Verkleidete Diebe

Translation here.

Gestern war auf Spiegel online zu lesen, dass „als Polizisten verkleidete Diebe in Buenos Aires 15 wertvolle Gemälde“ gestohlen hätten.

Der eine mag nun denken: Schlau gemacht! Ich denke: Ganz schön dreist. Da verkleiden sich Menschen in genau das Gegenteil dessen, was sie eigentlich sind, um jemand anderen zu bestehlen, um einem anderen Menschen einen Verlust beizubringen, um sich selbst unerlaubt zu bereichern! Wie abgebrüht muss man sein, um so etwas zu tun? Da gibt ein Menschen vor, ein ganz anderer zu sein und genau damit hat er „Erfolg“, genau damit „kommt er durch“…

„Venezianische Masken“
Foto: Thomas Kölsch/pixelio

Bei dem erwähnten Fall in Buenos Aires war die Verkleidung für den „Erfolg“ des Diebstahls ausschlaggebend. Die Verkleidung „macht’s“. Man sieht die Uniform eines Polizisten und denkt gar nicht daran, dass ein Dieb in dieser Uniform stecken könnte. Geistlich ist es nicht anders. Der Herr Jesus Christus hat uns eindrücklich vor solchen „Verkleidungskünstlern“ gewarnt:

„Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube, oder von Disteln Feigen? Also bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!“

(Matthäus 7, 15 – 23)

Die hier von dem Herrn Jesus Christus beschriebenen falschen Propheten, die sich als Schafe, d.h. gläubige, dem Herrn Jesus folgende Christen, verkleiden/darstellen, sind in Wirklichkeit inwendig „Wölfe“, d.h. das genaue Gegenteil dessen, was sie darstellen! Aber diese Wölfe sind auch Diebe!

Natürlich nicht Diebe im üblichen Sinn. Diese Menschen werden niemandem die Geldbörse aus der Hosentasche ziehen oder die Handtasche klauen.

Aber es sind geistliche Diebe, die den Gläubigen geistliche Güte rauben.

Der Apostel Paulus warnte vor diesen Menschen, die es durch die ganze Kirchengeschichte hindurch gegeben hat und noch immer gibt. Er schrieb:

„Laßt euch von niemand um den Kampfpreis bringen, der seinen eigenen Willen tut in Demut und Anbetung der Engel, indem er auf Dinge eingeht, die er nicht gesehen hat, eitler Weise aufgeblasen von dem Sinne seines Fleisches, und nicht festhaltend das Haupt, aus welchem der ganze Leib, durch die Gelenke und Bande Darreichung empfangend und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.“

(Kolosser 2, 18 – 19)

Hier warnt der Apostel Paulus die Christen in Kolossä (und auch uns!) davor, dass

falsche Lehrer,

falsche Apostel,

falsche Propheten

anderen Evangelium

die Gläubigen um ihre zeitlichen und ewigen Segnungen, ihren ewigen Lohn, bringen .

Sind Sie schon einmal bestohlen worden? Vielleicht war der Verlust relativ leicht zu verschmerzen, aber geärgert haben Sie sich trotzdem, oder nicht? Ich las kürzlich von einem Sänger, in dessen Wohnung eingebrochen worden war. Die Diebe hatten Gegenstände im Wert von 300.000 US-Dollar „mitgehen“ lassen. Als gut verdienender „Star“ war die Schadenssumme für den Betroffenen zweitrangig. Er sagte allerdings, dass einige dieser Dinge für ihn unersetzlich seien, weil sie ihm von nahestehenden Freunden oder Verwandten zu speziellen Anlässen geschenkt wurden. Darum hatten sie eine große Bedeutung für ihn. Es war nicht der „Geldwert“, sondern der „Erinnerungswert“, der für ihn im Vordergrund stand. So kam zum finanziellen Schaden noch ein größerer Schaden hinzu: der immaterielle Verlust.

Wieviel größer, wieviel schlimmer wird der Verlust geistlicher Segnungen, ja der Verlust Ihres ewigen Lohnes sein, wenn Sie auf geistliche Betrüger, auf einen „Wolf im Schafskleid“ hereinfallen. Der Apostel Johannes wart die Empfänger seines zweiten Briefes genau davor, wenn er schreibt:

„Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht Jesum Christum im Fleische kommend bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist. Sehet auf euch selbst, auf daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen. Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des Christus, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet ihn nicht ins Haus auf und grüßet ihn nicht. Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.“

(2. Johannes 7 – 11)

Darum: Prüfen Sie alles, was Sie hören an dem Wort Gottes, der Bibel. Gott fordert Sie in Seinem Wort genau dazu auf:

„Prüfet aber alles, das Gute haltet fest!“

(1. Thessalonicher 5, 21).

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3 Antworten zu Verkleidete Diebe

  1. Walter Wedel schreibt:

    Wohin soll ein Christ andere Christen einreihen, die da sagen, das Sühnungswerk ist sowohl beschrengt sowie unbeschrengt laut Bibel zu verstehen. Man könne es nicht mit Ja oder Nein beantworten, das wäre nicht aufrichtig?
    Ihr W.W.

  2. JNj. schreibt:

    Lieber Herr Wedel,

    herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Was die Erlösung durch das Sühnungswerk Jesu Christi betrifft, ob sie beschränkt oder unbeschränkt ist, so kann ich Ihnen nur mit meiner persönlichen Überzeugung antworten. Für mich ist maßgeblich, was der Herr Jesus Christus Selbst in Johannes 3, 16 sagt: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ – ALLE, die IHM glauben, werden auch errettet. Was soll man über jene, denken, die dies nicht so sehen? Nun, da halte ich es mit der Gelassenheit des Apostels Paulus, wenn er in Philipper 3, 15 und 16 schreibt: „Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren. 16 Nur, was wir schon erreicht haben, darin lasst uns auch leben.“
    Ich schicke Ihnen noch einen kurzen Aufsatz per mail, vielleicht können diese Ausführungen Ihnen dann noch ein wenig weiterhelfen.
    Freundliche Grüße & Gott segne Sie!

  3. Walter Wedel schreibt:

    Lieber JNj, zur Klarstellung will ich hier unterstreichen, dass ich seit dem Tag meiner Wiedergeburt (20.Mai 1956 es war Pfinsten) nie am unbeschrenkten Sühnungswerk unseres hochgelobten Herrn Jesus Christus gezweifelt habe!
    Nun zu Philipper 3, 15 und 16 schreibt: “Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren. 16 Nur, was wir schon erreicht haben, darin lasst uns auch leben.” Merkwürdiger Weise leben viele seit Calvin ja sogar seit Augustin in einer ganz falschen Einstellung und nennen solches noch „Gott ist Suveren“ (!) Bestimmt ist Gott suveren! Nun kann ein suverener Gott, der kein Ansehen der Person kennt, es keinesfalls zweideutig mit Seinem eindeutigen Wort ausdrücken. Wenn es jemand so versteht, dann doch nur geshalb weil der ganze Kontext nicht abgefragt wird. Oder?
    Deshalb wollte ich wissen, nach ihrem Verständnis der Schrift, wohin sind solche Leute einzureihen- verbreiten sie eine falsche Lehre; auch wenn sie darüber möglichst schweigen?
    Herzlich Grüße
    W.W.

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