Just DO it! (1)


Translation here.

Schon vor einiger Zeit bin ich beim Lesen im 30. Kapitel des 1. Samuelbuches bei einem kurzen Satz „hängengeblieben“. Dort heißt es:

„Und es geschah, als David und seine Männer am dritten Tag nach Ziklag kamen, da waren die Amalekiter in den Süden und in Ziklag eingefallen; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt. Und sie hatten die Frauen und alle, die darin waren, gefangen weggeführt, vom Kleinsten bis zum Größten; sie hatten niemand getötet, sondern sie hatten sie weggetrieben und waren ihres Weges gezogen. Und David und seine Männer kamen zu der Stadt; und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter waren gefangen weggeführt. Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme, und sie weinten, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen. (…) Und David war in großer Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen; denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. Aber David stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott. Und David sprach zu Abjathar, dem Priester, dem Sohn Ahimelechs: Bring mir doch das Ephod her! Und Abjathar brachte das Ephod zu David. Und David befragte den HERRN und sprach: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie erreichen? Und er sprach zu ihm: Jage ihr nach, denn du wirst sie gewiss erreichen und wirst gewiss erretten.“

(1. Samuel 30, 1 – 8 )

Niederschmetternde News

Kennen Sie das auch: Sie kommen aus einer längeren Zeit der Krankheit oder nach einer Kur-/Reha-Maßnahme  wieder zurück an Ihren Arbeitsplatz und müssen feststellen, dass ein anderer Mitarbeiter die Zeit Ihrer Abwesenheit genutzt hat, um sich Ihren Arbeitsbereich „unter den Nagel“ zu reißen? Ihre Arbeiten für begonnene Projekte wurden „platt gemacht“, die von Ihnen erarbeiteten Erfolge hat sich dieser Konkurrent „gutschreiben“ lassen und Sie stehen plötzlich vor dem Nichts? – Solche oder ähnliche Situationen können in unserem Leben immer wieder vorkommen.  Dabei müssen die Auslöser nicht immer Konkurrenten am Arbeitsplatz oder dergleichen sein. Krankheit,  unerwartete Entwicklungen am Arbeitsplatz, familiäre, wirtschaftliche oder politische Veränderungen,  all‘ das kann unser Leben von heute auf morgen tiefgreifend verändern. Plötzlich ist alles, was wir uns bisher erarbeitet haben,   nichts mehr wert. Plötzlich meinen wir, vor dem „Nichts“, vor dem „Aus“, zu stehen. Was tun? Woher jetzt die Kraft zum Weitermachen, zum Durchhalten, nehmen?

Von David lernen

Von David, der in Ziklag eine solche Situation durchlebte, können wir drei wichtige Dinge lernen:

1. David schaute der Situation ins Auge. Angesichts der schwierigen Situation hätte  er auch seine Männer nehmen und sich irgendwelchen anderen Plänen/Zielen zuwenden können. Doch David verdrängt die Situation nicht, er stellt sich ihr. Jede Heilung beginnt mit einer genauen Diagnose der Krankheit. Auch Ihre Probleme werden sich nicht lösen, wenn Sie die Augen davor verschließen und sie verdrängen. Verdrängung mag uns vielleicht für einen Augenblick Erleichterung schaffen, doch Verdrängung verzögert auch die Lösung unseres Problems. Darum: schauen Sie dem Problem ins Auge. Das mag schwer, ja schmerzlich für Sie sein, aber damit haben Sie schon den ersten Schritt zur Lösung des Problems getan.

2. David trauerte. Er stand zu den Gefühlen, die durch diese schwere Situation ausgelöst wurden. Auch hier gilt: Zulassen statt verdrängen! Stehen Sie zu Ihren Gefühlen, trauern Sie, weinen Sie, geben Sie Ihren Gefühlen Raum. Sie müssen das ja nicht wie David „inmitten des Volkes“ tun. Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie allein und ungestört sind. Sie werden feststellen, wie sehr es Sie entlastet, wenn Sie all‘ die Gefühle, die sich in Ihnen aufgestaut haben, Raum geben.

3. David stärkte sich in dem Herrn. Er blieb nicht bei einer Situationsanalyse stehen und er versank auch nicht dauerhaft in seinem Kummer. Sich der Situation und seinen eigenen Gefühlen zu stellen, ist wichtig. Aber diese zwei Schritte sind nur die Voraussetzungen dafür, den Blick auf Lösungen, auf neue Schritte frei zu bekommen.  Die Wende kam erst, als David „sich in dem Herrn stärkte“. Sie brauchen Kraft. Kraft, um das Erlebte zu verarbeiten, Kraft, um Neues in Angriff zu nehmen, Kraft um auf dem neu begonnenen Weg durchzuhalten.  David „stärkte sich in dem Herrn“. Für David war klar, dass wahre Kraft und Stärke nur in Gott zu finden ist. Als Christen teilen wir diese Überzeugung Davids. Wie wir zu neuer Kraft finden und uns „im Herrn stärken“ können, auf diese Frage werde ich in einem Folgeartikel eingehen.

 


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