MEHR! GRÖSSER!

MEHR!

Das alttestamentarische Bibelwort der Tageslosung der Herrenhuter Brüdergemeine für den 1. Oktober 2013 ist 2. Könige 6, 16:

„Elisa sprach zu dem Diener: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind!

Der Prophet Elisa spricht diese Worte zu seinem Diener in einer sehr brenzligen Situation. Seit geraumer Zeit versucht der König von Aram mit seiner Streitmacht das Nordreich Israel zu erobern. Doch es gelingt ihm nicht. Jedes Mal, wenn er den Truppen des Königs von Israel einen Hinterhalt legt, warnt Gott diesen durch Seinen Propheten Elisa. Das erfahren auch die Aramäer und sie planen, Elisa gefangen zu nehmen, damit dieser ihre Pläne nicht mehr den Israeliten offenbaren kann. Die Aramäer wissen, dass Elisa sich in Dotan aufhält und so schicken sie ein großes Heer, das in der Nacht die Stadt einkesselt. Menschlich gesehen gibt es kein Entkommen mehr. Das jedenfalls ist die Überzeugung von Elisas Diener:

Und der Diener des Mannes Gottes stand früh auf und trat heraus, und siehe, da lag ein Heer um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu ihm: O weh, mein Herr! Was sollen wir nun tun?“

(2. Könige 6, 15)

Doch Elisa, der weiß, dass diese menschlichen Heerscharen den Konflikt nicht entscheiden werden, ermutigt seinen Diener mit den Worten der heutigen Tageslosung:

„Elisa sprach zu dem Diener: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind!

(2. Könige 6, 16)

Und um ihn vollkommen zu stärken, betet der Prophet, dass Gott seinem Diener die Augen öffne und dieser einen Blick auf die geistlich Realität tun kann:

“Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.“

(2. Könige 6, 17)

Auf diese Weise macht Elisa seinem Diener deutlich, wo die Entscheidung dieses Konfliktes wirklich fällt: im geistlichen Bereich. Denn dort stehen dem Gläubigen, der sich ganz allein oder nur mit einem einzigen Freund in einer ausweglosen Situation befindet, die Heerscharen des Himmels zur Seite. Und auf sein Gebet hin werden sie tätig. Im Folgenden lesen wir dann, wie Elisa betet und Gott auf dieses Gebet hin die feindlichen Aramäer mit Blindheit schlägt. Die blinden aramäischen Herrscharen folgen Elisa nach Samaria und laufen so dem König Israels genau “in die Arme“, der sie für eine begrenzte Zeit gefangen nimmt. Nach dieser Niederlage geben die Aramäer endlich Ruhe und stellen ihre Angriffe auf Israel ein.

GRÖSSER!

Manch einer mag nun wehmütig an die Berichte des Alten Testaments zurück denken: Das waren noch Zeiten! Da gab es Propheten und die taten Zeichen und Wunder! Wow! Wow? Also ich möchte nicht in die alttestamentarischen Zeiten zurück. Warum? Nun, das wäre mir einfach nicht genug Gotteserleben! Im Neuen Testament lerne ich nämlich durch den Apostel Johannes:

“Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“

(1. Johannes 4, 4)

Als Christ muss ich nicht darauf warten, dass  himmlischen Heerscharen eingreifen, denn der Herr Jesus Christus Selbst lebt in mir (Kolosser 1, 27) – und in jedem von Neuem geborenen Gläubigen (Johannes 3, 1 – 6). ER ist der, von dem der Hebräerbrief bezeugt, dass ER das ganze All durch Sein mächtiges Wort trägt (Hebräer 1, 3). Es gibt keine Macht in diesem Universum, die IHM und Seinem Willen widerstehen könnte. ER ist GRÖSSER als alles. Nein, ich möchte nicht in die Zeiten des Alten Testaments zurück, in jene Zeiten, in denen der Heilige Geist nur zeitweise auf einigen Menschen ruhte und sie besonders befähigte. Ich bin von Herzen dankbar, dass ich in jenem Abschnitt der göttlichen Heilsgeschichte leben darf, in der Gott uns ganz nahe gekommen ist, immer in und bei uns ist und uns nicht mehr verlässt! Dieses Wissen und diese Erfahrung würde ich für Nichts in dieser Welt eintauschen! Evangelium – das bedeutet nicht nur gute Nachricht in dem Sinne, dass uns durch das Opfer Jesu die Sünden vergeben werden können und wir so in einer Lebensbeziehung mit Gott leben dürfen. Evangelium – das ist auch die gute Nachricht, dass unser starker Erlöser uns nie wieder verlässt und dass Seine Macht ausreicht, das Böse, das uns begegnet, zu überwinden! ER ist in uns und mit uns – jetzt und in jedem Augenblick unseres Lebens.

“(…) und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

(Johannes 14, 16 – 17)

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