In Memoriam: Bonnie Witherall (1971 – 2002)

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Es war am Morgen des 21. November 2001, als Bonnie Denise Penner Witherall ein lautes Klopfen an der Tür jener kleinen medizinischen Klinik in Sidon/Libanon vernahm, in der sie und andere christliche Entwicklungshelfer vorrangig schwangeren Frauen aus den palästinensischen Flüchtlingslagern halfen. Nur wenige Momente nachdem sie die Tür geöffnet hatte, verstarb die 31jährige Amerikanerin an drei Schüssen, die ein unbekannter Attentäter auf ihren Kopf abgegeben hatte.
Erst zwei Jahre zuvor hatte die junge Frau, die in Kalifornien geboren und in Vancuver/Washington aufgewachsen war, ihre Ausbildung am Moody Bible Institute in Chicago abgeschlossen. Dort hatten sie und ihr Ehemann Gary sich kennengelernt und im Jahr 1997 geheiratet. Nach einer Phase der Orientierung, während der sie in Portland arbeiteten, waren Gary und Bonnie Witherall zu der Überzeugung gelangt, dass der Herr Jesus Christus sie dazu gerufen hatte, den Menschen im Libanon, insbesondere den Flüchtlingen, zu dienen.
Im September 2001 begannen sie ihre Arbeit in Sidon, die nur etwas mehr als ein Jahr später so brutal unterbrochen werden sollte. Doch der Tod von Bonnie Witherall markierte nicht das Ende des christlichen Zeugnisses im Libanon. Trotz des immensen Schmerzes, den der Tod seiner Frau bei ihm auslöste, war es Gary Witherall durch Gottes Gnade möglich, dem Mörder seiner Frau zu vergeben. Sein  Zeugnis motiviert seitdem immer wieder insbesondere junge Christen, sich der Frage zu stellen, in welchen Dienst Gott sie berufen habe.
Inspiriert durch das Zeugnis von Bonnie Witherall, schrieb Bill Drake vor einigen Jahren  das Lied “Wear the Crown“:

Dieses Lied, das allen christlichen Märtyrern gewidmet ist, verweist auf die biblische Wahrheit aus Markus 10, 28 – 30:

“Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, so er verläßt Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kind oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.“

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