Notizen zur Offenbarung (6)


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Siehe Vorbemerkung in Teil 1: Klick!
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Offenbarung 1, 5:

„… und der Fürst der Könige der Erde!“

* „… und der Fürst der Könige der Erde!“: Nachdem der Herr Jesus Christus einmal als rettender Erlöser gekommen ist und  jedem Menschen die Möglichkeit gegeben wurde, diese Erlösung anzunehmen (Hebräer 9, 28), wird Er uns hier als Richter und Herrscher vorgestellt. Das Christus ein zweites Mal kommen wird, dann aber, um die Erde zu richten, hat Er Selbst  angekündigt  (Matthäus 24, 30; Matthäus 25, 31 – 46; Markus 14, 62; Lukas 21, 27 – 28) und  ist auch Teil der Verkündigung Seiner Apostel (vgl. Apostelgeschichte 17, 31; 1. Korinther 15, 23; 1. Thessalonicher 1, 10; 1. Thessalonicher 4, 16;  2. Thessalonicher 1, 7 – 10;  Jakobus 5, 7 – 8;  2. Petrus 1, 16;  2. Petrus 3, 1 ff.;  1. Johannes 2, 28; u.v.a.m.) 

Die biblische Ankündigung, dass Christus als Richter erscheinen wird, wird heute von vielen  verworfen oder kritisiert. Dabei sollte aber bedacht werden, dass nur derjenige einen Richter zu fürchten hat, der Unrecht tut. Ein Gerechter braucht den Richter nicht zu fürchten und bis heute bietet uns der Retter Jesus Christus die Möglichkeit  der Erlösung an, durch die wir „gerecht“ werden können, d.h. durch die wir in „eine richtige Beziehung zu Gott“  kommen können.  Wie dies geschieht beschreibt Offenbarung 1, 6. Im Zusammenhang mit dem Begriff des Richters sollten wir zudem bedenken, dass dieser Richter nicht nur Gott, sondern auch allen Menschen, die unter Unrecht  leiden, zu ihrem Recht verhelfen wird. Die Herrschaft, die Christus nach Seinem Kommen aufrichten wird eine Herrschaft der Gerechtigkeit sein und diese Herrschaft wird schlussendlich in einen neuen Himmel und eine neue Erde übergehen, in der Gerechtigkeit wohnen wird (vgl. hierzu z.B.  meinen Artikel „Gedanken zum Millennium“: Klick!). Mit dem Kommen Christi als Fürst und Richter werden sich auch alttestamentarische Prophetien erfüllen, z.B. Psalm 89, 27; Psalm 2, 1 – 12.

 Der Titel „Fürst“ zeigt wie der Titel „Erstgeborener“ den Rang des Herrn vor allem anderen und über allem anderen an. Die Stellung empfing der Sohn Gottes von Seinem Vater nachdem er das Werk von Golgatha vollbracht hatte: „(…) welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde,  und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.  Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über allen Namen ist,  damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,  und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ (Philipper 2, 6 – 11). 

Die Frage ist gestellt worden, welche Herrscher/politischen Führungspersonen mit dem Begriff „Könige der Erde“ gemeint sind, bzw. wer es ist, über den Christus herrschen wird. Da das Millennium noch in der Zukunft liegt, gehe ich davon aus, dass es sich um die Personen/Herrscher handelt, die zum Zeitpunkt des Kommens Christi leben bzw. um jene, die im Anschluss an das Gericht Christi über die Völker (Matthäus 25, 34 ff.) dann unter Christus auf der Erde regieren werden (vgl. Offenbarung 21, 24).

In diesen drei Eigenschaften wird die Welt dann den Herrn Jesus Christus kennenlernen, den sie verworfen hat: als treuen Zeuge für Gott, als Erstgeborenen aus den Toten und als Richter der Welt. Ein Lied von Carl Johann Philipp Spitta faßt diese Gedanken zusammen:


Wort des Lebens, lautre Quelle,
die vom Himmel sich ergießt,
Lebenskräfte gibst du jedem,
der dir Geist und Herz erschließt;
der sich wie die welke Blume,
die der Sonnenbrand gebleicht,
dürstend von dem dürren Lande
zu der Quelle niederneigt.


Ohne dich, was ist die Erde?
Ein beschränktes, finst’res Tal,
ohne dich, was ist der Himmel?
Ein verschloßner Freudensaal.
Ohne dich, was ist das Leben?
Ein erneuter finstrer Tod.
Ohne dich, was ist das Sterben?
Nachtgrau’n ohne Morgenrot.


Wort des Lebens, du erleuchtest,
doch erwärmst du auch zugleich;
eine Hölle offenbarst du,
aber auch ein Himmelreich,
furchtbar schreckest du den Sünder
aus der dumpfen, trägen Ruh’;
doch aus Liebe sprichst du wieder
dem Bußfert’gen Gnade zu.


Einen Richter lehrst du fürchten,
der mit rechter Waage wägt;
doch auch einen Vater lieben,
der mit Langmut alle trägt,
einen Gott, der den Geliebten
ew’gen Sohn zum Opfer gibt,
der an ihm die Sünde richtet,
und in ihm die Sünder liebt.

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