Veränderung des inneren Menschen

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2. Korinther 4, 16 lehrt uns:

„Darum werden wir nicht entmutigt; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht,
so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“

Der „innere Mensch“ ist unser aus Geist und Seele bestehendes Wesen. Dieses soll täglich erneuert, täglich mehr umgestaltet werden.

„Diese Umwandlung kann nur geschehen, wenn der Heilige Geist unser Denken verändert, indem wir beständig die Bibel lesen und darüber nachdenken (Psalm 119,11; vgl. Kolosser 1, 28; 3,10 + 16; Philipper 4,8).“¹

So, d.h. auf diese Art und Weise, werden wir auch in das Bild Christi verwandelt.

In 2. Korinther 3, 6 + 17 – 18 lesen wir:

“ …der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. (…) Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bilde von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist.“

J.N. Darby kommentiert diese Verse wie folgt:

„Wenn es im 17. Verse heißt: ‚Der Herr ist der Geist‘, so wird damit an Vers 6 angeknüpft, die Verse 7 – 16 bilden einen Zwischensatz. Der verherrlichte Christus ist der wahre Gedanke des Geistes, den Gott früher unter Bildern verborgen hatte. Deshalb ist die praktische Folge diese: sie schauten den Herrn mit aufgedecktem Angesicht an, sie waren dazu befähigt. Die Herrlichkeit des Angesichts Moses richtete die Gedanken und Absichten der Herzen, indem sie Schrecken hervorrief, da sie den Ungehorsamen und Sünder mit Tod und Verdammnis bedrohte. Wer konnte in der Gegenwart Gottes bestehen? Aber die Herrlichkeit im Angesicht Jesu, eines Menschen im Himmel, ist der Beweis, dass alle Sünden derer, die diese Herrlichkeit anschauen, getilgt sind; denn Er, der dort ist, trug diese Sünden, bevor Er hinaufging, und Er musste sie alle hinweg tun, um in diese Herrlichkeit einzugehen. Wir betrachten diese Herrlichkeit durch den Geist, der uns gegeben worden, weil Christus in die Herrlichkeit hinaufgestiegen ist. Er sagte nicht, wie einst Mose: ‚Ich will hinaufsteigen, vielleicht möchte ich Sühnung tun für eure Sünde‘ (2. Mose 32, 30). Nein, Er vollbrachte das Versöhnungswerk, und dann ging Er hinauf. Deshalb betrachten wir diese Herrlichkeit mit freudigem Staunen; wir betrachten sie gern. Jeder Strahl, den wir von ihr erblicken, ist der Beweis, dass in den Augen Gottes unsere Sünden nicht mehr sind. Christus ist für uns zur Sünde gemacht worden, Er ist jetzt in der Herrlichkeit. Indem wir nun so die Herrlichkeit mit Liebe und Verständnis anschauen und uns an ihr ergötzen, werden wir in dasselbe Bild verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch die Kraft des Heiligen Geistes, der uns befähigt, diese Dinge zu verwirklichen und zu genießen. Das ist christliches Wachstum. So wird auch die Versammlung der Brief Christi.“²


Wer einen Anfang macht, um wirklich geistlich wachsen zu wollen, der wird schon bald entsetzt sein über das ungeistliche Denken in sich selbst. Solch ein Christ wird immer mehr danach verlangen, dass sein ganzes Denken, sein ganzes inneres Erleben und sein ganzer Lebensstil Christus ähnlicher wird. Der Weg dahin führt weder über eigene Anstrengungen („Selbstverbesserung“) noch über das Gesetz, sondern allein im Anschauen der herrlichen Person des Sohnes Gottes.

¹= zitiert nach: John MacArthur, Kommentar zu Römer 12,2 in der gleichnamigen Studienbibel, CLV, 2000

²= John Nelson Darby, „Betrachtungen über das Wort Gottes“, Band 5 [Apostelgeschichte – 2. Korinther] , Seite 303/304, Ernst-Paulus-Verlag, Neustadt/W., 2007)

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