Der Zwerggott – Ihr Gott?

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„Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.“

(Hiob 42, 1-2)

Samstagmorgen, 9.00 Uhr. Gerade haben Sie sich noch einmal wohlig in Ihrem Bett umgedreht und voller Glück daran gedacht, wie schön es ist, endlich einmal ausschlafen zu können, endlich einmal nicht schon um 5.00 Uhr aufstehen zu müssen um zur Arbeit zu gehen, da zerreißt das schrille Geräusch Ihrer Türglocke alle Träumereien.

Aufwachen

„Aufwachen …“
Foto:
Havlena/pixelio

Während Sie sich den Schlaf aus den Augen reiben, fragen Sie sich, wer das sein könnte? Sie erwarten doch gar keinen Besuch zu so früher Stunde, sie erwarten auch kein Paket oder Päckchen  und der Zeitungsausträger klingelt doch sonst nie! Während Sie das Bettdeck zurückwerfen und in Ihre Hausschuhe  schlüpfen, fragen Sie sich ob nicht vielleicht ein Unglück geschehen ist und nun ein Polizist vor Ihrer Haustür steht, um Sie zu informieren. Während Sie die Treppe hinuntereilen, fragen Sie sich, warum Sie nicht angerufen wurden? Ist der Akku des Handys schon wieder leer? Erschreckt öffnen Sie die Tür und da stehen sie: zwei adrett gekleidete Frauen, die Sie mit einem strahlenden „Guten Morgen“ begrüßen und sich als Mitarbeiter der „Wachturm-Gesellschaft“, besser bekannt als „Zeugen Jehovas“, vorstellen. Wohl die meisten Leser haben schon einmal eine Begegnung mit den Zeugen Jehovas gehabt. Entweder erscheinen sie vor der Haustür oder man begegnet ihnen in den Fußgängerzonen, wo sie, ebenfalls meist zu zweit, mit dem „Wachturm“ in der Hand stehen und das Gespräch mit den Passanten suchen. Auch ich sah kürzlich eine Frau in mittlerem Alter mit dem „Wachturm“ in der Fußgängerzone stehen. Da ich es eilig hatte, wollte ich einfach an ihr vorbei gehen. In diesem Moment sprach sie mich mit den Worten: „Na, Sie glauben wohl auch, dass alle Menschen in den Himmel kommen? Aber da passen ja gar nicht alle hinein!“  an. Nun konnte ich doch nicht widerstehen und antwortete ihr: „Gute Frau, ich weiß ja nicht an was für einen Gott Sie glauben. Aber der Gott, an den ich glaube, der Gott der Bibel, ist allmächtig und wenn es seinem Wunsch entspricht, dann kann er auch einen Himmel erschaffen,  in dem Platz für alle Menschen ist. Einen kleineren Gott brauche ich nicht. Guten Tag.“ Ihr erstauntes Gesicht werde ich so schnell nicht vergessen.
Als mir kürzlich wieder Zeugen Jehovas begegneten, musste ich an dieses Erlebnis denken. Wie schnell sind  religiöse Menschen doch dabei, Gott klein zu machen. Manchmal merken sie es  gar nicht. Gott wird klein gemacht und andere Dinge treten dann an Seine Stelle: eine heilsbringende Organisation, so genannte Stellvertreter Gottes auf Erden in der Person des jeweiligen menschlichen Leiters der betreffenden Organisation, Dogmen, die sich auf einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstellen gründen und natürlich auch das eigene Werk, das eigene Tun, mit dem man meint, sich seine Seligkeit erarbeiten zu können.
Aber nicht nur religiöse Menschen, sondern auch Christen, die in der Heiligen Schrift die einzige Quelle göttlicher Offenbarung erkennen, können sehr schnell dahin kommen, Gott klein zu machen. Gott wird klein, wo wir Ihn nur als den Erhörer unserer Gebete betrachten, aber nicht als den Herrn anerkennen, der unser Leben nach Seinen Plänen leiten möchte. Gott wird klein, wenn wir unser Leben nach dem ausrichten, was dieser oder jene geistliche Leiter gesagt hat, wir  aber nicht mehr persönlich aus Gottes Wort hören, was Gott Selbst uns zu sagen hat. Gott wird klein, wenn wir meinen mit vielen Argumenten das Leid und Elend dieser Welt erklären zu müssen, anstatt auf das Kreuz von Golgatha zu verweisen, wo Gott schon vor 2000 Jahren die Antwort auf alles Elend der Welt gegeben hat.
Hiobs Freunde standen auch in einem solchen Spannungsfeld. Sie debattierten über Dinge, von deren wahren Hintergrund sie gar keine Ahnung hatten (vgl. Hiob 1). Sie meinten Gott zu kennen und für Ihn zu sprechen. Doch in Wahrheit hatten sie nicht einmal einen Schimmer davon, wer Gott ist und was Er tut. Erst als Gott sich Hiob (und seinen Freunden) offenbart (Hiob Kapitel 38, 39, 40, 41, 42), bekommen sie eine Ahnung davon, wer und wie Gott ist: allmächtig, völlig souverän und unabhängig von jeglichem menschlichen Denken und Tun – und trotzdem dem Menschen in völliger Liebe zugewandt. Wir brauchen heute nicht wie Hiob damals auf eine spezielle Offenbarung warten, um Gott kennen zu lernen. Gott hat sich geoffenbart in Seinem Sohn Jesus Christus:

„Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?“

(Johannes 14, 8 – 9)

„Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe. Und wenn jemand meine Worte hört und nicht hält, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tage. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Und ich weiß, daß sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.“

(Johannes 14, 44-50)

Was haben Sie für einen Gott? Ist Ihr Gott auch ein Zwerg, der keinen Himmel erschaffen kann, in den alle Menschen hineinpassen? Wer Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer, kennen lernen möchte wie Er ist, muss den Sohn Gottes, Jesus Christus, betrachten. Denn in Ihm hat Gott sich vollkommen geoffenbart:

„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst.“

(Kolosser 1, 15 – 20)

Wie können wir Jesus Christus betrachten und dadurch Gott kennen lernen? Ganz einfach dadurch, dass wir das Neue Testament lesen. Die Evangelien geben uns einen detaillierten Überblick über Sein Leben und Wirken, die apostolischen Briefe erläutern uns Seine Lehren und das prophetische Buch der Offenbarung gibt uns einen Ausblick auf Seine wunderbare Zukunft. Wenn Sie also Gott kennen lernen wollen, fahren Sie jetzt Ihren PC herunter, greifen Sie zu der Bibel, die sie irgendwo im Bücherregal haben oder besuchen Sie die nächste Buchhandlung, um dort ein Neues Testament zu erwerben. Sollten Sie dazu finanziell nicht in der Lage sein, so können Sie hier kostenlos und unverbindlich ein Neues Testament bestellen oder hier die Bibel kostenlos online lesen. Lernen Sie Gott kennen, wie Er wirklich ist. Jetzt.

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