Notizen zur Offenbarung (10)


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Offenbarung 1, 8:

„Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“

* Alpha und Omega sind die ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Wenn Gott diese Aussage trifft, um sich selbst zu charakterisieren, dann ist damit gemeint, dass Er der Anfang und das Ende aller Dinge ist.  Barnes¹ weist darauf hin,  dass es im Judentum  ein ähnliches Sprichwort gab, das den ersten und den letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets benutzte: „Von Aleph bis Tav.“ So sagte man z.B.: „Abraham hielt das ganze Gesetz von Aleph bis Tav“, um damit die Gesamtheit einer Sache, hier des Gesetzes, auszudrücken. So ist es auch hier in Offenbarung 1, 8 (und auch in Offenbarung 1, 4). Gott ist nicht nur der Schöpfer und Anfänger aller Dinge, Er hat auch die ganze Weltzeit in Seiner Hand und alles, was Er verheißen hat, wird Er auch ausführen, zu dem von Ihm bestimmten Ende bringen. Das wird auch deutlich durch die Worte: „… der da ist und der da war und der da kommt …“  Diese Worte erinnern uns daran, wie Gott sich Mose in der Wüste vorstellte,² vgl. 2. Mose 3, 14:

„Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: „Ich bin“ hat mich zu euch gesandt.“

* „Ich bin“, d.h. der ewig Seiende. So stellte sich Gott Mose und dem Volk Israel vor und so stellt Er sich auch uns vor. Obwohl Jahrtausende vergangen sind und obwohl mit dem Kommen Christi eine neue Heilszeit begonnen hat, hat Gott sich nicht verändert und Er wird sich auch in Zukunft nicht verändern. In Maleachi 3, 6 verheißt Gott dem Volk Israel:

„Denn ich, der HERR, ich verändere mich nicht; und ihr, Kinder Jakobs, ihr werdet nicht vernichtet werden.“

Und auch uns gilt die Zusage seiner unveränderten Treue, vgl. 2. Timotheus 2, 13:

„… wenn wir untreu sind, er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“

Wir mögen Fehler machen, wir mögen sogar sündigen. Trotz allem  menschlichen Versagen bleibt Gott treu und seine  Zusage gilt auch dann:

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

(1. Johannes 1, 9)

Einige weitere Stellen aus dem Alten Testament machen deutlich, dass wir es hier  mit dem Gott zu tun haben, der sich im Alten Testament als der „Ich bin“, d.h. der ewig Seiende, geoffenbart hat:


Jesaja 41, 4:

„Wer hat es gewirkt und getan? Der die Geschlechter ruft von Anfang an. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe.“


Jesaja 44, 6:

„So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“


Jesaja 48, 12:

„Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich bin der Erste, ich bin auch der Letzte.“

Aber wir dürfen hier in unserer Betrachtung nicht stehen bleiben. Dem aufmerksamen Bibelleser wird aufgefallen sein, dass die Heilige Schrift diese Charakteristika auch auf den Herrn Jesus bezieht bzw. Er in dieser Weise von sich selbst spricht:

Offenbarung 1, 17:

„Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte: …“


Offenbarung 2, 8:

„Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, welcher tot war und lebendig geworden ist: …“


Offenbarung 22, 12 – 13:

„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen zu vergelten, wie sein Werk sein wird. Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“

Beide Personen der Gottheit sprechen hier in Offenbarung 1, 8 zu uns: Gott der Vater und auch Gott, der Sohn. Erinnern wir uns, was wir in Offenbarung 1, 7 gelesen haben (vgl. auch Hebräer 13, 8):

„Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; …“

Der Apostel Paulus erklärt uns in 2. Korinther 5, 19:

„Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“

Und in Kolosser 2, 9 bezeugt der Apostel von Christus:

„… in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig …“

Diese Verse sprechen eindeutig von der Gottheit des Herrn Jesus Christus. Aber sie zeigen den Herrn Jesus Christus auch in seiner Menschheit, nämlich als den, der  „sich selbst entäußerte und  Knechtsgestalt annahm, gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch wurde“ (Philipper 2, 7). Diesen Mann von Golgatha, der dort das Heil der Welt vollbrachte, werden „alle Augen sehen, auch die Augen derer, die ihn durchstochen haben“ (Offenbarung 1, 7).  Wenn Christus zum zweiten mal kommt, wird dieses Kommen einen anderen Grund haben:

„… so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.“

(Hebräer 9, 28)

(Foto: chocola01/pixelio)

The next time He comes

From the lofty courts of Heaven / Came a bud on earth to bloom / knowing when He left His father / that His fate would be the tomb /  But the grave it could not hold Him /  Angels rolled the stone away / Now the mighty Rose of Sharon /  Is still blooming yet today.

But the next time He comes/ He won’t have to dies for me / the next time He comes / there won’t be a Calvary/ the next time He comes / We’ll begin eternity/ and when He comes again/ He’ll be coming for me.

I remember when I met Him / How the Spirit took control /  He established my going / Now He stars in my life’s role / For a man to come from Heaven / Knowing then of Calvary / Oh what love beyond measure /  That He’d give His life for me.

Oh, the next time He comes /  We’ll begin Eternity / And when He comes again / He’ll be coming for me.

(Text: Harold Lane, Ben Speer Music ICG, Jim Hill, Ben Speer Music/ICG)


Fußnoten:
¹=  vgl. „Notes on the New Testament – Explanatory and Practical“ by Albert Barnes, Edited by  Robert Frew, D.D., Baker Book House Grand Rapids, Michigan, 1949, Anmerkung zu Offenbarung 1, 8;
²= vgl. hierzu auch: „Notizen zur Offenbarung (3)“ und ausführlich in: „Der unwandelbare Gott“;


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