Fragen erwünscht! (2)


Translation here.


Gott hat nichts gegen unsere Fragen. Ganz im Gegenteil. Bereits im Alten Testament sehen wir, dass Gott Fragen erwartet:

„Und es soll geschehen, wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was ist das? so sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat Jahwe uns aus Ägypten herausgeführt, aus dem Hause der Knechtschaft.“

(2. Mose 13, 14)

„Wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was bedeuten die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche Jahwe, unser Gott, euch geboten hat, so sollst du deinem Sohne sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und Jahwe hat uns mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt (…)“

(5. Mose 6, 20 – 21)

„(…) damit dies ein Zeichen unter euch sei. Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese Steine?“

(Josua 4, 6)

„Und er sprach zu den Kindern Israel und sagte: Wenn eure Kinder künftig ihre Väter fragen und sprechen: Was bedeuten diese Steine?“

(Josua 4, 21)

Die Fragen der israelitischen Kinder an ihre Eltern – hier bzgl. des Passahfestes bzw. bzgl. der Gedenksteine – werden von Gott nicht abgetan oder verurteilt. Er erwartet solche Fragen und er weist diese Eltern an, ihren Kindern zu antworten, ihnen zu erklären, was sie da tun und warum sie es tun. Gott möchte nicht, dass Kinder die Gebräuche und Traditionen ihrer Eltern übernehmen, ohne zu verstehen, was deren Sinn und Inhalt ist. Er möchte, dass Kinder verstehen, was sie da tun und warum sie es tun, was sie glauben und warum sie es glauben. Er möchte, dass Kinder verstehen, warum Er diese oder jene Dinge getan, diese oder jene Dinge geboten hat und Er möchte, dass sie Ihn auf diese Weise kennen- und verstehen lernen. Denn eine andere Person – in diesem Fall Gott – kann man nur kennen lernen, verstehen lernen, wenn man mit ihr ins Gespräch kommt. Zu einem vertrauten Gespräch aber gehören auch immer Fragen. Die Übernahme von Tradition („weil man das halt so macht“) kann keine lebendige Beziehung begründen, sie begründet nur eine tote Religiosität. – Wenn Gott solche Fragen bereits bei den Kindern der Israeliten erwartete, wie viel mehr erwartet Er dies auch von uns.

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