Sprüche 14, 23

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Kann ein so altes Buch wie das Buch der Sprüche im 21. Jahrhundert noch von Bedeutung sein? Vielmehr: Können seine Gebote, Hinweise, Lebensregeln, Weisheiten in der Gegenwart wirklich etwas bewirken? Sie können! Denn sie sind nicht nur die gut gemeinten, menschlichen Aussprüche des Königs Salomo, sondern das inspirierte Wort Gottes. Welche praktischen Auswirkungen die göttlichen Weisungen dieses Buches haben können, zeigte mir das Beispiel eines befreundeten Christen. Er war zwei Jahre auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, nachdem er aus Rationalisierungsgründen seinen bisherigen Arbeitsplatz verloren hatte. Anfang 2006 bewarb er sich auf eine Stellenanzeige hin, in der der Arbeitgeber u. a. auch nach einem „Lebensmotto“ fragte. Dieser Christ hat vor vielen Jahren Sprüche 14, 23 gelesen und dieses Wort war ihm damals – in einer schwierigen Arbeitsplatzsituation – eine große Hilfe und Ermutigung. Er sah (und sieht!) darin nicht nur eine Lebensregel, sondern vielmehr eine tägliche Motivationshilfe. Dr. Henrie Rossier hat in seinem Buch zu den Sprüchen Salomos diesen Vers wie folgt kommentiert:


Sprüche 14, 23: Bei jeder Mühe wird Gewinn sein, aber Lippengerede gereicht nur zum Mangel.

„Jede beliebige Mühe bringt für andere und für uns selbst Gewinn. Vergessen wir nie, dass die wörtliche Bedeutung der Sprüche stets auch einen geistlichen Sinn einschließt, und dass das Buch der Sprüche nicht ohne Grund das Buch der WEISHEIT heißt. Lippengerede aber, das durch keine Tätigkeit des Sprechenden bekräftigt wird, ist nicht nur ein Wind, sondern es überlässt die Seelen der Hungersnot. Wie wahr ist doch dies! Wenn das praktische Wirken des Redenden mit seinen Worten nicht Schritt hält, so lassen die Worte den Menschen, an den sie gerichtet sind, in einem völligen geistlichen Notstand zurück.“¹


Besagter Christ schrieb also Sprüche 14, 23 als sein „Lebensmotto“ in diese Bewerbung. Er erhielt zwar die ausgeschriebene Stelle nicht, dafür aber eine sehr persönliche und freundliche Antwort des Arbeitgebers. Diese Absage demotivierte diesen Freund nicht. Ganz im Gegenteil. Er nahm die Wahrheit aus Sprüchen 14, 23 auch für seine Bewerbungsmühen in Anspruch. „Auch diese Mühe wird Gewinn haben. Gott hat es versprochen,“ sagte er immer wieder. Kurz darauf bewarb er sich erneut und erhielt dann auch diese Stelle. Sie passte nicht nur perfekt auf sein persönliches Fähigkeitsprofil, sondern kam ihm auch in vielen anderen Punkten (Wegzeit, Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel etc.) sehr entgegen. Vom ersten Tag an hatte er jedoch mit starkem Gegenwind durch einige seiner neuen Kollegen zu tun. Die Gründe dafür waren vielfältig. Einmal erlebte er, wie er gerade ein Büro betreten und einen Kollegen etwas fragen wollte, als ihm durch die offene Bürotür laut, sehr abwertendes Gerede über ihn entgegenschallte. Er war sehr versucht, in das Büro hineinzugehen und die beteiligten Kollegen zur Rede zu stellen. Aber er hielt inne, denn „Lippengerede bringt nur Verdruß“. Später erzählte er: „Gegen berechtigte Kritik ist nichts einzuwenden. Aber das hier war pure Lüge. Ich machte mir dann täglich neu deutlich: Gott hat Dir diese Stelle auf Dein Gebet hin gegeben. Im Zusammenhang mit dieser Stelle hat Gott 6 (!) Bitten erhört. Er wollte mich hier haben und gemäß Kolosser 3, 23 arbeite ich sowieso nicht für Menschen, sondern in letzter Instanz für meinen „Chef“ Jesus Christus. Ich sagte dann nichts, sondern verdoppelte einfach meinen Einsatz – nicht der Menschen wegen, sondern für Gott.“ Elf Monate nach seinem Arbeitsbeginn wurde er befördert. Mittlerweile steht er kurz davor einen festen Arbeitsvertrag zu bekommen. Die Kollegen, die schlecht über ihn geredet haben, haben entweder den Betrieb verlassen oder sind in ihrer unberechtigten Kritik verstummt und bemühen sich heute um ein gutes Verhältnis zu ihm. Kann ein so altes Buch wie das Buch der Sprüche im 21. Jahrhundert noch von Bedeutung sein? Ja, eindeutig. Gott ist treu, Sein Wort ist verlässlich. Darum: „Lasset das Wort Christi reichlich bei Euch wohnen.“ (Kolosser 3, 16). Je mehr wir ihm vertrauen, desto mehr werden wir seine Realtität auch in unserem Leben erfahren.

¹= Dr. Henrie Rossier: „Betrachtungen über das Buch der Sprüche“, Ernst-Paulus-Verlag, Neustadt/W., 1985, Seite 107

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