Rechthaberei

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Rechthaberei ist eine nervige Sache. Da gibt es Menschen, denen kann ein unabhängiger, gerichtlich bestellter Sachverständiger alle Fakten präsentieren und doch behaupten sie – wie man so sagt: „sehenden Auges“ – dass das Gegenteil wahr ist. Sie selbst verfügen nach ihrer Ansicht über wesentlich mehr Sachverstand.
Seitdem es Rechtschutzversicherungen gibt, stellt man eine ständige Anstieg von Gerichtsverfahren fest, weil die streitenden Parteien bei der Anstrengung eines Prozesses nicht mehr von Kosten abgeschreckt werden. Dieser Umstand führt dazu, dass geringfügige Auseinandersetzungen, die geschlichtet und so außergerichtlich beigelegt werden könnten, „vor dem Kadi“ landen. Eine Überlastung der Gerichtsbarkeit ist die Folge.

Aber auch wenn es um Glaubensfragen geht, gibt es viele „Rechthaber“. Eine oft gehörte und gern wiederholte Aussage „religiöser“ (ich schreibe bewusst nicht „gläubiger“) Menschen ist: „Alle Menschen sind Kinder Gottes“. Dabei behaupten diese Menschen vehement, sie würden sich mit ihrer Aussage auf die Bibel, die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments, beziehen. Aber ist dem wirklich so?

Im Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 12 heißt es:

„So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“

Hier wird also ganz deutlich gesagt, dass nur diejenigen Menschen, die „ihn (Jesus Christus) aufnahmen“ und „an seinen (Jesus Christus) Namen glauben“, das Recht haben, Kinder Gottes zu sein und sich auch so zu nennen. Alle anderen Behauptungen in christlichem Gewand sind nichts als pure „Rechthaberei“. Die Heilige Schrift lehrt eindeutig, dass alle Menschen wunderbare und geliebte Geschöpfe Gottes sind, vgl. z.B. Psalm 139, 1 – 24 (insbesondere Vers 13 – 17):

„Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. HERR, du hast mich erforscht und kennst mich! Ich sitze oder stehe, so weißt du es; du merkst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; ja es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht völlig wüßtest! Von hinten und von vorn hast du mich eingeschlossen und deine Hand auf mich gelegt. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als daß ich sie fassen könnte! Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich zum Himmel, so bist du da; bettete ich mir im Totenreich, siehe, so bist du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch daselbst deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! Spräche ich: «Finsternis möge mich überfallen und das Licht zur Nacht werden um mich her!», so ist auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht. –

Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! Mein Gebein war dir nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, gewirkt tief unten auf Erden. Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war, und es waren alle Tage in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben noch keiner war. Und wie teuer sind mir, o Gott, deine Gedanken!

Wie groß ist ihre Summe! Wollte ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein als der Sand. Wenn ich erwache, so bin ich noch bei dir! Ach Gott, daß du den Gottlosen tötetest und die Blutgierigen von mir weichen müßten! Denn sie empören sich arglistig wider dich; deine Feinde erheben [ihre Hand] zur Lüge. Sollte ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, und keinen Abscheu empfinden vor deinen Widersachern? Ich hasse sie mit vollkommenem Haß, sie sind mir zu Feinden geworden. Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege!“

Jeder Mensch ist ein geliebtes, einzigartiges Geschöpf Gottes. Aber „Kind“ wird man nicht durch Schöpfung, sondern durch Geburt. Das bezeugt uns auch das Evangelium. Nur durch die neue Geburt (Johannes 3, 1 – 6) werden geliebte Geschöpfe Gottes zu Kindern Gottes. Dies geschieht, wenn sie den Sohn Gottes in ihr Leben aufnehmen und an seinen Namen glauben.
Man kann so „religiös“ sein, wie man möchte, man kann regelmäßig den Gottesdienst dieser oder jener Konfession oder Denomination besuchen, man kann in dieser oder jener Kirche die „Sakramente“ empfangen – so lange man nicht „ihn (den Herr Jesus) aufnimmt“ und „an seinen Namen glaubt“, ist man kein Kind Gottes.
Viele unnütze Rechthaberei um Glaubensfragen würde erst gar nicht aufkommen, wenn man die Heilige Schrift als das respektieren würde, was sie ist: Gottes Wort, das uns eindeutige Antworten auf alle lebenswichtigen Fragen gibt.

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