Von A – Z

Translation here.

A – Z: Erläuterungen zu Begriffen die in diesem Blog benutzt werden (wird fortlaufend erweitert):

A

Allegorie (Allegorese):
Allegorie, grch.: „Anders-Reden“; eine Auslegungsweise, bei der Tatsachen „vergeistlicht“ bzw. hinter der eigentlichen Aussage des Textes eine geheime, andere Bedeutung gesehen wird.

Aliyah:
„Aliyah“, hebr. „Hinaufziehen“, ursprünglich gebraucht für das jährlich dreimalige Hinaufziehen der Israeliten nach Jerusalem zum Tempel anlässlich der biblischen Feste; heute als Synonym gebraucht für die Rückkehr der Juden aus aller Welt in das ihnen von Gott gegebene Land Israel.

Antinomismus:
Antinomismus (engl. „Antinomy“) ist ein aus zwei griechischen Worten zusammen gesetzes Wort:

1) „anti“ was „gegen“ bedeutet und
2) „nomos“, was „Gesetz“ heißt.

Ein Antinomist ist jemand, der leugnet, dass es im Zeitalter des Neuen Testaments irgendein objektives Gesetz oder
einen Standard des Gehorsams gebe, dem der Gläubige unterworfen ist.

Arminianismus:
Der Arminianismus ist eine theologische Richtung innerhalb der Reformation und beruht auf den Lehren des niederländischen Theologen Jacobus (Hermanus) Arminius. Der Arminianismus lehnt die doppelte Prädestinationslehre Calvins (d.h., die göttliche Erwählung eines Menschen entweder für die ewige Gemeinschaft mit Gott oder aber für die ewige Verdammnis) entschieden ab und lehrt stattdessen den freien Willen des Menschen.  Einer der herausragendsten Arminianer war der englische Theologe und Erweckungsprediger John Wesley.

B

Bundestheologie:
Bundestheologie, auch als „Föderaltheologie“ (lat. von „foedus“ = Bund) oder „Covenant-Theology“, engl. „covenant“
= Bund bekannt. Diese theologische Richtung des Protestantismus. Der Bundesbegriff in der reformierten Theologie geht auf den Schweizer Reformator Ulrich Zwingli zurück. Man geht heute davon aus, dass dieser ihn von den Täufern übernommen hat. Der Grundgedanke dieser Theologie ist, dass der Bund (berîth) des Alten Testaments, den Gott schon mit Adam und Noah, dann der Vatergott mit Abraham schloss und Jahwe mit Mose erneuerte, im Neuen Testament seine Fortsetzung fände. Die so geschaffene heilsgeschichtliche (nicht im dispensationalistischen Sinn zu verstehende) Kontinuität stellt nach der Auffassung der Bundestheologen aber gleichzeitig eine Entwicklung dar. Die Bundestheologie birgt die Gefahr der „Replacement-Theology“, d.h., der Lehre, dass die Versammlung (= Gemeinde/Kirche das Volk Israel ersetzt (engl. „replace“) habe, in sich. Gegen diese Sichtweise spricht deutlich, dass der in Jeremia 31,31 erwähnte Bund („Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde …“) ausdrücklich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda geschlossen wird. Diese Sichtweise übergeht auch die vielen deutlichen biblischen Unterschiede zwischen dem Volk Israel und der Versammlung (= Gemeinde /Kirche).

Bekehrung und Buße:
Das Neue Testament lehrt, dass Bekehrung und Buße die ersten Schritte in eine Beziehung zu Gott sind. Was ist unter „Bekehrung“ und „Buße“ zu verstehen? Das Neue Testament lehrt uns, dass die Bekehrung die Reaktion des Menschen auf die Verkündigung des Evangeliums ist. In Apostelgeschichte 2, 38 fordert der Apostel Petrus die Anwesenden auf, Buße zu tun und sich zu Gott zu bekehren:

„Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Buße zu tun bzw. Bekehrung ist also etwas, dass jeder einzelne Mensch nur selber für sich tun kann bzw. tun muss. Das griechische Wort, das im Neuen Testament für das Wort „Buße“ benutzt wird, ist „metanoia“ und bedeutet „umdenken“. Der Mensch muss also umdenken und zwar von einem bisher ohne Gott gelebten Leben hin zu einem Leben mit Gott. Daraus wird deutlich, dass „sich bekehren“ bzw. „Buße tun“ die Reaktion eines Menschen auf die Verkündigung des Evangeliums ist und von der Wiedergeburt unterschieden werden muss. Dies wird auch deutlich aus Apostelgeschichte 3, 19:

„So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden (…)“

und Apostelgeschichte 26, 20:

„(…) sondern ich habe zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen jüdischen Lande und den Heiden verkündigt, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind.“

Die Wiedergeburt (Johannes 3, 1 – 6; Titus 3,5; Johannes 1, 13)  ist die Reaktion Gottes auf die Bekehrung des Meschen, wenn diese mit aufrichtiger Reue und Buße über das gesamte bisherige gottlose Leben einhergeht. Der sich bekehrende Mensch muss einsehen, dass er ein Sünder und durch die Sünde von Gott getrennt ist. Dabei geht es nicht nur um einzelne Verfehlungen (Sünden), sondern um die Erkenntnis, dass ein Leben in Gottlosigkeit und Ungehorsam gegenüber dem allmächtigen, heiligen Gott Sein Gericht verdient hat.

C

Cessationismus:
Die Lehre von dem Aufhören (engl. “cease”) der Zeichen- und Offenbarungsgaben nach dem Tod der Apostel.

D

Dispensationalismus:
Dispensationalismus ist die Lehre von den biblischen Heilszeitaltern (= lat. „Dispensationen“).


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