Bibelbeobachtungen (2): Woher das Licht kommt (1. Mose 1, 1 – 19)

 

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Buch der Bücher * Foto: Lupo / pixelio.de

Der Schöpfunsgbericht im 1. Buch Mose ist wohl einer jener Berichte, der durch Atheisten am häufigsten ins Feld geführt wird, um aufzuzeigen, wie “dumm“ jene Menschen sind, die auch heute noch der Heiligen Schrift glauben. Aber ist es wirklich so “dumm“ dem Wort Gottes zu vertrauen, wenn es um den Anfang unserer Erde und dieses Universiums geht? Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit heute einmal auf eine kleine, aber sehr interessante Aussage in den ersten 19. Versen des Schöpfungsberichtes richten:

“Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah das Licht, dass es gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern! Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, die unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es wurde so. Und Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag. Und Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene! Und es wurde so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in der ihr Same sei, auf der Erde! Und es wurde so. Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in der ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: dritter Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; und sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten! Und es wurde so. Und Gott machte die zwei großen Lichter: das große Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht – und die Sterne. Und Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, dass sie auf die Erde leuchten und dass sie am Tag und in der Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.

(1. Mose 1, 1 – 19; ÜELBEDHÜ)

Ist Ihnen beim Lesen dieser Verse etwas aufgefallen? Nehmen wir an, es ist gerade Tag, wenn Sie diesen Blogbeitrag lesen und nehmen wir weiter an, ich würde Sie bitten, vor Ihre Haustür zu gehen und mir zu sagen, woher das Licht kommt. Was würden Sie mir antworten? Nun, bestimmt würden Sie sagen, dass das Licht von der Sonne kommt. Denn die Sonne ist ja die “Lichtquelle“ unserer Erde. Oder?
In dem biblischen Text, den wir gerade gelesen haben, wird das Vorhandensein des Lichts bereits in Vers 3, also am ersten Schöpfungstag, erwähnt, die Erschaffung der Himmelskörper (Sonne, Mond, Sterne) dagegen jedoch erst am vierten Schöpfungstag. Hätten Sie, wenn Sie einen Schöpfungsbericht hätten verfassen wollen, die Erschaffung des Lichts lange vor der Erschaffung der Himmelskörper erwähnt? Sicherlich nicht, denn jeder Mensch geht davon aus, dass das Licht, in dem wir leben dürfen, untrennbar mit den Himmelskörpern, insbesondere der Sonne, verbunden ist. Das ist auch verständlich, denn wir können nur von dem ausgehen, was wir sehen bzw. kennen. Ganz anders verhält es sich jedoch mit dem inspirierten Autor des biblischen Schöpfungsberichtet. Durch die Offenbarung Gottes kann er uns Dinge mitteilen, die dem “normalen“ Menschen verborgen sind, ja, die jeder andere Schreiber als unsinnig hätte betrachten müssen. Licht vor der Existenz der Sonne? Unsinn! Gerade durch diese “Unsinnigkeit“ aber wird deutlich, dass es sich beim biblischen Schöpfungsbericht nicht um einen menschlich erdachten “Schöpfungsmythos“ handelt, sondern um eine Offenbarung Gottes. Oder, um es mit dem frühen christlichen Apologeten Tertullian zu sagen: “Certum est, quia impossibile. (“Es ist sicher, weil es unmöglich ist.“)

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