Die verschiedenen Bezeichnungen des „Reiches“

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Verschiedentlich wurde ich gefragt, in welcher Art sich die einzelnen Ausprägungen des Reiches Gottes unterscheiden lassen. Da mir momentan die Zeit fehlt, eine eigene, schon begonnene Arbeit zu diesem Thema fertig zu stellen, möchte ich hier, quasi als Vorab-Antwort einen kurzen Artikel zitieren, den ich im „Botschafter des Heils in Christo“, 25. Jahrgang, Seite 139/140 (weitere Angaben siehe unten) zu diesem Thema gefunden habe:

„1. Das Reich Gottes

(Matthäus 12, 28 ) ist die Offenbarung der regierenden Macht Gottes, unabhängig von einzelnen besonderen Umständen. In Römer 14, 17 und in 1. Korinther 4, 20 wird der innere oder göttliche, in Lukas 13, 18 + 20 der äußere oder menschliche Charakter des Reiches Gottes beschrieben.

2. Das Reich der Himmel

Dieser Name ist eine Anspielung auf Darstellungen, die wir im Gesetz (5. Mose 11, 18 – 21), in den Psalmen (Psalm 89, 29) und in den Propheten (Daniel 4, 20) finden. Durch die Verwerfung des Königs nahm dieses Reich einen verborgenen Charakter an, in welchem es seinen Lauf fortgesetzt und noch nach der Aufnahme der Versammlung [Gemeinde/Kirche] bis zum Beginn des tausendjährigen Reiches bestehen, sich dann in seiner wahren Gestalt zeigen, jedoch erkannt werden wird teils als:

3. Das Reich des Vaters,

insoweit es Beziehung hat zu dem, was droben ist (Matthäus 13, 23 + 43) und teils als:

4. Das Reich des Sohnes des Menschen,

insoweit es Beziehung hat zu dem, was auf der Erde ist (Psalm 8, Matthäus 13, 41). So wird also das tausendjährige Reich einen „himmlischen“ und einen „irdischen“ Charakter zur Schau tragen und im ersten Falle nur verherrlichte Heiligen, im letzten aber auch solche Gläubigen in sich schließe, deren Leiber noch nicht verherrlicht sind.

5. Das Reich des Sohnes Seiner Liebe

(Kolosser 1, 13) ist der Kreis, in welchem Christus als der Gegenstand der Liebe des Vaters, der Mittelpunkt ist und zu welchem, – wiewohl Christus durch die Welt nicht erkannt ist – wir, die Gläubigen, gebracht sind.

6. Das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi

(2. Petrus 1, 11) ist im Gegensatz zu den Dingen um uns her die vergänglich sind, von ewiger Dauer. Es liegt vor uns; wir haben hineinzugehen; und zwar soll uns ‚der Eingang reichlich dargereicht werden‘.“

(Artikel ohne Autorenangabe; erschienen in „Botschafter des Heils in Christo“, 25. Jahrgang, 1877, Seite 139/140, sprachlich nur leicht an das heutige Deutsch angeglichen, eigene Ergänzungen in [ ])

Ich denke, dieser kurze Überblick kann all jenen, die nach einer genaueren Unterscheidung des Reich-Gottes-Begriffs suchen, eine Hilfe sein, bis wir Zeit zu einer genaueren Betrachtung finden.

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