlösungswerk Christi erhält jeder Mensch die Möglichkeit, mit Gott versöhnt zu werden. In den Genuß dieser Versöhnung kommen jedoch nur die Menschen, die dieses Angebot Gottes auch annehmen (2. Korinther 5, 20).  Dieser Verantwortung wird der Mensch nicht enthoben. Es liegt in seiner Verantwortung, die durch das Evangelium ausgestreckte Hand Gottes zu ergreifen. Nur der erlebt völlige Versöhnung mit Gott, der an Seinen Sohn – Jesus Christus – glaubt (Johannes 5, 24!) Einen Heilsautomatismus bzw. eine Allversöhnung kennt die Heilige Schrift nicht.

Weiterführende Artikel zu diesem Thema:

* “Die sieben Segnungen der Rechtfertigung“ – Anmerkungen zu Römer 5, 1 – 11

* “Versöhnte als Botschafter der Versöhnung“ – Anmerkungen zu 2. Korinther 5, 11 – 21

* “Jesus Christus – In allem der Erste“ (Kolosser 1, 18)

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