Kurze Anmerkungen zu Epheser 5, 1 – 2

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5 Aspekte des christlichen Wandels im Epheserbrief

Der Begriff des “Wandels“ spielt im Epheserbrief (zum Hintergrund des Epheserbriefes siehe hier: Klick!) eine wichtige Rolle. Fünf verschiedene Aspekte des christlichen Wandels, d.h. der christlichen Lebensführung, zeigt der Apostel Paulus in diesem Brief auf:

1. Wandel in Einheit (Epheser 4, 1 – 16)
2. Wandel in Heiligkeit (Epheser 4, 17 – 32)
3. Wandel in Liebe (Epheser 5, 1 – 6)
4. Wandel im Licht Gottes (Epheser 5, 7 – 14)
5. Wandel in Weisheit (Epheser 5, 15Epheser 6, 9)

Wandel in Liebe

Unser heutiges Textwort in dem Abschnitt entnommen, in dem Paulus die Christen in Ephesus zu einem „Wandel in Liebe“ auffordert:

„Seid nun Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder, und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. Hurerei aber und alle Unreinheit oder Habsucht werde nicht einmal unter euch genannt, wie es Heiligen geziemt; auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, die sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn dieses wisst und erkennt ihr, dass kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist) ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit eitlen Worten, denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.“

(Epheser 5, 1 – 6)

Diese Aufforderungen umfassen einen positiven Teil – man wandelt in Liebe, indem man bestimmte Dinge tut (Verse 1 – 2) und einen negativen Teil – man wandelt in Liebe, indem man andere Dinge unterlässt (Verse 3 – 6). Wir wollen heute den ersten Teil betrachten:

Nachahmer Gottes

Kinder suchen in ihrer Entwicklung nach Vorbildern, an denen sie  sich orientieren können. In der Regel sind das ihre Eltern. Auf diesen Vergleich zielt der Apostel Paulus hier ab: So, wie natürliche Kinder ihre Eltern nachahmen, so sollen Kinder Gottes ihren himmlischen Vater nachahmen. Insbesondere sollen wir die Gesinnung, mit der Gott uns begegnet, nachahmen: Seine Liebe, Seine Barmherzigkeit und Gnade. Gott hat, um uns zu erlösen und wieder in eine Beziehung mit Ihm zu bringen, Seinen Sohn am Kreuz von Golgatha hingegeben (Johannes 3, 16). Der Sohn Gottes ist diesen Weg aus Liebe zu uns gegangen (Johannes 15, 13). Weil diese Liebe die Grundlage unseres neuen Lebens mit Gott ist (Römer 5, 5), soll sie auch das bestimmende Element im Umgang mit unseren Mitgläubigen (1. Johannes 4, 11 + 19 – 21) und mit allen Menschen (Titus 3, 1 – 2) sein.

Gottesdienst!

Die Hingabe des Sohnes Gottes erschöpfte sich nicht in liebevollen Worten, nein Seine Hingabe für uns war ein ganz praktischer Akt. Auch die Liebe, die wir unseren Mitgläubigen und allen Menschen erweisen, darf es nicht bei freundliche Worten und Gebetszusagen belassen, wenn sie ein echter Dienst für Gott sein soll. Der Apostel Johannes drückt das so aus:

“Kinder, lasset uns nicht mit Worten lieben, noch mit der Zunge, sondern in der Tat und Wahrheit!“

(1. Johannes 3, 18)

Wir tendieren oft dazu, solche praktischen Handreichungen, Dienste oder Hilfeleistungen als “nicht geistlich“ zu betrachten. Doch da irren wir. Der Apostel Jakobus macht deutlich, dass solche Dinge für Gott genauso “Gottesdienst“ sind, wie der Besuch jener Zusammenkünfte, in denen wir Gottes Wort hören und Ihn anbeten:

“Ein reiner unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: Die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt erhalten.“

(Jakobus 1, 27)

Wir dürfen das eine nicht gegen das andere ausspielen. Weder sind jene besonders geistlich, die nur noch christliche Sozialarbeit leisten, noch jene, die am liebsten 24-Stunden am Tag nur beten würden. Geistlich ist es, wenn ich beide Bereiche miteinander verbinde und jeden Dienst so versehe, wie sich mir eine Möglichkeit bietet.  Ein so ausgeglichenes Christenleben, wird insgesamt „ein Gottesdienst“ sein – oder, wie Paulus es in unserem Textwort unter Bezug auf den alttestamentarischen Gottesdienst (3. Mose 2, 1; 3. Mose 1, 9) formuliert “ein duftender Wohlgeruch“ für Gott.

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