Sammeln: Ab heute geht’s wieder los!

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Nein, ich meine natürlich nicht die Panini-Fußballer-Bilder zur EM. Wer sie bis jetzt nicht vollzählig hat, naja …
Die Art von Sammlung, um die es mir geht, wird zuerst im 5. Buch Mose erwähnt. Im 26. Kapitel dieses Buches ergeht folgendes Gebot an das Volk Israel:

„Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, und es einnimmst und darin wohnst, so sollst du von den Erstlingen aller Früchte der Erde nehmen, die du von deinem Lande bekommst, die der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort hingehen, den der HERR, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne; und du sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit [im Amt] sein wird, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute vor dem HERRN, deinem Gott, daß ich in das Land gekommen bin, von dem der HERR unsern Vätern geschworen hat, daß er es uns gebe! Und der Priester soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niederlegen. Da sollst du anheben und vor dem HERRN, deinem Gott, sagen: Mein Vater war ein heimatloser Syrer; der zog nach Ägypten hinab und hielt sich daselbst mit wenig Leuten auf, ward aber daselbst zu einem großen, starken und zahlreichen Volk. Aber die Ägypter behandelten uns schlecht und bedrückten uns und gaben uns schwere Arbeit auf. Da schrieen wir zum HERRN, dem Gott unsrer Väter. Und der HERR erhörte unsre Stimme und sah unser Elend, unsre Mühsal und Unterdrückung; und der HERR führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand und mit ausgerecktem Arm und mit gewaltigen, furchtbaren Taten, durch Zeichen und Wunder, und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, das von Milch und Honig fließt. Und nun siehe, da bringe ich die ersten Früchte des Landes, das du mir, o HERR, gegeben hast! – Und du sollst sie vor dem HERRN, deinem Gott, niederlegen und vor dem HERRN, deinem Gott, anbeten, und sollst fröhlich sein ob all dem Guten, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.“

(5. Mose 26, 1 – 11)

Hintergrund dieser Verse war die Errettung des Volkes Israel aus der Knechtschaft Ägyptens. Nachdem die Israeliten in das verheißene Land gekommen waren, sollten sie sich an ihre Errettung aus der Knechtschaft und an die großen Taten, die Gott für sie vollbracht hatte, erinnern. Gott hatte sie aus der Knechtschaft, der Sklaverei, errettet und in ein Land geführt, das sehr fruchtbar und ertragreich war. Im Text von 5. Mose 26, 1 ff. wird dies mit den Worten „ein Land, das von Milch und Honig fließt“ umschrieben. Als Zeichen der Dankbarkeit für die Errettung aus Ägypten und für das Geschenk eines sicheren, fruchtbaren Wohnplatzes, sollten die Israeliten Gott von den ersten Früchten ihres Ertrages einen Korb bringen.

Als Christen sind wir nicht aus einer buchstäblichen Knechtschaft oder Sklaverei errettet worden und haben auch kein buchstäbliches Land zum Erbbesitz von Gott erhalten. Aber durch die am Kreuz geschehene Erlösung, sind wir aus der Knechtschaft der Sünde und des Todes befreit worden (vgl. Johannes 8, 32; Johannes 8, 36; Römer 8, 15; Galater 2, 4; Galater 5, 1; Hebräer 2, 14 – 18 ) und leben nun gleichsam im „Land der Erlösung“. Die „Früchte dieses Landes“sind vielfältig. Täglich gibt Gott neue Gnade, Kraft und Gelingen für vielerlei Aufgaben, Er versorgt uns treu mit allem, was wir materiell oder geistlich brauchen – oftmals sogar weit über das Notwendige hinaus. Er lässt uns in Frieden leben, schenkt uns Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Er vergewissert uns durch sein Wort ständig seiner Liebe und Güte. Wir haben freien Zugang zu Ihm und dürfen uns Ihm immer wieder neu mit unseren Bitten und Fürbitten nahen. Keines unserer Anliegen ist für Ihn zu klein oder zu unwichtig.
Wie können wir Ihm dafür danken? Nun, z. B. in dem wir alle Erfahrungen einer Woche mit Gott in einen „Korb der Erstlingsfrüchte“ legen. Bei mir ist dies ein Blatt Papier, das in meiner Bibel liegt und auf dem ich tägliche Erlebnisse/Erfahrungen mit Gottes aufschreibe.
Diesen „Korb“ dürfen wir nehmen und alle Erfahrungen, Erlebnisse, Erkenntnisse einer Woche darin sammeln. Am Sonntag, wenn wir mit anderen Christen zusammenkommen, um Gott anzubeten, können wir diese Dinge dann dankbar im Gebet vor Gott ausbreiten und sie Ihm so „wiedergeben“. Wenn wir dies in einer Haltung der Demut tun und nicht, um zu zeigen, was Gott „für mich (!)“ getan hat, dann werden wir damit auch andere Christen ermutigen und das Lob Gottes vermehren.
Heute beginnt eine neue Arbeitswoche. Heute können Sie beginnen, „Erstlingsfrüchte“ in Ihren Korb zu sammeln. Sie werden überrascht sein, was für ein Ertrag da in einer Woche zusammen kommen kann. Lassen Sie sich diese Überraschung – und Gott nicht den Ihm gebührenden Dank! – entgehen.

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