Gebet im Namen Jesu – Anmerkungen zu Johannes 14, 8 – 14

Verse aus dem Kontext der Abschiedsreden Jesu stehen im Fokus der Wortverkündigung am Sonntag dieser Woche. Sie wurden dem 14. Kapitel des Johannesevangeliums  (zum Hintergrund des Johannesevangeliums siehe: Klick!) entnommen und sollen nachfolgend in ihrem Zusammenhang betrachtet werden:

“Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.
Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, [und] wie sagst du: Zeige uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst aus; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.
Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt [mir] um der Werke selbst willen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn.
Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.

(Johannes 14,  8 – 14 ELBEDHÜ; z. Vgl. LUTH’84)

 

Zum Verständnis dieser Verse werden uns zuerst einen Überblick über den Hintergrund dieses Kapitels des Johannesevangeliums erarbeiten, anschließend die einzelnen Verse betrachten und am Ende die in diesen Versen niedergelegte Lehre über das Gebet in dem Namen Jesu Christi zusammenfassen.

Zum Hintergrund von Johannes 14, 1 ff.

In den synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) finden wir die Berichte über den Umgang des Herrn mit Seinen Jüngern und Ihre Belehrung durch Ihn inmitten der Berichte über Seinen Dienst für die manchmal sehr großen Menschenmengen. Im Johannesevangelium finden wir eine stärkere Trennung dieser beiden Bereiche des Dienstes Jesu (auch wenn es zeitweise Überschneidungen gibt). Besonders deutlich wird dies in den Kapiteln 1317, die sich ganz auf den letzten Dienst des Herrn an Seinen Jüngern konzentrieren. Die in diesen Kapiteln niedergelegte Belehrung, das wird bei ihrer Lektüre deutlich, sollte die Zwölf für ihre Hirtenaufgabe innerhalb der Versammlung (= Gemeinde/Kirche) vorbereiten. Der Zeitpunkt, an dem der Herr diese Belehrungen gab, ist heilsgeschichtlich bedeutsam. Kurz zuvor hatten die religiösen Führer Israels Jesus Christus als den verheißenen Messias Gottes endgültig verworfen (Matthäus 12, 23 – 43). Das aber führte dazu, dass das Reich Gottes von ihnen genommen und seine Aufrichtung zeitlich verschoben wurde (vgl. Matthäus 8, 12; Matthäus 21, 43; Apostelgeschichte 1, 6 – 7).
Während der Evangelist Johannes den Herrn Jesus Christus im ersten großen Abschnitt seines Evangeliums als einen Lehrer zeigt, der zuerst ein Wunder tut und die Bedeutung dieses Wunders anschließend Seinen Zuhörern erklärt, ist dies im zweiten großen Abschnitt genau umgekehrt: Der Herr belehrt Seine Jünger über die Bedeutung Seines Todes, bevor Er zum Kreuz geht und anschließend aufersteht. Die so genannten Abschiedsreden Jesu enthalten außerdem zahlreiche Belehrung der Jünger für die Zeit nach Seiner Himmelfahrt. In Johannes 13, 36 f. tritt Petrus mit verschiedenen Fragen an Seinen Herrn heran. Das, was dieser Jünger gerade eben von seinem Herrn über dessen bevorstehendes Leiden und Sterben gehört hat, hat ihn verwirrt. Und wir dürfen sicher sein, dass die übrigen Jünger ähnlich fühlten. In dieser Situation nimmt sich der Sohn Gottes Seiner Jünger in besonderer Weise an, um sie zu trösten. Er, der in dieser Stunde vor den größten Herausforderungen und Leiden Seines irdischen Lebens stand (vgl. Johannes  12, 27; Johannes 13, 21) wird nicht getröstet, nein, Er gibt Trost. Zuerst stellt Er den Jünger die Seine und damit auch ihre himmlische Zukunft vor Augen (Johannes 14, 1 – 4), um ihnen dann den Weg dorthin aufzuzeigen (Johannes 14, 5 – 7). In Johannes 14, 8 – 14 – dem von uns im Folgenden zu betrachtenden Abschnitt – beantwortet der Herr zuerst die Frage eines Jüngers nach der Offenbarung des Vaters. Dann schenkt Er Seinen Jüngern eine unsagbar weit reichende Verheißung – das Gebet in Seinem Namen.

Anmerkungen zu Johannes 14, 8 – 14

* “Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.“ – Johannes 14, 8  – Viele Kommentatoren verstehen das hier zum Ausdruck gebrachte Verlangen des Philippus als Bitte nach einer Theophanie, d.h. einer Offenbarung Gottes in anderer Gestalt (z.B. der eines Engels, vgl. Josua 5, 13 ff.) oder als Bitte um eine Vision der Gottheit (wie sie z.B. Jesaja erfahren durfte, vgl. Jesaja 6, 1 ff.). Bereits im Alten Testament  hatten Menschen danach verlangt, Gott zu sehen (vgl. 2. Mose 33, 18; Psalm 17, 15), was Gott ihnen jedoch nur in einem sehr eingeschränkten Umfang ermöglichte (vgl. 2. Mose 24, 9 – 10; 2. Mose 33, 20). Daher ist das Verlangen des Philippus verständlich. Dieser Jünger wird uns bereits in Johannes 1, 44 – 46; Johannes  6, 7 und Johannes 12, 21 vorgestellt. Aus der Gesamtschau dieser Stellen wird deutlich, dass er  in dem Herrn Jesus Christus den verheißenen Messias erkannt hatte. Doch die von ihm jetzt geäußerte Bitte offenbart, dass er (und die anderen Jünger, beachte:“(…) zeige uns ….“) zu diesem Zeitpunkt trotz all‘ ihrer Liebe und Achtung, die sie für ihren Herrn und Meister empfanden, noch nicht begriffen hatten, mit wem sie es hier wirklich zu tun hatten. Der  “Rabbi aus Nazareth“ war weit mehr als ein weiser Lehrer und großer Wundertäter. Mit Ihm, dem Sohn Gottes, war Gott Selbst unter sie getreten. In Ihm offenbarte sich Gott in  so vollkommener Weise, wie dies bisher gegenüber keinem anderen Menschen geschehen war (vgl. Johannes 1, 14; Johannes 1, 18; Johannes 12, 45; Hebräer 1, 1 – 3; Kolosser 1, 15).

* “Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, [und] wie sagst du: Zeige uns den Vater?“ – Johannes 14, 9  – Wie bereits festgestellt, hatten die Jünger zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollkommen verstanden, wer ihr Herr und Meister wirklich war. Erst später sollten Sie zu der vollen Erkenntnis dessen kommen, was Johannes im Prolog seines Evangeliums so  ausdrückt:

“Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht.“

(Johannes 1, 18)

Man hätte annehmen können, dass ihr zwischenzeitlich mehrjähriger Umgang mit dem Sohn Gottes dazu geführt hätte, dass die Jünger Ihn besser kennengelernt  und damit auch erkannt hätten, wer Er in Wirklichkeit war. Doch das war nicht der Fall, denn zu einer solchen Einsicht hätte nur durch eine Offenbarung von Seiten Gottes des Vaters gelangen können (vgl. Matthäus 16, 17; 1. Korinther  2, 6 – 16). Eine solche Offenbarung aber hätte die demütige Bitte darum vorausgesetzt! Doch genau das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Zustand ihres Herzens. Petrus sollte auf dem Weg nach Cäsarea Philippi zu dieser Erkenntnis kommen, Thomas erst nach der Auferstehung des Herrn.


* “Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst aus; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.“ – Johannes 14, 10  – Wieder und wieder hatte der Herr betont, dass Er und der Vater eins waren (vgl. Johannes 5, 19; Johannes 8, 28; Johannes 10, 30 + 38; Johannes 12, 49). Die Sprache, die der Sohn Gottes wählte, um das gegenseitige in einander bleiben der beiden Personen der Gottheit zum Ausdruck zu bringen,  betonte die Einheit ohne jedoch die Individualität jeder der göttlichen Personen, des Vaters und des Sohnes auszulöschen. Jesus Christus, der Sohn Gottes, repräsentierte Gott während Seines irdischen Dienstes nicht auf die Weise, wie es ein Botschafter tun würde. Er tat die Werke, die der Vater Ihm gab und Er sprach die Worte, die der Vater Ihm gab (vgl. Johannes 5, 19). Ein (menschlicher) Botschafter (oder ein Engel) hätte nie für sich in Anspruch genommen, geschweige denn nehmen können, dass der, der ihn gesandt hatte, sein Vater  sei. Ein solcher Botschafter hätte auch nie von sich sagen können, dass wer ihn sieht, den sehen würde, den er repräsentiert oder dass diese Person buchstäblich “in ihm“ lebt.

* “Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt [mir] um der Werke selbst willen.“ – Johannes 14, 11  – Neben Seinem mündlichen Zeugnis betreffs der Einheit Seiner Person mit der Person des Vaters, verwies der Herr auf etwas anderes, das diese Einheit bezeugte: Seine Werke. In diesem Zusammenhang verwies Er insbesondere auf die Wunder, die Er getan hatte bzw. noch tun würde (vgl. Johannes 5, 36; Johannes 10, 25; Johannes 10, 37 – 38; Johannes 11, 47; Johannes 12, 37; Johannes 20, 30 – 31). Die Wunder, die der Herr  tat, waren die (ganz natürlichen!) Zeichen Seiner göttlichen Identität (vgl. Johannes 2, 11!). Die Dinge, die wir als (spektakuläre, außergewöhnliche) Wunder betrachten, waren und sind nichts anderes, als die ganz normalen alltäglichen Werke unseres Gottes.

* “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ – Johannes 14, 12 – Die Tatsache, dass der Herr Jesus Christus Seine folgenden Ausführungen an dieser Stelle wieder einmal mit der doppelten Betonung „Amen! Amen!“ einleitet, lässt aufhorchen und tatsächlich ist die Ankündigung, die nun folgt, mehr als nur eine Ankündigung, es ist eine Offenbarung: Wer immer wahrhaft an Ihn, den Messias-Erlöser,  und an das, was Er über Seine göttliche Person geoffenbart hatte, glauben würde, der würde dieselben Werke tun,  die Er getan hatte und sogar größere. Der Gedanke, der in dieser Ankündigung mitschwingt, ist natürlich der, dass die Gläubigen diese Werke nur aus dem einen Grund würden tun können – nämlich, weil – so wie der Vater in Christus – Christus durch die Wiedergeburt in den Gläubigen leben würde (vgl. Kolosser 1, 27; 2. Korinther 2, 14; Epheser 3, 16; Römer 5, 5; ). Aus sich selbst heraus wäre und ist kein Gläubiger zu solchen Taten fähig. Nur wenn Christus durch Seinen Geist in uns lebt, erleben wir auch die Erfüllung dieser Verheißung.  Nachdem der Sohn Gottes in den Himmel zurückgekehrt war, sandte Gott der Vater den verheißenen Heiligen Geist, damit dieser in jedem Gläubigen wohnt (Apostelgeschichte 2, 3; Römer 8, 9; 1, Korinther 12, 13; Römer 5, 5). Erst dadurch wird der Gläubige befähigt, ähnliche Werke zu tun, wie sie der Erlöser tat. Davon legt das Buch der Apostelgeschichte in zahlreichen Berichten Zeugnis ab. Die Gläubigen (nach Pfingsten) sollten sogar größere Werke tun und zwar in dem Sinne, dass ihre Werke eine größere Auswirkung haben würden, als die Wunder des Herrn, die zur zeit Seines irdischen Dienstes lediglich auf Israel beschränkt waren. Seit dem Tag der Pfingsten, an dem allein 3.000 Menschen zum Glauben an den Erlöser fanden (Apostelgeschichte 2, 41). Bereits in den ersten Jahrzehnten der der Christenheit, durchdrangen diese ersten  Gläubigen das gesamte römische Reich mit dem Evangelium. Die gesamte Apostelgeschichte legt Zeugnis davon ab, dass sich genau das erfüllte, was der Erlöser hier in Johannes 14 seinen Jüngern verheißen hatte (vgl. z. B. Apostelgeschichte 1, 1 – Apostelgeschichte 2, 8).

* “Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn. Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.“ –  Johannes 14, 13 – 14 – Nach dieser Verheißung bzgl. der größeren Werke gab der  Herr  den Jüngern und damit allen Gläubigen eine Verheißung, die noch darüber hinaus ging. Er verhieß ihnen (und allen Gläubigen) die Erhörung ihrer Gebete “in Seinem Namen“. Bezog sich die Verheißung bzgl. der Werke auf den Dienst der Jünger bzw. Gläubigen, so geht es bei der Verheißung bzgl. des Gebets primär um die persönlichen Anliegen der Jünger bzw. Gläubigen. Was genau wir unter dem Gebet in dem Namen Jesu zu verstehen haben, werden wir im folgenden Abschnitt betrachten.

Das Gebet in dem Namen Jesu Christi

Das Gebet als Gespräch mit Gott und die Erhörung von Gebeten sind ein existenzieller Bestandteil des christlichen Lebens. Wenn wir die Bibel studieren, so werden wir feststellen, dass wir von keiner einzigen Begebenheit lesen, in der Gott das Gebet eines Gläubigen nicht erhört hat. Doch bei der Betrachtung unseres eigenen Lebens müssen wir bekennen, dass wir – trotz vieler Gebetserhörungen, auf die wir dankbar zurücksehen dürfen – es in unserem Leben nicht so ist. Jeder von uns hat erfahren müssen, dass es Gebete in seinem oder ihrem Leben gab, die Gott nicht erhört hat. Jedenfalls nicht in der Weise, wie wir es uns gewünscht hätten. Die christliche Theologie hat in den vergangenen zwei Jahrtausenden versucht, auf diese Erfahrung verschiedene Antworten zu geben, Zum einen stimmt es natürlich: Gott ist souverän und Er kann in Seiner Weisheit auch ein Gebet unerhört lassen, wenn die Erhörung einem Gläubigen schaden würde. In Seiner Weisheit weiß Gott es eben besser als wir. Problematisch an allen diesen Erklärungsversuchen ist nur, dass wir sie so nicht in der Heiligen Schrift finden. Es ist daher meine Überzeugung, dass wir uns nicht so sehr darauf konzentrieren sollten, Gründe für nicht erhörte Gebete zu finden, sondern im Gegenteil danach streben sollten, so viel wie möglich darüber zu lernen, wie wir gemäß des Willens Gottes beten können. Denn genau das ist die Verheißung, die uns gegeben wurde:

“Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten, er uns hört.“

(1. Johannes 5, 14)

Viele haben die Aussage des Herrn Jesus Christus “Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun“ so interpretiert, dass wir Gott unsere Bitten vortragen und am Ende unser Gebet mit dem Hinweis “Dies bitten wir dich im Namen deines Sohnes Jesus Christus“ schließen sollten. Doch das ist – mit Verlaub – Unsinn. Bereits in Vers 12 hat der Herr Jesus Christus den Gedanken anklingen lassen, dass Er Seine Jünger (und damit alle Gläubigen) als Seine Repräsentanten auf dieser Erde zurück lassen würde. Wenn eine Person in Namen einer anderen Person auftritt, von der sie gesandt wurde, dann tut sie dies „im Namen“ ihres Senders. Der Ausdruck “im Namen ….“ bedeutet nichts anderes, als „in der Vollmacht/Autorität“ dessen zu handeln, in dessen Namen man gesandt wurde. Wenn ein Christ also „im Namen“ Seines Herrn im Gebet vor Gott tritt, dann tut er das in der Sendung und der vollen Autorität des Sohnes Gottes. Diese Vollmacht ist kein magisches Anhängsel, das wir unseren Gebeten einfach mal so als eine Art Glücksbringer-Ritual abschließend hinzufügen können. Im Gegenteil! Wir sollten, wenn wir auf diese Verheißung Bezug nehmen, unsere Gebet damit beginnen! Und zwar, in dem wir unserem Gott und  Vater von Herzen danken, dass Er uns des großen Vorrechtes gewürdigt hat, in dem Namen Seines Sohnes vor Ihn zu treten. Martha hatte, trotz aller Missverständnisse, die sie bzgl. der Auferstehung etc. hatte, dies eine begriffen:

“Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben; aber auch jetzt weiß ich, dass, was irgend du von Gott erbitten magst, Gott dir geben wird.

(Johannes 11, 21 – 22)

Dieses große Vorrecht, dass wir in dem Namen Jesu Christi – an Seiner Stelle! – vor Gott treten dürfen, geht aber auch mit einer besonderen Verantwortung einher. So, wie der Sohn Gottes nur sprach, was Er von Seinem Vater empfing und nur tat, was Er den Vater tun sah, so ist es auch unsere Verantwortung, dass wir in Übereinstimmung mit dem Sohn Gottes handeln. Jeder Repräsentant, der „im Namen“ eines anderen gesandt wird, muss so handeln, wie sein Sender handeln würde, denn er steht ja an dessen Stelle. Ein Repräsentant kann nicht handeln, wie er es selbst möchte. Täte er das, dann  käme er ja in seinem eigenen Namen. Jemand, der also im Namen Jesu vor Gott tritt, der wird zuerst nach seinem Willen in einer Angelegenheit fragen. Denn genau das würde unser Herr und Erlöser tun! Jemand, der  im Namen Jesu vor Gott tritt, der wird auch nicht seine eigene Ehre suchen, sondern alles tun, damit der Vater in dem Sohn verherrlicht wird. Es ist unmöglich, auf diese Weise in dem Namen Jesu vor Gott zu treten und um etwas zu beten, das im Gegensatz zu dem Willen Gottes steht. Die Absicht Gottes, die hinter allen erhörten Gebeten steht, ist, dass Sein Name dadurch verherrlicht wird (1. Korinther 10, 31; Kolosser 3, 17). Wenn wir nur um etwas beten, damit unsere Bedürfnisse befriedigt werden und wir es anschließend bei einem kleinen Dank gegenüber Sott belassen, dann sollten wir uns nicht wundern, wenn weitere Gebete keine Erhörung finden. Geben wir wirklich Gott für all das gute, das Er uns an geistlichen und materiellen Segnungen tagtäglich zuteil werden lässt, allein die Ehre? Verherrlicht unser Leben Ihn allein? Das jedenfalls war der Ausdruck des Lebens unseres Erlösers (vgl. Johannes 5, 41; Johannes 7, 18; Johannes 8, 50 + 54; Johannes 12, 28).  Wenn wir den Wunsch Gottes ernst nehmen, der möchte, dass wir in das Bildnis Seines Sohnes verwandelt werden sollen (Römer 8, 29), dann sollten wir das auch uns besonders in diesem Bereich tun.

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