[Repost] Wachsen in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi (2. Petrus 3, 18)

Gnadenort / Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

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Wachsen in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi – Anmerkungen zu 2. Petrus 3, 18

Das Bibelwort, das der Wortverkündigung am kommenden Mittwoch zugrunde liegen soll, ist dem 2. Petrusbrief entnommen (zum Hintergrund des 2. Petrusbriefes siehe: Klick!):

„Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen.“

(2. Petrus 3, 18 – LUTH’84)

 

Wachsen – in der Gnade

Kommentatoren haben darauf hingewiesen, dass der 2. Petrusbrief eine Art schriftliches Testament des Apostels Petrus darstellt. In 2. Petrus 1, 13 – 15 deutet der Apostel an, dass sein Tod nahe bevorsteht. Es ist nachvollziehbar, dass er diesen letzten Brief dazu genutzt haben wird, den Gläubigen die Dinge mitzuteilen, die ihm besonders wichtig waren. Dinge, die sie noch unbedingt von ihm erfahren sollten bzw. an die er sie nachdrücklich erinnern wollte. Neben den Belehrungen, wie Christen ein Leben in der Heiligung – und damit ihrer Berufung gemäß – führen können, enthält dieses apostolische Schreiben in großem Umfang Warnungen vor Irrlehrern und falschen Propheten. Das gesamte 2. Kapitel dieses Briefes und auch Teile des 3. Kapitels haben diese Themen zum Inhalt. Doch nachdem Petrus die Gläubigen gründlich über diese Gefahr aufgeklärt hat, schließt er seinen Brief nicht mit einer weiteren Warnung, sondern mit der Aufforderung, die Gläubigen sollten  “in der Gnade“ zu wachsen. Wachstum in der Gnade ist also – gemäß Petrus – das wirksamste Mittel, den Gefahren, die dem Gläubigen durch Irrlehrer und falsche Propheten drohen, zu widerstehen.

Um in der Gnade wachsen zu können, müssen wir uns erst einmal vor Augen führen, was das Neue Testament unter der “Gnade Gottes“ versteht. Da ich erst kürzlich in einen Artikel mit dem Titel “Der Reichtum Seiner Gnade“ ausführlich über dieses Thema geschrieben habe, erlaube ich mir an die Stelle darauf zu verwiesen: Klick!

Wer die Gnade Gottes erkannt und an sich selbst erfahren hat, der weiß, dass der Weg zum “Thron der Gnade“ (Hebräer 4, 16) für ihn immer offen ist und dass nichts, aber auch gar nichts, ihn mehr scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist (Römer 8, 38 – 39). Dieses Wissen, diese Erfahrung, machen frei und glücklich. Sie befähigen uns, mit einer zuvor nicht gekannten Kraft, der Energie der Gnade,  unseren Lebensweg als Christen zu gehen.
Doch es ist wichtig, dass wir in diesem Wissen und in dieser Erfahrung fest stehen und wachsen, d.h. zunehmen. Denn, so lehren uns die Apostel Petrus und Paulus in ihren Briefen, es gibt Lehren und Kräfte, die uns genau aus diesem Gnadenstand heraus und wieder unter (menschliche) Gesetze (Gebötlein!) führen wollen. Auf diese Weise ziehen uns diese Lehren und Mächte weg von Christus und damit von der Quelle der Kraft, durch die allein wir überwinden können. Denn Sünde und Anfechtungen werden nicht überwunden durch das Gesetz oder menschliche Gebote- und Verbote, sondern allein durch die Kraft der Gnade:

“Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat!

(Römer 8, 37 LUTH84)

“Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche die Überfülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.

(Römer 5, 17; ELBEDHÜ)

Wer sich durch solche Lehren oder Kräfte erneut unter das Gesetz oder unter menschliche Gebote (ver-)führen lässt, der weist Gottes Gnade zurück und sagt damit, dass Christi Erlösungswerk umsonst war. Genau davor aber warnt der Apostel Paulus:

“Ich weise Gottes Gnade also nicht zurück, denn das Gesetz kann uns nicht dazu verhelfen, vor Gott gerecht dazustehen. Wäre es anders, dann hätte Christus nicht sterben müssen.

(Galater 2, 21 NGÜ)

Diesen Gefahren können wir nur dann widerstehen, wenn unser Glaube fest in der Gnade Gottes verwurzelt ist und immer mehr darin wächst, d.h. die Erkenntnis der Gnade Gottes und der Genuss derselben in unserem Leben immer größer wird.

Wachsen – in der Erkenntnis Jesu Christi

Da die Gnade, mit der wir beschenkt wurden, ihren Ursprung in der Person Jesu Christi hat – siehe (2. Timotheus 1, 9 – 10; SCHL2000):

“Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde, die jetzt aber offenbar geworden ist durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, (…)“

– kann das Wachsen in der Gnade nie unabhängig vom Wachsen in der Erkenntnis Seiner Person geschehen. Je mehr wir Ihn und alle Facetten Seines Wesens kennen lernen, desto mehr werden wir auch die Gnade, die uns durch Ihn geschenkt wurde, in ihrem ganzen Reichtum erkennen. In der Folge davon, wird in unserem Herzen der Wunsch entstehen, immer mehr von dieser Gnade zu erleben, um sie in unserem Leben ganz praktisch zu verwirklichen. Das Mittel dazu ist denkbar einfach und steht jedem von uns zur Verfügung – es ist der tägliche Umgang mit dem Herrn Jesus Christus durch das Lesen Seines Wortes und das Gebet. Manche meinen, dieser Weg sei “zu einfach“ und sie müssten noch etwas Besonderes „dazu tun“. So geraten sie wieder unter ein “Joch der Knechtschaft“ (Galater 5, 1) – sei es das Joch ihrer eigenen Gebote oder der anderer Menschen. Diejenigen jedoch, die diesen “einfachen Weg“ gehen und den Herrn Jesus Christus betend in Seinem Wort betrachten, sie werden erleben, was Paulus in 2. Korinther 3, 18 (REVEBF) beschreibt:

“Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

„Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten!“

Indem wir aber verwandelt werden “in Sein Bild“ (vgl. auch Römer 8, 29), erfüllen wir den Willen Gottes für unser Leben und geben Ihm Ehre.

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