Unterscheidung: Israel und die Versammlung/Gemeinde (27)


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Die geistlichen Auswirkungen der Ehe mit einem Nicht-Juden bzw. einem Nicht-Christen

Wenn in  Israel ein Jude einen Menschen aus den nichtjüdischen Nationen  zum Ehepartner wählte, dann entweihte er damit seinen religiösen Stand. Das jüdische Volk war von Gott aus allen anderen Nationen ausgesondert worden,  denn nach Gottes Plan sollte aus diesem Volk der Messias, der Erlöser kommen (vgl. 4. Mose 24, 17; Micha 5, 2). Schon vor der Einnahme und Besiedelung des Landes Kanaan hatte Gott das Volk davor gewarnt, sich mit den anderen dort lebenden Völkern zu vermischen (vgl. 2. Mose 34, 10 – 17; 5. Mose 7, 1 – 5; Richter 3, 6), da eine solche Vermischung auch zur Anbetung fremder Götter führen würde. Wir sehen die Auswirkungen solcher Mischehen exemplarisch im Leben des Königs Salomo,. Er heiratete  viele Frauen  aus den  Israel umgebenden  Nationen und wurde von diesen  zum Götzendienst verführt wurde (vgl. 1. Könige 11, 2-13). Die Folge davon war die Teilung des Reiches Israels unter Salomos Sohn. Denn  Gott konnte eine solche Vermischung mit dem Götzendienst  nicht tolerieren. Als die Israeliten später aus der babylonischen Gefangenschaft  zurückkehrten, wurde offenbar, dass auch etliche der Rückkehrer Ehen mit heidnischen Volksangehörigen eingegangen waren. Diese Ehen, die gegen Gottes ausdrückliches Gebot eingegangen worden waren, mussten aufgelöst und darüber Buße getan werden (vgl. Esra 9, Esra 10).

Auch für den Christen gilt das Gebot nur „im Herrn“, d.h. einen anderen christlichen Gläubigen, zu heiraten (vgl. 1. Korinther 7, 39). Denn die Ehe zwischen einen Gläubigen und einem Ungläubigen stellt ein „ungleiches Joch“ dar, vor dem Gott uns ausdrücklich warnt  (vgl. 2. Korinther 6, 14), weil beide Partner darunter leiden. Was ist jedoch, wenn ein Mensch erst nach einer Eheschließung zum Glauben an Jesus Christus findet? Der Apostel Paulus gibt auf diese Frage folgende Antwort: „Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die (gläubige, JNj.) Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den (gläubigen, JNj.) Mann, sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.“ (1. Korinther 7, 14). Wenn hier die Rede von „heilig“ ist, dann ist dies nicht gleichbedeutend mit „errettet“. Dies geht insbesondere aus 1. Korinther 7, 16 hervor, wo es heißt: „Denn was weißt du, ob du den Mann retten kannst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst?“  Wenn das Geheiligtsein des ungläubigen Ehepartners bzw. der Kinder also nicht gleichbedeutend mit deren Errettung ist, was bedeutet es dann? Der ungläubige Ehepartner und die aus der Ehe mit diesem entstandenen Kinder sind durch den gläubigen Ehepartner/Elternteil des Segens teilhaftig, den Gott diesem schenkt und der wiederum von diesem ausgeht. Der ungläubige Ehepartner bzw. die Kinder stehen sozusagen im Einflußbereich des göttlichen Segens. Das kann u.U. dazu führen, dass der ungläubige Ehepartner bzw. die Kinder zum Glauben finden und errettet werden, muss aber nicht zwangsläufig die Folge dieses Segens sein. Wir sehen an dieser Unterscheidung zwischen Israel und der Versammlung  auch einmal mehr, welche Kraft die Gnade Gottes hat (Johannes 1, 16 – 17). Unter dem Gesetz war eine Trennung von dem ungläubigen Partner und den gemeinsamen Kindern unumgänglich (vgl. Esra 9, Esra 10), denn das Gesetz hatte keine Kraft, die außerhalb des Gesetzes Stehenden zu segnen. Im Zeitalter der Gnade ist die Kraft der Gnade so groß, dass alle, die mit dem Gegenstand des Segens (hier: dem Gläubigen) im Verbindung kommen, auch gesegnet werden. Voraussetzung ist hier jedoch auch, dass der Gläubige nach der Eheschließung zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Für alle Unverheirateten gilt das Gebot, dass sie nur „im Herrn“, d.h. einen anderen Gläubigen, heiraten sollen (vgl. 1. Korinther 7, 39).

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