Den Schöpfer lästern (1)

Translation here.

Keine Sorge, ich werde jetzt keinen Artikel über irgendwelche neuen Auseinandersetzungen zwischen Kreationisten (Schöpfungsgläubigen) und Evolutionisten (Zufallsgläubigen) 😉 schreiben. Das tun andere schon, wenn auch nicht immer in der Art und Weise, wie ich mir das wünsche. Trotzdem muss (und will) ich nicht in diesen Chor einstimmen. Mir geht es um etwas ganz anderes:

Die heutige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht im biblischen Buch der Sprüche Salomos, Kapitel 14, Vers 31 (nach der Lutherübersetzung vom 1912). Dort heißt es:

 

„Wer dem Geringen Gewalt antut, der lästert dessen Schöpfer.“


Den Schöpfer lästern kann kam also nicht nur durch Worte, sondern vielmehr auch durch Taten, durch Handlungen anderen gegenüber.

In der unrevidierten Elberfelder Bibel-Übersetzung wird Sprüche 14, 31 so wiedergegeben:

„Wer den Armen bedrückt, verhöhnt den, der ihn gemacht hat;
wer aber des Dürftigen sich erbarmt, ehrt ihn.“

Wenn ich Artikel wie diesen bzw. diesen lese oder Sendungen wie diese oder diese höre, dann kann ich nicht anders, als das darin geschilderte Verhalten als eine Verhöhnung des Schöpfers zu betrachten. (Hier noch einige weitere Beispiele: 1 234.)

Als Durchschnittsbürger ist es uns kaum möglich auf solche globalen Geschehnisse Einfluss zu nehmen. Aber wir können uns in unserem Lebens- und Tätigkeitsumfeld für die Armen einsetzen, sei es in praktischer Tätigkeit/Unterstützung oder durch finanzielle Unterstützung von Werken, die sich für die Armen engagieren. Dr. Henrie Rossier schreibt in seinen „Betrachtungen über das Buch der Sprüche“ zu Sprüche 14, 31 u.a.:

„Ihnen (= den Armen, d. A.) verkündet er die gute Botschaft. Sie läd Er zu dem großen Abendmahl der Gnade ein. Sie hat Er erwählt, um sie zu Erben Seines Reiches zu machen. Wenn ich Gott ehren will, so handle ich gegenüber den Bedürftigen wie er selbst.“

(Dr. Henrie Rossier: „Betrachtungen über das Buch der Sprüche“, Ernst-Paulus-Verlag, Neustadt/W., 1985, Seite 110)

Diese Aussage deckt sich mit dem, was der Schöpfer vor mehr als 2700 durch den Propheten Jesaja verkünden lies:

„Ist nicht das ein Fasten, wie ich es liebe: daß ihr ungerechte Fesseln öffnet, daß ihr die Knoten des Joches löset, daß ihr die Bedrängten freilasset und jegliches Joch wegreißet, daß du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, daß, wenn du einen Nackten siehst, du ihn bekleidest und deinem Fleische dich nicht entziehst? Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen; deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deine Nachhut sein! Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten; du wirst schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du das Joch aus deiner Mitte hinweg tust, das Fingerzeigen und das unheilvolle Reden lässest;
wenn du dem Hungrigen dein Brot darreichst und die verschmachtende Seele sättigst; alsdann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag! Der HERR wird dich ohne Unterlaß leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals Und man wird auf deinen Antrieb die Trümmer der Vorzeit wieder bauen, du wirst die Gründungen früherer Geschlechter wieder aufrichten; und man wird dich nennen Breschenvermaurer, Wiederhersteller bewohnbarer Straßen. Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, daß du nicht tust, was dich gelüstet an meinem heiligen Tage; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] des HERRN ehrenwert; wenn du ihn ehrst, also daß du nicht deine Wege gehst und nicht dein Vergnügen suchst, noch eitle Worte redest;
alsdann wirst du an dem HERRN deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund des HERRN hat es verheißen.“

(Jesaja 58, 6 – 14)

Wenn wir Gottes Willen erfüllen möchten und Ihn bitten, uns zu zeigen, wo und wie wir dies ganz praktisch in unserem Alltagsleben umsetzen können, wird Er es uns zeigen, wird Er uns zu den Menschen führen, denen wir dienen können, wird Er uns zeigen, wie wir Ihn auch auf diese Weise ehren können.

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