Leid, Gnade und ein Wink des Himmels

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Was für ein  Tag, dieser 16. Januar 2008. Wie immer treffe ich gegen 7.30 Uhr an meiner Dienststelle ein. Aber diesmal erfahre ich, dass die Kollegin, die mich während meines Urlaubs (wie immer) vertreten sollte,  auf dem Heimweg zusammengebrochen ist. Die Worte „Herz- und Kreislaufstillstand“, „Lungenembolie“, „Myokardinfakt“ dringen an mein Ohr, aber kaum in meinen Kopf. Nur die Tatsache, dass sie nahe einer Klinik zusammengebrochen ist, hat ihr wohl das Leben gerettet. Eine Ärztin hatte den Zusammenbruch offensichtlich gesehen und sich gleich um sie gekümmert, einen Notarzt gerufen, ihre Einlieferung in die Notfallambulanz veranlasst und und und …

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„Päckchen“
(Foto: Claudia Hautumm/pixelio)

Wie benommen gehe ich durch diesen Tag,  erledige fast automatisch die anfallenden Arbeiten. Der Urlaub wird erst einmal verschoben werden müssen. Aber was macht das schon angesichts der Tatsache, dass Frau E., noch nicht mal 50 Jahre alt, fast gestorben wäre? Es war eh nichts geplant, die letzten Tage Resturlaub sollten einfach aufgebraucht werden. Das wird verschoben, kann nachgeholt werden. Viel wichtiger ist jetzt die Frage: Wird sie überleben und wenn ja, wie? Wird sie überhaupt wieder arbeiten können? Aber auch dass ist eigentlich unwichtig. Viel wichtiger ist, dass sie ihrer Familie erhalten bleibt, ihre älteste Tochter hat gerade eine Ausbildung begonnen.
Irgendwann in all den Aufgaben ergibt sich dann ganz überraschend doch ein stiller Moment, in dem ich einfach de Hände falten und Gott um Sein Eingreifen, Seinen Beistand, Seine Heilung  für E. bitten kann. Dann geht es auch schon weiter: neuen  Anfragen, neue Akten, neue Besucher …

Abends auf dem Heimweg gehe ich im Kopf all die Menschen durch, die ich anrufen werde, um sie zu bitten, ebenfalls für Frau E. im Gebet einzustehen. Zu Hause angekommen sehe ich ein Päckchen vor meiner Tür. Sicher, ich hatte da ja etwas bestellt … Aber nein, beim näheren Ansehen stellt sich heraus, dass das Päckchen nicht aus München sondern fast „von nebenan“ kommt. Eine Überraschung, die ich nicht erwartet habe. Von einem Menschen, dem ich viel zu verdanken habe (u.a. den Anstoß zu diesem Blog),  der meinem Herzen sehr nah und wertvoll ist. Ein Mensch, der von Gott erbeten war und den Gott mir mitten auf den Weg gestellt hat. Unübersehbar.

Und jetzt dieses Päckchen. Während ich es auspacke, überkommt mich eine stille Freude. Ich freue mich nicht nur über den Inhalt des Päckchens (der mich sehr schmunzeln lässt), nicht nur über die ausführliche Karte, die dem Geschenk beiliegt und die ich an diesem Abend noch öfter zur Hand nehmen und lesen werde. Die stille Freude, die mich erfüllt, hat ihren Grund in der Gewissheit, dass der Mensch hinter dem Päckchen eine Gebetserhörung war (und ist). Darum ist dieses Päckchen eine sehr lebendige Erinnerung an die Tatsache, dass Gott Gebet erhört. Es ist ein greifbarer Wink des Himmels, dass auch unser Gebet für Frau E. nicht unerhört verhallen wird, dass Gott auch in unserer gegenwärtig nun noch engeren Arbeitssituation Gnade schenken wird. Dieses Päckchen hätte nicht früher oder später kommen „dürfen“. Es kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Danke.

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