[Repost] Der unwandelbare Gott

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Bereits an anderer Stelle habe ich im Zusammenhang mit Offenbarung 1, 4:

„Gnade euch und Friede von dem,
der da ist und der da war und der da kommt, …“

darauf hingewiesen, dass aus den Worten  „von dem, der da ist und der da war und der da kommt“ ein starker Anklang an die Aussage von 2. Mose 3, 14 ff. herauszuhören ist: Dort offenbarte sich Gott dem Mose (und damit dem ganzen Volk Israel) als der ewig Seiende: „Ich bin, der ich bin“.
In Offenbarung 1, 4 werden nicht die Israeliten angesprochen, sondern Gläubige aus Israel und aus den Nationen, die jetzt im Zeitalter der Gnade zusammen die Versammlung (= Gemeinde/Kirche) bilden. Auch diesen offenbart sich Gott als der „ewig Seiende“ – als „der, der da ist und der da war und der da kommt“. Es ist ein und derselbe Gott. Er war da und hat Israel getragen und geleitet. Er ist jetzt da und bewahrt und leitet die Gläubigen der Versammlung (= Gemeinde/Kirche) und  Er wird kommen, um sie zu sich zu nehmen (Johannes 14, 1 – 3) und um sein Reich auf dieser Erde aufzurichten. Indem uns die Heilige Schrift Gott auf diese Weise vorstellt, unterstreicht sie, dass  der Gott des Alten  Testaments auch der Gott des  Neuen Testaments ist.

Denn ich, der HERR, ich verändere mich nicht;
und ihr, Kinder Jakobs, ihr werdet nicht vernichtet werden.“

(Maleachi 3, 6)

Aber noch ein anderer Gedanke ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung: Den Israeliten offenbarte sich Gott als der „ewig Seiende“ (und damit auch als der unwandelbare Gott) kurz bevor Er sie mit starker Hand aus der Knechtschaft in Ägypten erlöste und in das verheißene Land brachte. Diesen Zeitpunkt der göttlichen Selbstoffenbarung sollten wir unbedingt beachten. Gott wusste, welchen Anfechtungen und Schwierigkeiten die Israeliten auf diesem Weg unterworfen sein würden. Ihrem Auszug aus Ägypten ging eine starke Auseinandersetzung mit dem Pharao voraus, der seine billigen Sklavenarbeiter natürlich nicht entlassen wollte. Kurz nachdem der Pharao sie endlich frei gegeben hatte,  änderte er seine Meinung und bot die gesamte ägyptische Streitmacht auf, um die Israeliten wieder gefangen nehmen zu lassen und um sie erneut zu versklaven. Aber am Schilfmeer gebot Gott diesem feindlichen Angriff Einhalt und führte sein Volk  auf wunderbare Weise in die Freiheit.
Die sich anschließende Zeit der Wüstenwanderung war jedoch keine Zeit des Friedens. Im Gegenteil: Die Wüstenwanderung Israels war geprägt von vielen Auseinandersetzungen mit feindlichen Völkern. Erst als das Volk das verheißene Land  eingenommen hatte, fand es Ruhe (Josua 23, 1). In allen diesen Anfechtungen und Auseinandersetzungen war es wichtig, dass das Volk wusste: Gott bleibt derselbe, Er verändert sich nicht. Unsere Lebensumstände mögen sich zeitweise radikal verändern, wir mögen unseren (scheinbaren) Wohlstand  verlieren, wir mögen ein Volk auf der Flucht vor Feinden sein, wir mögen durch eine Wüste ziehen müssen, wir …. – Gott bleibt derselbe, Er bleibt treu und Er wird darum auch Seine Verheißungen erfüllen (Josua 23, 14; Josua 21, 43 – 45) und uns in das Land bringen, dass er uns verheißen hat. Weil Er seinem Volk diese Gewissheit geben wollte, darum offenbarte sich Gott Seinem Volk und zwar bevor Er mit ihnen handelte. Er ließ sie nicht im Unklaren darüber, wer (und wie) der Gott ist, der sie befreien, versorgen und in Sicherheit bringen wollte.

Als Christen haben wir einen ähnlichen Weg zu gehen. Wir sind zwar nicht aus einem buchstäblichen Sklavendasein errettet worden, aber aus einer geistlichen Sklaverei. Der „Pharao“, unter dem wir Sklavendienst leisten mussten, war der „Fürst dieser Welt“, der „Gott dieses Zeitlaufs“ (vgl. Johannes 14, 30; 2. Korinther 4, 4; Hebräer 2, 14 f.).  Die Macht, mit der er uns gefangen hielt war die Macht der Sünde und des Todes (vgl.  Römer 8, 2; Römer 6, 18; Römer 6, 22) und als uns der Herr Jesus Christus aus dieser Macht befreite, versuchte der Fürst dieser Welt alles, um uns wieder in seine Gefangenschaft zurück zu ziehen. Doch so, wie Gott die Macht des Pharao über den Israeliten am Schilfmeer ein für allemal zerbrach (2. Mose 14), so ist auch die Macht des Fürsten dieser Welt über uns ein für allemal durch den Herrn Jesus Christus zerbrochen worden. Unser Auszug aus dem geistlichen Ägypten geschah, als wir von neuem durch den Heiligen Geist geboren wurden  (Johannes 3, 1 – 6) und unsere Befreiung am geistlichen Schilfmeer  zum Zeitpunkt unserer Taufe (vgl. Römer 6, 1 – 11 i. V. m. 1. Korinther 10, 1 – 2). Seitdem befinden auch wir uns auf  einer „Wüstenreise“. Unser „verheißenes Land“ wird kein buchstäbliches, irdisches sein. Unser Ziel sind die himmlischen Wohnungen, die der Herr Jesus Christus im Haus Seines Vaters  für uns vorbereitet (Johannes 14, 1 – 3). Die „Wüste“ durch die wir ziehen, d.h. diese vergängliche Welt, mag uns viel komfortabler erscheinen als jene Wüste, die das Volk  Israel  durchqueren musste. Nichtsdestotrotz ist und bleibt es – im Vergleich zu der himmlischen Herrlichkeit, die auf uns wartet (vgl. Römer 8, 18; 2. Korinther 4, 17) – eine Wüste. Auch uns werden auf diesem Weg Gefahren, Anfechtungen und aufgezwungene Auseinandersetzungen begegnen. Aber im Gegensatz zum Volk Israel sind unsere Feinde nicht menschlicher, sondern geistlicher Natur (Epheser 6, 12 – 18). Unsere Waffen sind darum auch nicht buchstäblicher, materieller Art, es  sind  geistliche Waffen (2. Korinther 10, 3 – 5). Der Tag wird kommen, an dem unser Herr Jesus Christus uns aus dieser Welt zu sich nehmen wird (1. Thessalonicher 4, 13 – 18) und wir in die himmlische Ruhe eingehen werden. Aber bis dieser Augenblick kommt, bleiben wir als Botschafter Christi  (2. Korinther 5, 20) in  dieser Welt, die der Herr Jesus Christus selbst als einen Ort bezeichnet, der von Furcht, Angst bzw. Drangsal gekennzeichnet ist (vgl.  Johannes 16, 33; Johannes 14, 27; 2. Timotheus 3, 12; Apostelgeschichte 14, 22; 1. Thessalonicher 3, 3; 2. Thessalonicher 1, 4).
Wenn Gott sich den Gläubigen der Gnadenzeit im Buch der Offenbarung ebenfalls als der „ewig Seiende“, der unveränderliche Gott, vorstellt, dann darum, weil Er uns  vor und in den großen Veränderungen und Umwälzungen, die dem Kommen Seines Sohnes vorausgehen, versichern möchte, dass Er treu und verlässlich ist (2. Timotheus 2, 13). Darauf dürfen wir in allem, was auf uns und diese Welt noch zukommen mag,  vertrauen. Denn:

„(Gott ist der) Vater der Lichter,  bei dem
keine Veränderung ist noch der Schatten eines Wechsels.“

(Jakobus 1, 17)

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