Die Einfachheit des Glaubens (1)

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Der Ruf nach einem „einfachen Lebensstil“, weg von der „Wegwerfgesellschaft“, ist, nachdem er in den 90er Jahren recht leise geworden war, heute wieder verstärkt zu hören – auch unter Christen. Ich teile die Überzeugung, dass vieles, was uns von der Werbung als „unbedingt notwendig“ verkauft wird, im Grunde genommen überflüssig ist. Gottes Wort fordert uns auf, sorgfältig mit den uns anvertrauten Gaben und Gütern umzugehen. Wie oft werfen wir etwas weg, das wir vielleicht noch an jemand anderen weitergeben könnten, der es sich (sonst) nicht leisten kann? – Wie sieht es aber mit dem „einfachen Lebensstil“ aus, wenn es um unseren Glauben geht? Wenn wir in das Neue Testament schauen, so sehen wir, dass die ersten Christen auch bzgl. ihres Glaubens einen ganz „einfachen Stil“ pflegten. Sie besaßen keine glanzvollen Kirchengebäude, waren weder gesellschaftlich angesehen noch verfügten sie über eine „Lobby“ oder sonstigen Einfluss. Aber Gott war in ihrer Mitte, Er erfüllte ihr Leben mit Freude und Kraft (vgl. Apostelgeschichte 1 + 2). Das war der Grund dafür, dass sie in wenigen Jahrhunderten ein Weltreich mit der Botschaft des Evangeliums durchdringen konnten. Als Gott im 19.Jahrhundert eine neue Erweckung, auch in Europa, schenkte, begann Er mit ähnlich einfachen Mitteln. Einer der Männer, den Er, neben vielen anderen, dazu benutzte, schrieb später:

    „[Ich glaube] … dass Gläubige, die sich als Jünger Christi versammeln, frei seien, das Brot miteinander zu brechen, wie ihr Herr es ihnen anvertraut hat; und dass, soweit die Praxis der Apostel der Maßstab sei, jeder Tag des Herrn dazu benutzt werden solle, sich des Todes des Herrn zu erinnern und seinem letztem Befehl zu gehorchen.“

(Anthony Norris Groves, „Memoires of Anthony Norris Groves“, herausgegeben von seiner Witwe, 1857, zitiert nach E. Geldbach: „Christliche Versammlung und Heilsgeschichte bei John Nelson Darby“, Seite 16, Theologischer Verlag Rudolf Brockhaus, 2. Auflage 1972)

Auch die Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts benötigte nur wenige Jahrzehnte, um Europa und Teile Amerikas zu durchdringen. Ihr Hauptmerkmal war ihre große Schlichtheit und die Zentralität der Person des Herrn Jesus. Heute mögen wir über glanzvolle Kirchengebäude, Megaveranstaltungen mit tausenden von Teilnehmern und große Namen verfügen. Doch verfügen wir auch über dieselbe geistliche Kraft, wie die Christen der ersten Jahrhunderte oder der späteren Erweckungsbewegungen? Zurück zu einem „einfachen Lebensstil“ . Das brauchen wir nicht nur in unserem praktischen Alltagsleben, sondern ebenso auch in unserem Glaubensleben.

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