Selbstmord (3)

 

Nachdem ich in Artikel 1 den biblischen Befund zum Thema Selbstmord bzw. Selbstmordversuch betrachtet und in Artikel 2 einige Gedanken zum Thema Selbstmord aus christlicher Perspektive angesprochen habe, möchte ich diese Gedanken hier fortsetzen und mich dann  in Folgeartikeln abschließend zwei Fragen widmen:

depression

„Depression“
Foto: momosu/pixelio


Nicht nur Menschen, die mit dem Glauben fern stehen, begehen Selbstmord. Immer wieder kommt es vor, dass auch Christen sich das Leben nehmen. Das Beispiel des im ersten Artikel erwähnten  Industriellen ist ein Beleg dafür. Wie in jedem anderen Fall des Selbstmordes ist es auch hier völlig unangebracht, ein Urteil zu fällen. Natürlich sollten Christen um die Tatsache wissen, dass es nie eine wirklich aussichtslose Situation geben kann. Gott kann alle Dinge zum Guten wenden und auch dort, wo die Situation äußerlich nicht verändert wird, vermag Er uns sicher durch die schwierigsten Phasen des Lebens zu bringen (vgl. z.B.  Psalm 23, 4 – 5; Jesaja 38, 17; 2. Korinther 1, 3-5; Psalm 34, 19 – 20; Psalm 94, 19; ). Die Tatsache der Auferstehung Jesu Christi von den Toten hat ein für allemal deutlich gemacht, dass Gott nichts unmöglich ist und Er, der Allmächtige, der Sieger über den letzten Feind, den Tod, verwendet Seine Macht für die, die Ihm vertrauen (vgl. Römer 8, 32). Trotzdem gibt es auch immer wieder Christen, deren Kraft, Mut und Hoffnung versagen.  Die Gründe für einen Suizid sind auch hier vielfältig. Aussagen über diese Mitgeschwister wie z.B.: „Er/Sie hat eben zu wenig Glauben gehabt!“ sind taktlos und ungehörig.  Vielmehr  ist es unabdingbar, dass  jeder einzelne Gläubige seine  Aufmerksamkeit und Kraft darauf richtet, dass niemand in unseren Gemeinschaften mit seinen Sorgen und Nöten allein und ohne verständige, liebevolle seelsorgerische Zuwendung bleibt. Die christliche Gemeinschaft kann auf viele Aktionen, „Meetings“  etc. verzichten, niemals aber auf das vertrauensvolle, persönliche seelsorgerische Gespräch. Auf dieses Angebot und die Möglichkeit des Besuchsdienstes müssen wir regelmäßig hinweisen.  Wo immer wir von persönlichen Nöten erfahren, sollten wir auf unaufdringliche Weise das persönliche Gespräch anbieten und – wenn möglich – gleich einen konkreten Gesprächstermin festmachen. Sollten ein Gläubiger sich selbst nicht in der Lage fühlen, ein solches Gespräch zu führen, so kann er den Betroffenen auf die Möglichkeiten des Gesprächs mit einem Seelsorger in seinem  Umfeld oder z.B. bei einer Telefonseelsorge hinweisen. Auch der Rat, einen Arzt aufzusuchen, kann angebracht sein.

Teil 4 (Fortsetzung): Klick

Teil 5 a (Fortsetzung): Klick

Teil 5 b (Ende): Klick

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