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Heute Nacht wurde, wie sicherlich allseits bekannt, die Zeit von “Winterzeit” auf “Sommerzeit” umgestellt. Wer eine Funkuhr besitzt, brauchte sich wegen der Zeitumstellung keine Sorgen zu machen. Die Umstellung erfolgte automatisch, denn die Physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig “liefert für ganz Deutschland die Zeit. Ihre Atomuhren steuern sämtliche Funkwecker, Bahnhofsuhren, viele Abläufe in der Industrie”¹ und die Internet-Uhr auf der Homepage der PTB.
Über den Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung lässt sich streiten. Nach einer Umfrage des Emnid-Instituts sollen 62 % aller Deutschen für eine Abschaffung der Zeitumstellung sein. In meinem Umfeld höre ich immer wieder, dass gerade Mütter mit Kleinkindern durch die Zeitumstellung Probleme bekommen. Sie weisen oft darauf hin, dass ihre Kinder tagelang unausgeschlafen und nörgelig sind. Darum wünschen sie sich, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird.
Unausgeschlafen sein oder Verschlafen bei der Umstellung von der “Winterzeit” auf die “Sommerzeit” ist aber auch ein Problem von Erwachsenen. Grundsätzlich findet die Zeitumstellung jeweils in einer Nacht von Samstag auf Sonntag statt. So sind nur die Menschen, die am Sonntag arbeiten müssen bzw. jene die am Sonntag einen Gottesdienst besuchen möchten, stärker an diesem ersten Tag betroffen. Da die Gruppe der Menschen, die am Sonntag arbeiten müssen nur einen gewissen Anteil an der Bevölkerung ausmacht und der Anteil der Gottesdienstbesucher noch geringer ausfallen dürfte (nach einer Erhebung durch die European Social Surveys [ESS] im Jahr 2004 macht er in Deutschland nur 8,7 % aus), hat man den Übergang an diesen Tagen wohl mit Bedacht gewählt. Wie steht’s bei Ihnen? Waren Sie heute im Gottesdienst?
Als ich gestern Abend vor dem zu Bettgehen meinen Wecker stellte, ging mir noch ein weiterer Gedanke durch den Kopf: Einmal wird der “Zeitpunkt” kommen, nach dem es keine “Zeit” in unserem heute üblichen Sinn mehr geben wird, nämlich dann, wenn wir aus der “Zeit” in Gottes Ewigkeit hinübergehen. In Offenbarung 21,25 wird uns diesbezüglich gesagt: “… denn Nacht wird daselbst nicht sein …” Einen Wechsel von Tag und Nacht wird es nicht mehr geben. Der Grund dafür wird uns in Offenbarung 22, 5 genannt: “Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten …” Den Wechsel von Tag und Nacht wird es also nicht mehr geben und folglich auch keinen Wechsel von “Sommerzeit” und “Winterzeit”. Aber auch andere Zustände, die untrennbar mit unserer gegenwärtigen Zeit und Welt verbunden sind, werden in der Ewigkeit Gottes nicht mehr vorkommen: “Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.” (Offenbarung 21, 4). Wir können uns also sehr auf die Zukunft, der wir als Christen entgegen gehen, freuen. Darüber sollten wir aber die Wichtigkeit unserer Gegenwart nicht vergessen. Denn die wichtigste Entscheidung, die ein Mensch in dieser Zeit, vor dem Übergang in die Ewigkeit, treffen kann, ist die Entscheidung für ein Leben mit Gott und Seinem Sohn Jesus Christus – dem Erlöser. Die Bibel sagt uns deutlich, dass eine solche Entscheidung nur zu unseren Leb-Zeiten möglich ist und dass diese Möglichkeit mit unserem leiblichen Tod endet (vgl. Hebräer 9, 27). Haben Sie Ihre “Lebenszeit-Uhr” schon in diesem Sinn auf die Ewigkeit Gottes eingestellt? Wenn ja, dann gilt auch Ihnen die Verheißung des Herrn Jesus Christus: “Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt …” (Johannes 11, 25). Wenn Ihre Lebenszeit einmal endet, beginnt eine Ewigkeit mit Gott für Sie. Ich wünsche Ihnen von Herzen eine gute “Lebenszeit-Umstellung” auf ein erfülltes Leben mit Gott und eine frohe Erwartung Seiner Ewigkeit.
¹= Zitiert nach der Homepage der PTB Braunschweig.
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