Unterscheidung: Israel und die Versammlung/Gemeinde (24)


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Die zukünftige Stellung Israels und die Stellung der Gläubigen in Gegenwart und Zukunft

In 5. Mose 28, 1 + 13 wird dem Volk Israel von Gott eine Verheißung gegeben:

„Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, wirklich gehorchst
und darauf achtest zu tun alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete,
daß dich dann der HERR, dein Gott, erhöhen wird über alle Völker auf Erden.
(…)
Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz;
und du wirst nur zuoberst und nicht zuunterst sein,
wenn du gehorchst den Geboten des HERRN,
deines Gottes, die ich dir heute gebiete, daß du sie beobachtest und tust …“

Betrachtet man die Segens- und Fluchverheißungen in den Kapiteln 28 – 30 des 5. Buches Mose genauer, so stellt man fest, dass diese Verheißung (5. Mose 28, 1 + 13) sich auf eine Zeit bezieht, in der das Volk Israel zu Seinem Gott umgekehrt  und von Ihm in seinem Land wiederhergestellt sein wird. Das ist heute noch nicht der Fall. Zwar beobachten wir seit der Wiederherstellung des jüdischen Staates im Jahr 1948 auch eine ständige Rückkehr von Juden  aus aller Welt in dieses Land, aber eine völlige Umkehr zu Gott hat es unter Seinem Volk bisher noch nicht gegeben. Wenn  dies jedoch geschehen sein wird – und dies wird im Millennium der Fall sein -, dann wird Gott Sein Volk auch zum Haupt der Nationen machen, ihm eine weltweite Vorrangstellung einräumen.

Eine solche Verheißung hat Gott den christlichen Gläubigen weder für die Gegenwart noch für die Zukunft gegeben. Ganz im Gegensatz zu der bevorrechtigten Stellung, die Israel in der Welt einnehmen wird,  steht die Stellung, die der Gläubige in der christlichen Gemeinde (= Kirche/Versammlung) hat. Die christlichen Gläubigen wurden und werden durch den Heiligen Geist „zu einem Leib getauft“ (vgl. 1. Korinther 12, 13). Zwischen den Gläubigen, egal ob sie aus dem Volk der Juden oder aus einer anderen Nation stammen, gibt es keine Unterschiede, keine Vorrangstellung, weder in der Gegenwart noch in der Zukunft:

„Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leibe getauft,
seien wir Juden oder Griechen, Knechte oder Freie,
und wurden alle mit einem Geist getränkt.“

In Jesus Christus sind alle gegenwärtigen oder zukünftigen Unterschiede hinfällig geworden:

„Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier,
da ist weder Mann noch Weib;
denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.“

(Galater 3, 28)

An dieser Verheißung wird einmal mehr deutlich, dass die (zukünftigen) Verheißungen Israels nicht auf die Versammlung (= Gemeinde/Kirche) übergegangen sind und dementsprechend auch nicht auf sie  bezogen werden dürfen.

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