Bibelbeobachtungen (1): Was uns wirklich schützt (Esra 3, 1 – 3)

 

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Buch der Bücher * Foto: Lupo / pixelio.de

Im Buch Esra werden uns die Geschehenisse im Zusammenhang mit der Befreiung der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft und ihrer Rückkehr nach Israel geschildert. In Esra 3, 1 – 3 (SCHL’2000) heißt es dann:

“Als aber der siebte Monat nahte und die Kinder Israels nun in ihren Städten waren, da versammelte sich das Volk wie ein Mann in Jerusalem. Und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brüder, machten sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf darzubringen, wie es geschrieben steht im Gesetz Moses, des Mannes Gottes. Und sie errichteten den Altar auf seiner Grundfeste, denn Furcht vor den Völkern der [umliegenden] Länder lastete auf ihnen; und sie opferten dem Herrn Brandopfer darauf, Brandopfer am Morgen und am Abend.

Ist Ihnen beim Lesen dieser Verse etwas aufgefallen? Die Israeliten hatten Furcht, Angst, vor den umliegenden Völkern. Ihre eigene Stadt Jerusalem war zerstört, die Häuser niedergebrannt, die Mauern von feindlichen Armeen niedergerissen, der Tempel dem Erdboden gleich gemacht. Doch das erste, was die Rückkehrer in dieser Situation tun, ist nicht, die Mauern der Stadt, sondern den Altar – die zentrale Anbetungsstelle Gottes – wieder aufzubauen. Denn die Rückkehrer aus Babylon hatten die entscheidende Lektion aus der Geschichte ihres Volkes gelernt: Wenn unsere Beziehung zu Gott nicht in Ordnung ist, dann können uns selbst die dicksten Verteidgungswälle nicht gegen unsere Feinde schützen. Jetzt setzen sie die richtigen Prioritäten – Gott soll in Zukunft bei ihnen den ersten Platz einnehmen. Ihm wollen sie dienen – vom Morgen bis zum Abend.

“First things first!“ oder: Auch als Christ die richtigen Prioritäten setzen

Es kann sein, dass wir als Christen eine ähnliche Lektion lernen müssen: Während die Beziehung zu Gott am Anfang unseres Glaubens den ersten Platz in unserem Leben einnahm, wurde sie dann vielleicht von anderen “Prioritäten“ verdrängt. Doch je mehr diese anderen “Prioritäten“ die Oberhand gewannen, desto mehr verlor unser Glaube an Kraft. Vielleicht sind wir in Sünde gefallen, vielleicht haben alte Gewohnheiten wieder Macht über uns gewonnen. Egal aus welcher “Gefangenschaft“ wir zurückkehren müssen/wollen, Gott will uns dazu Gnade und Kraft schenken. Doch dazu ist es dann auch nötig, dass wir zu Ihm umkehren und Ihm wieder den ersten Platz in unserem Herzen und Seiner Anbetung den ersten Platz in unserem Leben einräumen. Machen Sie es sich zu einer festen Gewohnheit und beginnen Sie Ihren Tag mit Gebet und mit dem Lesen von Gottes Wort.

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