Das weiße Band (2)


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Der Film

Der Film ist nicht nur gut gemacht, sondern mit Ulrich Tukur, Burghart Klaußner und Susanne Lothar, um nur einige zu nennen, mit herausragenden Schauspielern besetzt. Man muss nicht wissen, dass allein für die Rollen der Dorfkinder insgesamt 7.000 (!) Kinder gecastet wurden. Man sieht dem Film an unzähligen Stellen und Details an, dass er mit großem handwerklichen Können und einer ebensolchen Leidenschaft gemacht wurde. Das allein ist schon sehr bemerkenswert.

Gedanken zum Film  (1)

Die Handlung bzw. die Kernaussagen des Films werden durch die schwarz-weiße Aufnahme auf beeindruckende Weise nachhaltig unterstrichen: Die drei dominierenden Figuren – der Baron, der Arzt und natürlich auch der protestantische Geistliche – führen nach außen (weiß) hin ein anderes Leben als nach innen (schwarz) bzw. in der Realität ihrer Familien. Eine Grauzone gibt es nicht. Entweder man tritt mit der jeweiligen Maske vor die Menschen im Dorf oder man lässt die Maske vor der eigenen Familie fallen. Halbmaskiert – das geht nicht. Auf dem Hintergrund des schwarz-weißen Films tritt die Wahrheit (weiß) deutlich hervor und dadurch bekommt auch die menschliche Dunkelheit (schwarz) klare, ja scharfe Konturen. Der Einsatz des Schwarzweißfilms als Mittel der Wahrheitsfindung.

So wird deutlich, dass die drei Hauptfiguren – obwohl ihre  jeweiligen Berufe  ihnen die Sorge um das Gemeinwohl zum Auftrag machen – durchweg egoistische Despoten sind. Keiner von ihnen ist wirklich fähig und willens, gemäß der Berufung, die ihrem jeweiligen Beruf zugrunde liegt, zu leben: Ein Gutsherr ohne wirkliche Sorge  für bzw. Achtung vor seinen Arbeitern. Ein Arzt, dem die seelische Gesundheit der Menschen, die ihm am nächsten stehen, nicht nur völlig egal ist, sondern der diese seelische Gesundheit nachhaltig schädigt. Ein Pastor,  der – was könnte man Schlimmeres über ihn sagen – ganz offensichtlich nie in der Tiefe seines Seins das Evangelium erlebt hat und so die ihm anbefohlenen Menschen nicht in die Freiheit des Christus (Galater 5, 1) führen, sondern sie nur mit Tradition und Dogmatismus knechten kann.

Fortsetzung: Klick!

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